Sehr früh am Morgen fuhren am 10. Juli 2007 insgesamt 42 Auszubildende des Berufsbildungswerks Mosbach ins Europäische Parlament nach Straßburg. Die Auszubildenden des 3. Lehrjahres aus den Bereichen Hauswirtschaft, Lager, Metall und Reinigungstechnik wollten ein Organ der Europäischen Union sehen, mit dem sie sich im Fach Gemeinschaftskunde einen großen Teil des letzten Lehrjahres beschäftigt hatten.
Zunächst wurde die Gruppe vom Mosbacher Europa-Abgeordneten Dr. Thomas Ulmer empfangen. Begleitet von seiner Assistentin Kathrin Unglenk, die schon im Vorfeld die Gruppe betreut hatte, konnten die Auszubildenden Herrn Dr. Ulmer alle Fragen stellen, die sie bewegten. Die Jugendlichen zeigten sich interessiert an verschiedenen Problemen. Von „Wie viel verdient ein Abgeordneter des Europäischen Parlaments?“ bis „Was tut das Europäische Parlament, um das Problem der afrikanischen Flüchtlinge vor den Toren Europas zu lösen?“ wurde gefragt. Anschließend konnten wir eine Plenarsitzung besuchen. Sehr voll war das Plenum nicht, gut, dass Kathrin uns schon vorher erklärt hatte, warum so wenige Abgeordnete daran teilnehmen können. Das Thema „Wegfall des Postmonopol in der EU“ war wohl nur etwas für die Spezialisten. Trotzdem war es sehr beeindruckend, zu hören, wie die Abgeordneten in ihrer Landessprache redeten und simultan in die anderen Sprachen der EU übersetzt wurden. Wir hatten das Glück, eine deutsche Abgeordnete zu erleben. Erstaunt waren alle über die sehr begrenzte Redezeit für jeden Abgeordneten, nur zwischen ein und drei Minuten durften sie sprechen, eine Uhr hielt jede Sekunde fest und der Präsident unterbrach unbarmherzig, wenn die gewährte Zeit um war. Viel zu schnell war auch unsere Zeit vorbei, wir schauten uns mit Kathrin Unglenk noch etwas im Haus um, betrachteten das Modell des Europäischen Parlaments und machten Erinnerungsfotos.

„Schade, dass es so schnell vorbei war“, meinten viele, als wir wieder auf dem Weg nach draußen waren. Ein wenig Zeit hatten wir aber noch, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Straßburg zu besichtigen.
E.Federer