Johannes-Diakonie Mosbach

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PRESSEINFORMATION vom 5. August 2009

Leiter der Klinikschule der Johannes-Anstalten Mosbach verabschiedet

Karl Braun vermittelte den Schülern: „Schule ist schön!“

Schwarzach. Karl Braun, Leiter der Schule für Kranke an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) der Johannes-Anstalten Mosbach, kurz: Klinikschule, wurde jetzt feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Die Turnhalle der KJPP in Schwarzach als Ort war dafür gut gewählt, denn hier schloss sich für den Sonderschullehrer zum Ende seiner beruflichen Laufbahn der Kreis.

Braun sei es gelungen, Schüler mit oft problematischem Hintergrund zu ermutigen, zu gewinnen und anzuregen, lobte ihn Rudolf Link, Fachbereichsleiter Schulen der Johannes-Anstalten, in der ersten Abschiedsrede. Seine hohe Fach- und Sachkenntnis sowie sein freundliches Wesen haben diesen prädestiniert, Leitungsaufgaben zu übernehmen. Link wies auch auf eine Kuriosität in Brauns Werdegang hin: Obwohl Sport dessen Schwerpunkt im erziehungswissenschaftlichen Studium vor evangelischer Theologie und Mathematik war, habe dieser nie eine Stunde Sportunterricht erteilt.

Reinhard Adler, Geschäftsführer der Johannes-Anstalten, dankte Braun dafür, dass dieser in 34-jähriger Tätigkeit die Klinikschule zielstrebig weiterentwickelt habe. „Ich lasse sie als Mensch und Persönlichkeit nur ungern ziehen – wenn auch das Fachliche und Menschliche von Ihnen bleiben wird“, wandete er sich Braun zu.

Dr. Karsten Rudolf, Chefarzt der KJPP, wies auf die gute und notwendige Verzahnung der KJPP und der Klinikschule hin, und diese Verknüpfung lag auch in den Händen von Braun.

An frühe Tage erinnerte Mitarbeitervertreterin Christine Müller: Braun habe auch handwerkliche Aufgaben bei den Geschicklichkeits-Turnieren der KJPP ausgezeichnet gelöst.

Pfarrerin Erika Knappmann, die Braun von seinem Beruf entpflichtete, gab ihm mit der Lebensgeschichte des hoch betagten Abraham auf den Weg: „Gotte geht überall hin mit“. Auf Braun würden neue Aufgaben und Perspektiven warten.

Die Erfahrung vor alle Weisheit stellte Dr. Otto Kutschera, früherer und erster Chefarzt der KJPP. Dass aber Braun sowohl die Erfahrungen der Vergangenheit als auch die Zukunftsweisheiten bewegten, wurde in seiner emotionalen Abschiedsrede deutlich: Er erinnerte an die Worte Kurt Rothers, früherer Direktor der Johannes-Anstalten: „Ich wünsche, dass sich die Mitarbeitenden wohl fühlen, damit es auch den Bewohner gut geht“. Daraus habe er die Einstellung zu seinem Auftrag abgeleitet und an die Lehrkräfte weitergegeben. Sein Anliegen sei gewesen, Schülern die Erfahrung zu ermöglichen: „Schule ist doch schön.“

Besinnlichkeit auf musikalische Weise weckte der Gesang von Nicole Reimann, die von Bernadette Karl am Keyboard begleitet wurde. Franziska Böhme und Arnold Baumbusch verbanden mit Querflöte und Klarinette die Reden. Stimmungsaufheller war der musikalische Abschluss des Kollegiums: „Nun KJPP – ich sag Adé“, hieß es im dargebotenen Lied. Michaela Koch, zukünftige Leiterin der Klinikschule, gab stellvertretend für das Team dem scheidenden Sonderschullehrer ein Entspannungs- und Wohlfühlpaket mit in den Ruhestand.

Von Braun verabschiedeten sich bei abschließendem Sekt mit Kanapees ebenfalls: Theo Haaf, Bürgermeister von Schwarzach, Kollegen des Gemeinderates Eberbach und von den Johannes-Anstalten Mosbach: Dr. Alexander Vater, Stellvertreter des Geschäftsführers und Fachbereichsleiter Gesundheit, Hermann-Josef Mönikes, Koordinator im Fachbereich Gesundheit, Jörg Huber, Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen und zukünftiges Vorstandsmitglied, sowie Mitarbeitende der KJPP und der Klinikschule. (da)

Beim Abschied von Karl Braun im Gespräch (v.li.): Pfarrerin Erika Knappmann, Karl Braun, Geschäftsführer Reinhard Adler und Dr. Otto Kutschera.

Vor der KJPP in Schwarzach beim Abschied (v.li.): Jörg Huber, Erika Knappmann, Hermann-Josef Mönikes, Dr. Otto Kutschera, Gattin Ilona Braun, Christine Müller, Karl Braun, Dr. Karsten Rudolf, Reinhard Adler, Michaela Koch, Dr. Alexander Vater, Rudolf Link und Theo Haaf.