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Modelle der Kooperation an Berufsbildungswerken
Aus den ursprünglich fünf Berufsbildungswerken in Nordrhein-Westfalen, die sich mit 20 Auszubildenden der Verkaufshelferberufe beteiligten, wurden bis heute 32 Berufsbildungswerke mit 208 Jugendlichen in den Berufsfeldern Lagerwirtschaft, Gartenbau, Hauswirtschaft, Verkaufberufe, Gastronomie.
Im Herbst 2007 wurde der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) als Initiatorin und Federführerin des VAmB-Projektes der Otto-Wolf- Preis für besonders innovative Ausbildungskonzepte verliehen.
Das derzeitige zweite Projekt hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2009. Es wird vom Institut für Berufsund Wirtschaftspädagogik der Universität Hamburg wissenschaftlich begleitet.
Die Kooperation von Berufsbildungswerken mit Betrieben im Rahmen von VAmB geschieht durch die Abstimmung der Ausbildungsinhalte und -ziele auf Grundlage der Ausbildungsrahmenpläne. Für dieses Projekt sind daher nur Kooperationen mit Betrieben möglich, die selbst ausbildungsberechtigt sind und über fachlich und persönlich geeignetes Ausbildungspersonal verfügen. Die betrieblichen Ausbildungsabschnitte haben insgesamt einen Umfang von mindestens sechs Monaten. Die Ausbilderinnen und Ausbilder des BBW Mosbach sind daher besonders gefordert, sich laufend mit den betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbildern bezüglich des Leistungsstandes und der Integration der in den Betrieben arbeitenden Auszubildenden abzustimmen.
Während beim so genannten Inhousemodell ein abgestimmtes Nebeneinander vorherrscht, wird bei einer echten Kooperation ein abgestimmtes Zusammenwirken angestrebt.
Im Projekt VAmB wird die systematische Zusammenarbeit von BBW und Partnerbetrieb angestrebt. Von Bedeutung sind hierbei die Gestaltungselemente der Kooperation. Im VAmB-Projekt entwickeln die Kooperationspartner gemeinsame Ausbildungspläne und schließen einen Kooperationsvertrag über die zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse. In einem standardisierten Bewertungsbogen werden die Ausbildungsfortschritte dokumentiert.
Die beteiligten Berufsbildungswerke erwarten eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Betrieben sowie Veränderungen der Ausbilderaufgaben in Richtung Begleiter und Berater. Daneben erhoffen sie eine bessere Betreuung und eine differenziertere Herangehensweise bei der Vermittlung der Absolventen. Auch werden dauerhafte Kooperationsbeziehungen mit Betrieben und eine verstärkte Lernortkooperation mit der Berufsschule angestrebt.
Da die Aufgabenänderungen bei Ausbilderinnen und Ausbildern andere Herausforderungen mit sich bringen, werden alle an der Berufsausbildung Beteiligten in Workshops qualifiziert. Ein erster Workshop fand im Frühjahr 2008 themengleich achtmal an verschiedenen Berufsbildungswerken in der Bundesrepublik statt. Einen Workshop richtete dabei das BBW Mosbach aus. Neben Grundlagen, Modellen der Verzahnung und Ausbildungsstandards wie gemeinsamer Ausbildungsplan und Bewertungsbögen wurde die verzahnte Ausbildungsstruktur und die Prozessqualität bei der gemeinsamen Durchführung der Ausbildung thematisiert.
Ein weiteres Workshopthema befasste sich mit der Integration der Auszubildenden VAmB-Workshop im Berufsbildungswerk Mosbach: Qualifizierung der Ausbilder in den Betrieben.
Im BBW Mosbach fand der Workshop mit insgesamt 30 Teilnehmern aus Betrieben und Berufsbildungswerken von Worms bis Nürnberg statt. In einer zweiten Workshoprunde im Herbst 2008 werden die Themen Akquisition von Betrieben, erfolgreiche Gesprächsführung, Begleitung und Betreuung von Betrieben bis zur Integration auf den Arbeitsmarkt behandelt. Auch hier wird das BBW Mosbach als Veranstaltungsort aktiv beteiligt sein.
Die Berufsschulen als duale Partner der Berufsbildungswerke diskutieren ihre Rolle bei dem VamB-Projekt derzeit in einer bundesweiten eigenen Arbeitsgruppe.
Das VAmB-Projekt wird durch eine Fachtagung im Frühjahr 2009 abgeschlossen.
Derzeit besprechen die Mitglieder des Projektsteuerteams und der vier Regionalteams der Berufsbildungswerke und in der BAG BBW in welcher Art und Weise die Erfahrungen flächendeckend auf alle Berufsbildungswerke und Berufsfelder übertragen werden können.
Quelle: "Informationen" der Johannes-Anstalten Mosbach 6/2008
Ansprechpartnerin:
Ute Kahle
Telefon: 06261 - 88-449
E-Mail an Ute Kahle