
PRESSEINFORMATION vom 11. September 2009
Mosbach. Ein Kennenlernbesuch war es nicht. Ihr Beruf als Sonderschullehrerin brachte bereits mehrere Berührungspunkte mit den Johannes-Anstalten Mosbach mit sich. Nun stellte sich Kreisrätin Christine Denz dort als Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis Odenwald-Tauber vor. In einem intensiven Gespräch mit Geschäftsführer Reinhard Adler, gemeinsam
mit Barbara Klein, Kreisvorstandsmitglied der Grünen und Fraktionsvorsitzende der Alternativen Liste Mosbach , wurden aktuelle Probleme, Fragestellungen und Forderungen an die Bundespolitik erörtert.
Starkes Interesse zeigten die Besucherinnen vor allem an der Dezentralisierungsstrategie der Einrichtung. Sie erfuhren dabei unter anderem, dass die wenigsten Probleme dort auftreten, wo das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung bereits tradiert ist. Andernorts müsse viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Hellhörig wurde Christine Denz, als sie erfuhr, dass Baden-Württemberg bei den Ausgaben für die Eingliederungs- bzw. Behindertenhilfe bundesweit an zweitletzter Stelle steht.
Breiten Raum im Gespräch nahm der „Grüne Neue Gesellschaftsvertrag“ ein. Nicht wenige gemeinsame Positionen wurden festgestellt. Einig war man sich z.B. darin, dass Bemühungen um die Inklusion von behinderten Menschen nicht zur Kostensenkung dienen dürfen und können. Konsens herrschte auch bei der angestrebten „Schule für Alle“. Geschäftsführer Adler mahnte vor allem das Schließen von Lücken im Zwölften Sozialgesetzbuch an, „damit Menschen mit Behinderungen nicht in die Hartz IV-Falle tappen.“ Zudem vermisste er ein integriertes Programm für alle Benachteiligten. In vielen Punkten verwies Christine Denz auf das Wahlprogramm ihrer Partei mit konkreten Finanzierungsvorschlägen.