Johannes-Diakonie Mosbach

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Informationen zum Netzwerk ADHS
im Neckar-Odenwald-Kreis

 

Das Netzwerk ADHS hat sich zum Ziel gesetzt, die Angebote im Neckar-Odenwald-Kreis zu erfassen und zu verknüpfen. Außerdem sollen gemeinsam Standards für die Diagnostik und Therapie erarbeitet werden. Informationen zu Stellen, an den Sie Hilfe finden, können Sie durch den Link am Ende der Seite erhalten.

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Einladung zum nächsten ADHS-Treffen-NOK

 

Das nächste Treffen des Qualitätszirkels findet am:
16. März 2011 um 15.00 Uhr im Frühförderzentrum statt

Thema wird die Komorbidität und weitere begleitende Störungen bei Kinder und Jugendlichen mit einer Aufmerksamkeitsstörung sein.

 

Protokoll zum Treffen des Netzwerks ADHS im NOK (Qualitätszirkel)

am 17.11.2010 von 15.00 Uhr – 17.00 Uhr im Frühförderzentrum Mosbach/Neckarelz

 

Teilnehmer: Herr Grimm, Herr Baumgärtner, Herr Größler, Herr Dr.Vater, Herr Klenk, Frau Herberg, Herr Schäfer, Herr Roos, Herr Back.

 

Hauptthema: Komorbidität und weitere begleitende Störungen bei Kindern und Jugendlichen

                      mit einer Aufmerksamkeitsstörung

 

1. Begrüßung durch Herrn Schäfer

 

 

2. Fr.Herberg berichtet zum Einstieg in das Hauptthema über ein Kind mit der Grundstörung

    ADHS und Komorbiditäten. ADHS kann durch Medikamente behandelt werden, aber

    die komorbiden Störungen brechen häufig immer wieder auf. Bei manchen Kindern hören

    Tics unter Medikation auf. Spannend ist aber bei Verabreichung von Methylphenidat, ob

    die Tics besser oder stärker werden. Probleme entstehen oft bei Ausflutung des

    Medikaments. Ticsstörungen sind bei 30% der ADHS-Kinder komorbid.

    Die psychisch-medizinische Definition ist für LRS-Kinder eine hohe Hürde, um in der

    Schule einen Nachteilsausgleich und das Notenprivileg zu erhalten.

 

 

3. Herr Schäfer berichtet über komorbide Störungen bei Aufmerksamkeitsstörungen. Neben

    der hyperkinetischen Störung stellen die komorbiden Störungen zusätzliche Risikofaktoren

    für die Entwicklung des Kindes dar. Externale Verhaltensstörungen mit aggressiven und

    dissozialen Symptomen treten dabei in größerem Ausmaß auf als internale Störungen mit

    Angst und Depressivität. Kinder mit einer komorbiden Störung haben größere

    Entwicklungsrisiken als Kinder, die nur hyperkinetisch sind.

    Hyperkinetische Kinder und Jugendliche mit einer besonders früh einsetzenden

    komorbiden Störung des Sozialverhaltens haben ein deutlich höheres Risiko für spätere

    Delinquenz, Substanzmissbrauch und die Entwicklung einer antisozialen Persönlichkeits-

    störung.

    Unter den Gesichtspunkten Begriffsfindung (Definition), Behandlung, Therapie, Unter-

    stützung werden bis zum nächsten Treffen des Arbeitskreises am 16.03.2011 folgende

    komorbide Störungen bei Kindern und Jugendlichen mit Hyperkinetik von jeweils zwei

    Verantwortlichen beleuchtet:

 

    Oppositionelle Störung des Sozialverhaltens und Störung des Sozialverhaltens ohne

    oppositionelle Verhaltensstörung – Herr Kußmann u. Herr Baumgärtner

 

    Affektive, vor allem depressive Störungen und Angststörungen – Herr Schäfer u.

