Johannes-Diakonie Mosbach

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PRESSEINFORMATION vom 9. Januar 2007

Neuropsychiatrische Klinik lädt wieder
Angehörige psychisch Kranker ein

Angehörigengruppe trifft sich an jedem dritten Dienstag im Monat

Mosbach. Zum nächsten Treffen der Angehörigengruppe unter Leitung von Dipl.-Psychologin Renate Reber und Stationsarzt Wolfram Weiß lädt die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach Angehörige psychisch kranker ehemaliger und anderer Patientinnen und Patienten ein. Es findet statt am Dienstag, 16. Januar, von 15 bis 17 Uhr im Besprechungsraum der Neuropsychiatrischen Station, Zimmer 310 im dritten Stock der Klinik. Die weiteren Treffen sind jeden dritten Dienstag im Monat.

Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über verschiedene Krankheitsbilder (Depressionen, Schizophrenie, Borderline-Störungen…) und den Umgang mit psychisch Erkrankten. Die Gruppe ist jederzeit für neue Mitglieder, für Jung und Alt, offen. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 06261/88-300, Sekretariat der Klinik.


PRESSEINFORMATION vom 15. Januar 2007

Kunst in der Psychiatrie

Ausstellung in der Johanneskirche wird am kommenden Sonntag eröffnet

Mosbach. „Kunst in der Psychiatrie“ ist der Name eines Projektes, das seit gut einem halben Jahr in der Neurologisch-Psychiatrischen Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach läuft. Zweimal wöchentlich kommt Farbe ganz fühlbar ins Leben der Patientinnen und Patienten der Station für intelligenzgeminderte Menschen. Die Sozialpädagogin und Maltherapeutin Katja Stoll malt mit ihnen in der Kleingruppe oder in Einzelbetreuung.

Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind nun in einer Ausstellung zu sehen, die vom 21. Januar bis 18. Februar 2007 in der Johanneskirche gezeigt wird. Präsentiert werden bemerkenswerte Bilder, die mit diversen Materialien entstanden sind, durch Miró angeregte Bilder, Gemeinschaftsbilder und Bilder zum Gottesdienstthema.

Kreatives Gestalten eröffnet eine Möglichkeit, sich ohne Worte mitzuteilen, sich auf dem Papier auszuprobieren und neue Schritte zu wagen. Verschiedene Materialien, Techniken und Themen unterstützen diesen Prozess. Die Arbeit mit Farben und Formen spricht über die Sinne den ganzen Menschen an, ist körperlich, geistig und seelisch erfahrbar, ein sinnliches und Sinn-gebendes Erlebnis.

„Kunst in der Psychiatrie“ bringt mit fließenden und anderen Farben den Gestaltungswillen und die Lebenskraft wieder in Fluss und ermöglicht die Überwindung von Mauern der Krankheit und Isolation durch vielfältige Begegnungen: mit sich selbst, mit dem Material, mit Kunstwerken, mit anderen Menschen. Das Projekt wird mit Spendenmitteln der „Aktion Opferwoche“ der Diakonie finanziert.

Zur Ausstellungseröffnung am kommenden Sonntag, 21. Januar, um 10.30 Uhr im Gottesdienst in der Johanneskirche sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Die Ausstellung ist dann montags bis freitags von 8 bis 10.30 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.


PRESSEINFORMATION vom 15. Januar 2007

Kuchenverkauf für schöneres Klassenzimmer

Stand der Johannesberg Schule am Samstag in der Fußgängerzone

Mosbach. Einigen Erfindungsreichtum für die Verschönerung ihres Klassenzimmers zeigt die Mittelstufenklasse 1 der Johannesberg Schule: Am Samstag, 20. Januar, von 9 bis 13 Uhr werden die Schülerinnen und Schüler selbstgebackenen Kuchen verkaufen. Der Stand befindet sich neben Kindlers Buchhandlung in der Fußgängerzone.

Der Erlös wird komplett für die Gestaltung des Klassenzimmers eingesetzt.


PRESSEINFORMATION vom 16. Januar 2007

Gewaltszenen auf der Bühne

Stuttgarter „Wilde Bühne“ im Rahmen der Gewaltprävention zu Gast im Berufsbildungswerk der Johannes-Anstalten Mosbach

Mosbach. Turbulent wird es am Mittwoch, 24. Januar, von 9.30 bis 11.30 Uhr in der Aula des Berufsbildungswerks (BBW) der Johannes-Anstalten Mosbach zugehen. Die „Wilde Bühne“ aus Stuttgart ist zu Gast und wird mit so genanntem „Forum Theater“ einen nicht alltäglichen Beitrag zur Gewaltprävention leisten.

