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Fit für den allgemeinen Arbeitsmarkt

Berufsbildungswerk Mosbach verabschiedet 87 Absolventen – Zweimal Note 1,8

Nach einer gleichermaßen anstrengenden wie lehrreichen Zeit im Berufsbildungswerk der Johannes-Anstalten Mosbach (BBW) wurden am Donnerstag, 24. Juli, 87 Absolventinnen und Absolventen verabschiedet. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung an der beruflichen Bildungseinrichtung für junge Menschen mit Lern- und Mehrfachbehinderungen haben sie einen Berufsabschluss erreicht, der sie für den allgemeinen Arbeitsmarkt befähigt.

die olympischen RingeNach einem Gottesdienst, den Pfarrer Richard Lallathin und Pfarrerin Petra Hasenkamp ganz im Hinblick auf die bevorstehenden olympischen Sommerspiele gestaltet hatten, begrüßte Geschäftsführer Reinhard Adler unter anderem Harald Töltl, Leiter des Geschäftsbereichs Berufsbildung der IHK Rhein-Neckar, sowie Markus Frei von der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim, Geschäftsstelle Mosbach. Adler dankte ihm dafür, auch in Krisenzeiten „fair und partnerschaftlich zu uns gestanden zu haben“.

„Sie können mit Recht stolz darauf sein, Ihr Ziel erreicht zu haben“, wandte sich Adler an die Absolventen, die in den Bereichen Metall, Holz, Farbe, Lagerwirtschaft, Ernährung/Hauswirtschaft, Reinigungstechnik und Gartenbau ausgebildet wurden. Viele von ihnen seien „auf das Leben schlechthin“ vorbereitet worden – durch eine ausbildungsbegleitende Betreuung der Pädagogen, Ärzte, Psychologen und anderer Fachkräfte im BBW. Adler dankte allen am Ausbildungserfolg Beteiligten und nicht zuletzt den Absolventen, Eltern und Angehörigen als „Kunden“ dafür, das Leistungsangebot des BBW in Anspruch genommen zu haben.

Harald Töltl gratulierte im Namen der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar zum Ausbildungserfolg, der eine solide Basis für ein erfolgreiches Berufsleben sei, und appellierte an die Absolventen: „Bleiben Sie hier nicht stehen, planen Sie schon jetzt Ihre weiteren Qualifikationen“. Die IHK werde sich durch das Ermöglichen von Abschlüssen in anerkannten und sondergeregelten Ausbildungsberufen auch für weiterhin für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf einsetzen.

Für die Reha-Vertretung, das Mitbestimmungsorgan der BBW-Rehabilitanden, gratulierte Daniel Peppler in Reimform und mit viel Wortwitz den Absolventen.

Von den angetretenen Prüfungskandidaten hätten 96 Prozent das Ziel erreicht, freute sich BBW-Leiter Albert Stelzle über das „sehr respektable Ergebnis“. In den 30 Jahres seines Bestehens habe das BBW nunmehr 2.322 jungen Menschen eine Berufsausbildung vermittelt. Vermittlungsquoten von sechzig bis achtzig Prozent sah er als weiteren Beweis einer erfolgreichen Arbeit. Zum Ausbildungserfolg gratulierte er auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im BBW, denen er für die Vermittlung von Wissen und Erfahrung, für pädagogische Geduld und menschliche Nachsicht dankte.

Gruppenbild der Abgänger 2008

Im BBW gehe es neben der Vermittlung beruflicher Fertigkeiten und Kenntnisse auch um die Entwicklung sozialer Fähigkeiten. Stelzle: „Bei uns steht der ganze Mensch mit seinem Denken, Fühlen und Handeln im Mittelpunkt.“ Dieser besondere Lernort biete die Chance, Krisen und Konflikte als Meilensteine in der Entwicklung zu begreifen und sich konstruktive Bewältigungsstrategien anzueignen.

von links: Lukas Kielenbeck, Michelle Laubscher, Hr. StelzleDie Belobigung verdienter Absolventen und die Zeugnisübergabe krönten die Abschlussfeier, die vom Pauken- und Bläserensemble der Johannes-Anstalten unter Leitung von Raphaela Peczkowski musikalisch begleitet und von der Tanzgruppe „Freestyle“ aufgelockert wurde.

Sonderpreise gab es für die beiden Prüfungsbesten, Lukas Kielenbeck (Fachkraft für Reinigungstechnik) und Michelle Laubscher (Hauswirtschaftshelferin), die beide einen Notendurchschnitt von 1,8 erreicht haben. (Bild links)





Ansprechpartnerin

Annette Peters
Pressereferentin
Johannes-Diakonie Mosbach
Telefon: 06261/88-577
Telefax: 06261/88-660

E-Mail an Annette Peters