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Alter Kontakt blüht neu auf
Berufsbildungswerk Mosbach bei Symposium in Nordgriechenland vertreten
Christof Mölkner, Sozialpädagoge im Berufsbildungswerk der Johannes-Anstalten Mosbach (BBW), unternahm als Referent eine weite und erfreuliche Reise: Er sprach in Nordgriechenland auf dem Internationalen Symposium zum 50-jährigen Jubiläum der Anwendung des multikomplexen diagnostischen Behandlungssystems. Dabei durften alte Kontakte neu aufblühen.
Unter der Schirmherrschaft des griechischen Sozialministers Dimitrios Avramopoulous gaben Referenten aus Deutschland, Schweden und Griechenland einen Überblick über die verschiedenen Rehabilitationsmöglichkeiten in den einzelnen Ländern. Das Spektrum reichte dabei von der »Frühkindlichen Diagnostik« bis zu »Möglichkeiten der beruflichen Rehabilitation junger Menschen mit Lernbehinderung in Deutschland«, letztere das Thema von Christof Mölkner.
Hauptperson der vom Metropolit von Thessaloniki eröffneten Tagung war aber Dr. Tutula Nanakos. Die mittlerweile 80-jährige Ärztin und Psychologin wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet und geehrt. Sie hatte bereits vor circa 25 Jahren Kontakt zum Berufsbildungswerk und den Johannes-Anstalten und war damals zusammen mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann zu Besuch in Mosbach. Aus diesem Besuch resultierte letztendlich auch die Gründung eines »Berufsbildungswerkes« in Lakia auf Kalkidiki ein Zentrum für berufliches Training, das 120 junge Menschen mit Behinderung aufnehmen konnte. Dabei wurde immer wieder betont, dass die Beratung durch die Johannes-Anstalten Mosbach ein wichtiger Beitrag für die Umsetzung war.
Nach vielen Jahren Pause entstand vor drei Jahren wieder ein Briefkontakt zwischen Tutula Nanakos und dem BBW, der nun zu diesem Besuch in Griechenland geführt hat. Für die Zukunft kann es sicherlich sowohl für die von Dr. Nanakos gegründeten Einrichtungen in Katerini (WfB und Therapiezentrum), Retziki (Kinderund Jugendheim), Lakia (WfB, BBW) und Thessaloniki (Psychologisches Zentrum) als auch die Johannes-Anstalten Mosbach interessant sein, den Kontakt zu pflegen und einen fachlichen Austausch zu führen.
Bei Besuchen in den verschiedenen Einrichtungen in und um Thessaloniki konnte sich die Gästegruppe einen Eindruck von der Arbeit der »Lebenshilfe Nordgriechenland « machen. Die Rahmenbedingungen, unter denen die Förderung und Betreuung von Menschen mit Behinderung geleistet wird, sind teilweise sehr schwierig. So wird fehlende Ausstattung durch Fantasie, Fachlichkeit und viel ehrenamtliches Engagement wenigstens teilweise ersetzt.
Mit der Beteiligung an dem Symposium konnte Christof Mölkner gute Impulse für die Arbeit in Griechenland geben. Vor allem konnte durch die starke Beteiligung europäischer Teilnehmer die Behindertenarbeit in Nordgriechenland massiv unterstützt und in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Unterstützenswürdig ist die Arbeit von Tutula Nanakos und ihren hochengagierten Mitstreitern auf jeden Fall.
Quelle: "Informationen" der Johannes-Anstalten Mosbach 6/2008
Ansprechpartner:
Christof Mölkner
Tel.: 06261 / 88-470
E-Mail an Christof Mölkner