    Herr Roos evtl. Frau Dr. Reidel

 

    Lernstörungen und Teilleistungsschwächen -  Herr Größler u. Herr Back

 

    Tic-Störungen oder Tourette-Syndrom Herr Dr. Vater u. Frau Herberg

 

    Umschriebene motorische Entwicklungsstörungen – Frau König (Frau Herberg fragt

    Frau König)

 

    Elterninitiative, Selbsthilfegruppen – Frau Geimer (Frau Herberg fragt Frau Geimer)

 

4. Herr Grimm berichtet von positiver Resonanz unter den Erzieherinnen zur Veranstaltung

    des Arbeitskreises „ADHS im Kindergarten“ am 29.09.2010 im FFZ

 

 

5. Wie kriegen wir unsere ADHS-Themen in den Verteiler?

    Wie können der Infofluss und die Vernetzung verbessert werden?

    Wie können wichtige Erkenntnisse in die Berufsfelder gelangen?

    Wie kommunizieren wir nach außen?

    Wie erreichen wir Berufsgruppen, die hinter uns stehen? Wann? Abends? Wo? Lokal?

    Diese Fragen müssen beim nächsten Treffen geklärt werden, damit Transparenz

    gewährleistet ist und Informationen ausgetauscht werden.

 

 

 

6. Hinweis: Großer internationaler ADHS-Kongress vom 26.-28.05.2011 in Berlin

 

 

7. Nächster Termin des Qualitätszirkels am 16.03.2011 im FFZ von 15.-17.00 Uhr.

 

 

 

Gez.: Peter Back

 

 

 


 

Informationen zur Fortbildungsveranstaltung für Erzieherinnen

Im Anschluß an den Ablauf finden Sie die Beiträge der einzelnen Referenten

 

 

 

Unser Seminar hatte folgenden Ablauf haben:

 

9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

 Ein Theorieblock zu den Themen Pädagogik, Finanzierung von Maßnahmen, Elternarbeit, Medizin, Psychologie und Praxisbericht aus einem Kindergarten.

Für die einzelnen Abschnitte stehen ungefähr 20 Minuten Vortragsdauer zur Verfügung. Unterbrochen wird der Block durch eine Kaffeepause.

 12.00 Uhr bis 13.30

Mittagspause zur freien Verfügung

 13.30 bis ca. 17.00 Uhr

Zum Einstieg in die Gruppenarbeit spricht Frau König über das Thema Elternarbeit. Daran schließen sich voraussichtlich drei interdisziplinäre Gesprächskreise an. Hier haben Sie die Möglichkeit Antworten auf Ihre Fragen zu finden.

 14.30 Uhr

Kaffeepause

 15.00 Uhr

 Interdisziplinäre Gesprächskreise (Fortsetzung)

 16.00 Uhr

Abschlusstreffen im Plenum

17.00 Uhr

Ende

 

Für den Theorieblock am Vormittag haben wir Fachexperten aus unserem Arbeitskreis gewonnen, die in einem Impulsreferat kurz zu Inhalten und Möglichkeiten zu verschiedenen Themengebieten aus ihrer Sicht Stellung beziehen.

Herr Grimm von der Fachberatung des Diakonischen Werks hat Kontakt zu Erzieherinnen in Kindergärten hergestellt, die als Einstieg in die Thematik eine Falldarstellung von Kindern mit Verdacht auf Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne hyperkinetischem Verhalten vortragen.

Nach der Kaffeepause sollen sich, je nach Teilnehmerzahl, eine oder mehrere Gesprächgruppen bilden, die von einem interdisziplinären Leitungsteam unseres Arbeitskreises begleitet werden. In diesen Gruppen können  die Erzieherinnen ihre eigenen Fälle, aber auch ihrer eigenen Erfahrungen im Umgang mit Kindern des Formenkreises ADHS einbringen. Da  bei manchen Fragestellungen unterschiedliche Fachkompetenz gefragt ist, werden wir ein kleines Team mit verschiedenen beruflichen Qualifikationen aus unserem Arbeitskreis als Ansprechpartner für die einzelnen Gesprächskreise zur Verfügung stellen.

Ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben. Um unserem Grundsatz, auf eine Fremdfinanzierung zu verzichten, treu bleiben zu können, haben wir für die Finanzierung der Kaffeepausen die Unterstützung durch die Johannes-Diakonie zugesagt bekommen. Die Mittagspause müssen Sie jedoch selbst gestalten.

