Johannes-Diakonie Mosbach

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PRESSEINFORMATION vom 6. August 2009

Bewohner der Johannes-Anstalten Mosbach Neubürger in Aglasterhausen

Außenwohngruppe ermöglicht gemeinde- und wohnortnahe Integration von Menschen mit Behinderung

Aglasterhausen. Bei der jetzigen Einweihung der neuen Außenwohngruppe der Johannes-Anstalten Mosbach in Aglasterhausen deutet Uwe Jakob vom Balkon in die nähere Nachbarschaft: „Hier ist der Schuhladen und die Metzgerei. Das dort drüben ist eine Buchhandlung. Bank und Drogerie sind gleich um die Ecke, und die Straße runter ist der Supermarkt. Auch der Weg zur Arbeit ist nicht weit.“ Uwe Jakob gehört zu den 21 Bewohnerinnen und Bewohnern der Johannes-Anstalten, die in wenigen Tagen in die Hauptstraße 40 einziehen werden. Das Gebäude hält für sie nicht nur auf vier Etagen neun Wohnungen bereit, sondern vor allem: als Menschen mit Behinderung die Aussicht auf ein normales und selbstbestimmtes Leben in der Gemeinde.

Mit diesem Wunsch eröffnete auch Ingrid Longerich, neben ihrem Mann Rainer Longerich Bauherrin und Vermieterin, die Einweihungsreden: „Die Bewohner der neuen Außenwohngruppen hier im Hause sollen sich wohl fühlen und sich in unseren Heimatort Aglasterhausen integrieren können.“ Reinhard Adler sah hier die Konzeption gemeinde- und wohnortnaher sowie mit weniger Betreuung möglicher Angebote für Menschen mit Behinderung verwirklicht. Dem Geschäftsführer der Johannes-Anstalten Mosbach war nicht nur die Eingliederung der Bewohner in die kommunale Gemeinde ein wichtiges Anliegen, sondern auch die in die kirchliche Gemeinde. Deshalb freute er sich auch, Pfarrer Helmut Löffler begrüßen zu können. Reinhard Adler sieht in seiner Rede vor Gästen mit der Außenwohngruppe in Aglasterhausen die Konzeption der dezentralen und ambulanten Begleitung von Menschen mit Behinderung verwirklicht.Dass Menschen mit Behinderung zum gemeinschaftlichen Leben in Aglasterhausen längst dazugehörten, darauf wies Bürgermeister Erich Dambach hin. Dies zeige sich etwa in den Vereinen und beim jährlichen Frühlingsfest der Freiwilligen Feuerwehr: Bewohner der Johannes-Anstalten Mosbach seien treue Fans der Feuerwehrkapelle, berichtete er. Er lud die Bevölkerung von Aglasterhausen ein, auch die neuen Mitbürger in die Gemeinschaft aufzunehmen. Jürgen Roßnagel, Leiter des Fachbereichs 1 Wohnen der Johannes-Anstalten, sah in Aglasterhausen beste infrastrukturelle Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben der Bewohner – wie es Uwe Jakob vom Balkon aus bestätigt hatte. Mit dem abgestuften Wohn- und Betreuungsangebot sei ein wichtiger Schritt getan, dass Menschen mit Behinderung ihren Lebensmittelpunkt in Gemeinden finden.

In Aglasterhausen haben sich die Bewohner der Johannes-Anstalten schon darauf eingestellt: Günther Rettinger etwa war immer wieder gespannt an der Hauptstraße 40 vorbeigelaufen, um die Bauentwicklung zu beobachten. Inzwischen haben die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner bereits Namensschilder an den Türen befestigt. Am 12. August ist es so weit: Dann werden die neuen Bürger von Aglasterhausen in ihrem neuen Zuhause die Kartons auspacken.

Stießen mit O-Saft auf dem Balkon ihres neuen Heims an (v.li.): die zukünftigen Bewohner Bernhard Groß, Angela Christianson und Günther Rettinger.

Darauf stießen sie mit den Gästen bei der Einweihungsfeier an, zu denen auch Architekt Arno Seeber sowie von den Johannes-Anstalten Mosbach gehörten: Jörg Huber, Geschäftsbereichsleiter Wohnen, Dr. Peter Rösinger, ehemaliger Geschäftsbereichsleiter Wohnen, Dr. Helmut Müller, Leiter des Servicebereichs, Heimbeirätin Carolin Filipp sowie Leitungskräfte und Mitarbeitende. (da)