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BBW Mosbach präsentierte eigenen Wein

Weinbauprojekt hat vielseitigen Nutzen

„Es sieht professionell aus“, freute sich Oberbürgermeister Michael Jann über den ersten Mosbacher Wein. Am 20. Mai präsentierte das Berufsbildungswerk (BBW) der Johannes-Diakonie Mosbach ihr Produkt im eigenen Haus. Dazu begrüßte Albert Stelzle, Leiter des BBW Mosbach, die Beteiligten an dem Weinbauprojekt der beruflichen Bildungseinrichtung. Dieses ist aus einem EU-Austauschprojekt des BBW mit einer ungarischen Partnereinrichtung hervorgegangen (wir berichteten).

Zwischen Weinblättern, Holzkisten und Lesebütten steht der „Neckarzimmerner Staufenberg“, Sorte Müller-Thurgau. „Edition BBW Mosbach“ ist auf den hölzernen Präsentkisten der Weinflaschen zu lesen. Motive der Künstler Manuela Suchy und Andreas Feußner aus dem Kunst-Werk-Haus der Johannes-Diakonie zieren die Etiketten der Flaschen.

v.l.: Albert Stelzle, Norbert Greiss, Christof Mölkner, Bürgermeister Michael Keilbach, Bürgermeister Christian Stuber,  Dr. Hanns-Lothar Förschler und Oberbürgermeister Jann
v.l.: Albert Stelzle, Norbert Greiss, Christof Mölkner, Bürgermeister Michael Keilbach, Bürgermeister Christian Stuber, Dr. Hanns-Lothar Förschler und Oberbürgermeister Jann


„Ich bin begeistert, was hier präsentiert wird“, zeigte sich Jann beeindruckt. Überdies wies er auf den zweifachen Nutzen des Weinbauprojektes hin: zum einen auf den Wein, den das BBW Mosbach für die Gemeinden Neckarzimmern, Obrigheim und Mosbach herstellt. Den Rebensaft wollen die Bürgermeister Christian Stuber, Roland Lauer und Michael Jann Gästen zu Empfängen und als Präsente reichen. Zum anderen hob Jann hervor, dass durch das Projekt die berufliche Ausbildung gefördert wird. Denn das Weinbauprojekt bezieht BBW-Auszubildende der Bereiche Gartenbau, Lagerwirtschaft und Holztechnik ein.

Dr. Hanns-Lothar Förschler, Vorstandsvorsitzender der Johannes-Diakonie, zollte allen Beteiligten Respekt für „das gewagte Projekt“. Denn für dieses brauche man Know-how. Dass es noch während des Projektes für alle einiges zu lernen gab, darauf machte Christof Mölkner, Leiter des Weinbauprojektes und Internatsleiter des BBW, aufmerksam: „Es ist in Deutschland fast schwieriger, Wein herzustellen, als Schnaps zu brennen.“

Gut gemacht hätten die Jugendlichen und Ausbilder ihre Aufgabe, anerkannte Norbert Greiss vom Weinbau Pavillon. Denn für die Qualität eines Weins sei das Lesegut, das heißt die angelieferten Trauben, entscheidend. Die Gundelsheimer Firma hatte für das BBW Mosbach die Kellerei „auf der technisch höchsten Stufe der Weinherstellung“ vorgenommen. Nicht nur die  bestandene Qualitätsweinprüfung belohnte die Arbeit.


„Jetzt sind wir gespannt auf den Inhalt“, kündigte Dr. Förschler die Verkostung des Weins an, an der auch die Bürgermeister Michael Keilbach (Mosbach) und Christian Stuber teilnahmen. Ausbilder Ansgar Herold schmeckte den Schwung heraus, den die 20 Prozent Kerner-Anteil dem Müller-Thurgau verleihen. Ausbilder Alexander Riehm erinnerte sich währenddessen an die vielseitige Arbeit: Die Lesebütten zu tragen, wäre harte Arbeit gewesen, der Rebschnitt dagegen habe ein feines Händchen gefordert. Den Auszubildenden schmeckte nicht nur der Müller-Thurgau, sondern auch der Lemberger. Letzterer ist aus einem weiteren Weinberg des BBW hervorgegangen und eine „Hausmarke“. Über 600 Flaschen sind das diesjährige Ergebnis des Weinbauprojektes in Zahlen. „Wir können mehr gebrauchen“, ließ Jann wissen, der das Projekt für ausbaufähig hielt. So sieht es auch das BBW Mosbach: Es hat bereits einen zweiten Weinberg in Neckarzimmern gepachtet und erwägt darüber hinaus den Weinanbau auf einem weiteren Hang. (da)

Dirk Adler
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 06261/88-574
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