Das Seminar soll mit einem Kurzevaluationsbogen bewertet werden, um zu erfahren, ob und inwieweit wir Ihre Bedürfnisse nach Information und Austausch erfüllen konnten

 

Zusammenfassungen der Beiträge

 

Gute Kommunikation ist der Schlüssel zur Hilfe für Kinder mit ADHS

Das Netzwerk ADHS im NOK veranstaltete Seminar für Erzieherinnen am Frühförderzentrum Neckarelz

Bei der Aufmerksamkeitsstörung ADHS handelt es sich um ein Handicap für betroffene Kinder, das sich lebenslang auswirkt und vor allem in der Schulzeit große Probleme bereitet. Je früher aber die Problematik erkannt wird und eine zielgerichtete Behandlung stattfinden kann, desto besser sind für die Kinder die Chancen auf eine gesunde emotionale Entwicklung. Aus diesem Grund kommt den Erzieherteams in den Kindergärten eine besondere Verantwortung bei der Früherkennung zu.

Im Rahmen einer Fortbildung für ErzieherInnen informierte am vergangenen Mittwoch der interdisziplinäre Arbeitskreis „Netzwerk ADHS“ im NOK über die medizinischen, pädagogischen und psychologischen Aspekte der Aufmerksamkeitsstörung. Das Netzwerk umfasst Vertreter aller Berufsgruppen, die mit Diagnostik, Therapie und Beratung betroffener Kinder und ihrer Familien befasst sind, also Kinderärzte, Pädagogen, Psychologen, Ergotherapeuten, Heilpädagogen und Eltern.

Dass ADHS in der Presse teils immer noch plakativ als „Modediagnose“ abgestempelt wird, hat die Aufklärung der Öffentlichkeit über die biologischen Ursachen und den Sinn der Behandlung mit Medikamenten stark behindert. Kinderärztin Susanne Herberg stellte daher in ihrem Kurzreferat zunächst die medizinischen Ursachen von ADHS in den Vordergrund: eine umschriebene Störung des Transmitterstoffwechsels führt zu fehlerhafter Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen. In diese biologische Ursachenkette greifen Medikamente ein und können jenen Mangel an Botenstoffen ausgleichen, der letztlich die bekannten Verhaltensprobleme verursacht.

Die psychologischen Aspekte der Symptomatik wurden vom Kinderpsychologen Hubertus Schäfer vom Frühförderzentrum beleuchtet. In seinem Vortrag hob er die Bedeutung einer rechtzeitigen konsequenten Behandlung für die Vermeidung von Spätfolgen wie Depressionen und Angststörungen hervor. Peter Back, Grundschullehrer und Pädagoge am Oberschulamt, berichtete über den oft anstrengenden Schulalltag mit ADHS-Kindern und plädierte besonders für Geduld und viel Humor, Strafen und negativer Druck seien kontraproduktiv.

Anhand eines Fallbeispiels wurde der typische Ablauf einer Diagnostik dargestellt. Nach Feststellung von Auffälligkeiten im Kindergarten war zunächst Fachberater Bernd Grimm vom Diakonischen Werk hinzugezogen, die Beobachtungen des Erzieherteams genau dokumentiert und das Kind der Kinderärztin vorgestellt worden. Die psychologische Betreuung übernahm dann das Frühförderzentrum, eine multimodale Therapie wurde in Abstimmung von Kinderarzt und Psychologen/Ergotherapeuten eingeleitet. In schweren Fällen, bei denen die soziale Integration eines Kindes gefährdet ist, kann auch ein Heilpädagoge hinzugezogen werden. Über diese Art von Hilfen und deren Beantragung informierte Jutta Schüle aus dem Bereich Integrationshilfe des Landratsamtes in ihrem Referat. Als letzten Baustein in der Beratungsarbeit des Netzwerkes ADHS stellte Pia Geimer als Elternvertreterin den Elterngesprächskreis vor, der eine Möglichkeit des ganz privaten und oft tröstlichen Erfahrungsaustausches mit anderen betroffenen Familien bietet.

Auch Ergotherapeutin Gabriele König betonte die in ihrem Bereich besonders wichtige Elternarbeit, die in Form eines Eltern-Coachings die Familien deutlich entlasten kann,

Im Anschluss an die Kurzvorträge entwickelte sich ein reger Austausch zwischen  Teilnehmern und Referenten, wobei auch auf konkrete Fragen aus der Praxis näher eingegangen werden konnte. Klares Fazit: der Schlüssel zu einer erfolgreichen Behandlung von ADHS ist eine funktionierende Kommunikation zwischen Elternhaus, Kindergarten, Schule, Ärzten und Therapeuten. Das Netzwerk warb hier um gute Zusammenarbeit – damit auch ADHS-Kinder eine Chance auf gesunde Entwicklung haben.

