Johannes-Diakonie Mosbach

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PRESSEINFORMATION vom 20. Juli 2009

Sparkasse Neckartal-Odenwald und Johannes-Anstalten Mosbach weihen Haus für Außenwohngruppe ein

Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in die Stadt Mosbach geht voran

Mosbach. Nur wenige Schritte müssen die Bewohnerinnen und Bewohner der neuen Außenwohngruppe der Johannes-Anstalten Mosbach gehen, und schon können sie am kulturellen Leben im Mittelpunkt der Stadt Mosbach teilhaben: Am 15. Juli übergab die Sparkasse Neckartal-Odenwald als Eigentümer den Johannes-Anstalten Mosbach als Mieter die grundsanierten Häuser für die Außenwohngruppe in der Hauptstraße 73/75 in Mosbach.

Jörg Huber spricht mit den zukünftigen Bewohnern über ihre Hoffnungen, Wünsche und Sorgen

Sparkassendirektor Gerhard Stock, der auch Mitglied des Verwaltungsrates der Johannes-Anstalten ist, begrüßte Michael Jann, Oberbürgermeister von Mosbach und ebenfalls Mitglied des Verwaltungsrates der Johannes-Anstalten, sowie von den Johannes-Anstalten Mosbach: Geschäftsführer Reinhard Adler, Jörg Huber, Geschäftsbereichsleiter Wohnen, Jürgen Roßnagel, Leiter des Fachbereichs 1 Wohnen, sowie weitere Mitarbeitende, Vertreter des Heimbeirates und Bewohner. Stock hieß ebenfalls die für das Bauprojekt Verantwortlichen von der Sparkasse Neckartal-Odenwald, Abteilungsdirektor Clemens Throm und Eberhard Dörr, Leiter der Abteilung Bau und Verwaltung, willkommen. In seiner Begrüßung schloss er namentlich auch die Architekten Franz Huber und Martin Huber sowie Dr. Bernd Parusel ein, der in seiner Praxis für Innere Medizin im Haus auch Patienten aus den Johannes-Anstalten behandelt. Stock sah das Konzept der Johannes-Anstalten, Wohngruppen außerhalb der Komplexeinrichtungen unterzubringen und in die Gemeinden zu integrieren, „als einen richtigen und wichtigen Schritt zum gemeinsamen Leben“ an. Er wünschte „ein langes, angenehmes Mietverhältnis und den Bewohnern ein angenehmes Zuhause“.

Armin Franz und Heinz Hübner nehmen stellvertretend für die 15 Bewohner den Schlüssel entgegen

Mit dem Bezug der Hauptstraße 73/75 ist ein weiterer Schritt der Johannes-Anstalten Mosbach getan, ihre Dienstleistungsangebote ambulant, gemeinde- und wohnortnah auch in Mosbach anzubieten – mit dem Ziel, Bewohner an ein möglichst selbstständiges Leben in der Gemeinde heranzuführen. „Dieses Projekt ist ein gelungenes Beispiel für die künftige Integration und Inklusion der Bewohnerinnen und Bewohner in die Gemeinde“, betonte Adler. Dass das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen für die Einwohner in Mosbach eine Selbstverständlichkeit sei, darauf wies Jann hin. Die Entwicklung des Bauprojektes zeichnete Franz Huber nach: In dieser hätten sich alle Beteiligten hervorragend abgestimmt. Dem stimmte Roßnagel bei einem Rundgang durch das neue Haus ausdrücklich zu und lobte auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Mosbach und dem Liegenschaftsamt.

Gruppenfoto mit Bewohnern und Gästen vor dem HausZuvor hatte Jörg Huber den Bewohnern Armin Franz und Heinz Hübner, der auch Mitglied des Heimbeirates ist, die Gelegenheit gegeben, stellvertretend für alle 15 Bewohner der vier Wohnungen Hoffnungen, Wünsche und Bedenken zu äußern. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, und bei der Frage nach den Bedenken stimmten alle Bewohner laut zu: Diese gebe es nicht. Bei ihnen überwog die Vorfreude, bald in die Hauptstraße umzuziehen. Leicht würden sie sich deshalb vom Haus Brennersmühle und Haus am Berg trennen, wo sie aufgrund ihrer Behinderungen und ihres Alters nicht mehr uneingeschränkt leben können. „Die Bewohner sind jetzt motiviert, schnell ihre Koffer zu packen“, stellte einer ihrer Betreuer, Martin Schneider, fest. Damit die Bewohner gleich Geschmack an ihr neues Zuhause fanden, überreichte Stock symbolisch einen Kuchen in Schlüsselform – den die Bewohner mitnahmen, um ihn mit ihren Mitbewohnern zu teilen. (da)