
PRESSEINFORMATION vom 30. Juni 2009
Heidelberg. Die Rhein-Neckar-Werkstätten (RNW) in Heidelberg hatten für ihren Tag der offenen Werkstatt nicht zu viel versprochen: Durch das bunt gemischte Angebot aus Information, Unterhaltung und Mitmach-Aktivitäten der anerkannten Werkstatt für chronisch psychisch kranke Menschen kamen die zahlreichen Besucher in jeder Beziehung auf ihre Kosten.
Bernhard Bentgens, der bekannte Heidelberger Chansonnier, moderierte das Programm im Festzelt und heizte die Stimmung mit musikalischen Einlagen und Konfettiregen an. Der RNW-Chor bot Hits der 70er und 80er Jahre und wurde lautstark zu Zugaben aufgefordert, dem der Chor gerne nachkam. Ein weiteres Highlight war der Auftritt von zwei Tanzpaaren des Tanzsportclubs Grün-Gold Heidelberg, die trotz des tropischen Klimas einen fetzigen Rock’n’roll hinlegten. Die Saunatemperaturen hielten auch den Gewinner des ersten Preises der Verlosung nicht von Luftsprüngen ab: er gewann den von den Spielern der TSG Hoffenheim signierten Fußball. Doch auch weitere attraktive von Kunden und Geschäftspartnern der RNW gestifteten Gewinne wie Schnurlos-Telefone oder eine Mini-Stereoanlage sorgten für Freude bei den glücklichen Gewinnern. Das kulinarische Angebot der RNW-Cateringabteilung kam so gut an, dass kurz vor offiziellem Ende der Veranstaltung nur noch Kuchen zu erhalten war.
Jede Menge Spaß und Action bereiteten Groß und Klein die verschiedenen Geschicklichkeitsspiele im Freien sowie das Torwandschießen. Beim Basteln mit Holz in der Schreinerei konnten die Kleinen ihre handwerklichen Fähigkeiten erproben und ihre Resultate mit nach Hause nehmen.
Mit Staunen registrierten Besucher beim Rundgang durch die Werkstatt das breit gefächerte Spektrum an Dienstleistungen, das in den RNW angeboten und von vielen namhaften Unternehmen der Region genutzt wird. Ob Büroservices, Grünanlagenpflege, Catering, Elektromontage, Montage/Metall oder Schreinerei – in einer Leistungsschau konnten sich die Besucher davon überzeugen, welch professionelle Dienstleistungen dort erbracht werden. „Die Stadt Heidelberg unterstützt die Rhein-Neckar-Werkstätten auch in Zukunft nach Kräften, wenn es darum geht, behinderte Menschen so zu qualifizieren, dass sie produktiv tätig werden können“, versicherte Dr. Joachim Gerner, Bürgermeister für Familie, Soziales und Kultur der Stadt Heidelberg in seinem Grußwort den Mitarbeitenden und dem Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Werkstätten.
Die RNW begannen 1979 mit rund 15 Beschäftigten mit einfachsten Montage- und Schreinerarbeiten. Heute sind dort rund 160 Menschen mit chronisch psychischen Erkrankungen in den Bereichen Catering, Büroservice, Elektromontage, Grünanlagenpflege, Montage/Metall und Schreinerei beschäftigt. Zu den Auftraggebern der Werkstatt gehören namhafte Unternehmen der Region aus unterschiedlichste Branchen. Träger der Rhein-Neckar-Werkstätten gGmbH sind seit Ende 2004 die Johannes-Anstalten Mosbach.