 

Elterngesprächskreis AD(H)S

 

Der Gesprächskreis ist ein Angebot für Eltern, die sich zum Thema ADHS mit anderen betroffenen Familien austauschen möchten.

Er funktioniert wie eine Selbsthilfegruppe und unterstützt die Eltern während der Diagnostik und Behandlung ihrer Kinder.

 

Wer ist ganz herzlich eingeladen?

 

 

 

           Was wird besprochen?    

 

 

 

Wann und wo finden die Treffen statt?

 

 

 

Falls Sie Interesse oder Fragen haben, nehmen Sie bitte einfach Kontakt per Mail oder Telefon auf.

 

Ansprechpartnerin:           Pia Geimer

Telefon   06261-673379E-Mail:   stormingbrains@gmx.de

 

 
 

 

 

Protokolle zu vorherigen ADHS-Treffen NOK

 

Lieber Leser, im Anschluss finden Sie das aktuelle Protokoll des Arbeitskreises. Für Ideen und Themenvorschläge sowie konstruktive Kritik ist der Arbeitskreis sehr dankbar. Sie können Sich per E-Mail direkt an mich oder ein Arbeitskreismitglied wenden.

 

Hier können Sie mir eine E-Mail senden.
Jürgen Klenk

 

Protokoll zum Treffen des Netzwerkes ADHS im Neckar-Odenwald-Kreis

 

Regionales Netzwerk ADHS im NOK

Protokoll des Treffens vom 20.1.2010

 

TeilnehmerInnen: Gabriele König, Dr. Carmen Reidel, Pia Geimer, Susanne Herberg, Bernd Grimm, Klaus Roos, Hubertus Schäfer, Jürgen Klenk, Peter Kuhl-Bartholomeyzik, Thomas Bauer, Ralf Baumgärtner, Andreas Grössler, Peter Back, Herr Kußmann, Olaf Zajgla, Dr. Daniel Vater.

 

TOP 1

Begrüßung durch Frau Herberg, Vorstellungsrunde.

 

TOP 2

Frau Herberg stellt die Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) zum Thema ADHS vor. Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden (www.bzga.de)

 

TOP 3

Hauptthema: Informationen zur Eingliederungshilfe §35a. SGB VIII (Hr. Kuhl-Bartholomeyzik)

 

TOP 4

Die Workshop-Inhalte einer Veranstaltung „ADHS im Kindergarten“ sollen in einem Heft der Caritas (Erscheinung Mitte 2010) abgedruckt werden. Bildung einer Subgruppe zur Vorbereitung der Uhrshop Ausarbeitung (Teilnehmer: Herr Grimm, Herr Klenk, Herr Schäfer, Frau Herberg, Frau König). Treffen am 10.3.2010 um 15:00 Uhr im Frühförderzentrum.

 

 

TOP 5

Das nächste Treffen des Netzwerks ADHS findet am 23.6.2010 um 15:00 Uhr im Frühförderzentrum statt.

Thema: Ausarbeitung des Workshops "ADHS im Kindergarten".

 

TOP 6

Frau Herberg informiert über folgende Veranstaltungen:

 

TOP 7

Der Elterngesprächskreis ADHS soll einen Flyer erstellen.

 

 

 

 

 

Weitere Protokolle ...

 


Interessante Links

 

Informationen zu Praxen und Einrichtungen,
die sich am Netzwerk ADHS beteiligen

Häufig gestellte Fragen zum Thema ADS/ADHS
(Hier können Sie auch selbst Fragen stellen!)

Elternseite
(Hier können Sie auch Fragen stellen!)


 

Infomaterial zum Herunterladen:


Power Point Vortrag zum Thema multimodale Therapie im FFZ
(100KB)

Veranstaltungen:
Bericht über den 1. Workshop des ADHS-Netzwerks (2003)
Bericht über den 2. Workshop des ADHS-Netzwerks (2004)
Bericht über den 3. Workshop des ADHS-Netzwerks (2005)

 

 

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