***

Was ist FORUM THEATER?

(Auszug aus dem Arbeitsheft FORUM THEATER der Wilden Bühne Stuttgart:)

„…in der Präventionsarbeit geht es darum, aufzuzeigen, dass es in bestimmten Situationen mehr als eine Lösung gibt. Die Zuschauer werden aufgefordert, eine Szene zu betrachten, sich Gedanken zum Verhalten des Protagonisten zu machen, einen eigenen Lösungsvorschlag selbst auf der Bühne zu spielen und dessen Wirkung zu erleben. Zunächst wird das Publikum mittels eines Moderators über den Ablauf der Veranstaltung informiert. Die Krise einer Person wird in kurzen Szenen dargestellt und am Höhepunkt der Entwicklung abgebrochen. Nun werden die Beteiligten gefragt, wie sie die Szene erlebt haben.

Das Publikum darf nun in die Diskussion einsteigen und seine Vorschläge präsentieren. Ziel ist es, verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, die Schauspieler improvisieren zusammen mit dem Publikum und werden anschließend nochmals befragt, wie die Szene nun aus ihrer Sicht gelaufen ist. Bevor die Szenen beginnen, werden die Zuschauer mittels einfacher Übungen aufgewärmt, treten miteinander und den Moderatoren in Kontakt. Damit wir die Kluft zwischen Bühne und Publikum und zwischen den einzelnen Zusehern überwunden

FORUM THEATER dient dazu, jeder Person die hohe Zahl an Handlungsmöglichkeiten zu verdeutlichen, über die wir verfügen. Es ermutigt, in Krisenzeiten aus den vorprogrammierten Verhaltensmustern auszusteigen und neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von Ideen ist verboten, hier ist der Moderator angehalten, eine Szene gegebenenfalls abzubrechen.

Abgerundet wird die etwa zweistündige Veranstaltung mit einer letzten Diskussionsrunde…“

***

Das Kollegium der Sonderberufsschule des BBW wird das Forum Theater im Rahmen des Schulunterrichtes nachbereiten.

Die Schauspieler der „Wilden Bühne Stuttgart“ sind ehemalige Drogenabhängige, die im Rahmen der Sucht- und Gewaltprävention Theaterarbeit anbieten. Sie werden von Theaterpädagogen und gegebenenfalls Suchttherapeuten begleitet und wirken aufgrund ihrer lebensgeschichtlichen Erfahrungen sehr authentisch.


PRESSEINFORMATION vom 19. Januar 2007

Kinder- und Jugendpsychiatrische
Institutsambulanz feiert nun offizielle Eröffnung

Ambulantes Versorgungsangebot in Schwarzach wird schon jetzt dankbar angenommen

Schwarzach. Schon jetzt wird die Kinder- und Jugendpsychiatrische Institutsambulanz, ein neues ambulantes Versorgungsangebot am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach, gut angenommen. Am Sonntag, 28. Januar 2007, findet von 14 bis ca. 17 Uhr die offizielle Eröffnungsfeier der kurz KJPIA genannten Abteilung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) statt. Alle Interessierten sind dazu eingeladen.

Begrüßt werden die Gäste durch Dr. Alexander Vater, Leiter des Geschäftsbereichs Beschäftigung und Gesundheit der Johannes-Anstalten. Dr. Karsten Rudolf, Leiter der Klinik, wird einen kurzen Überblick über die bisherige Entwicklung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen in der Region und darüber hinaus geben. Sein Thema wird lauten: „Kinder in Deutschland – eine Risikogruppe?!“

Der neue Leiter der Institutsambulanz, Dr. Dieter Appel, wird Team und Konzept der Institutsambulanz vorstellen: „KJPIA – ein niederschwelliges Angebot für die Region.“ Chefarzt Dr. Rudolf wird anschließend einen Überblick über die Geschichte der Klinik geben: „35 Jahre KJPP Schwarzacher Hof“ und zu einer Führung durch das Haus einladen.

Bereits vier Monate nach Eröffnung der KJPIA erfreut sich die Ambulanz eines regen Zuspruchs. Zum Team gehören ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, eine Diplompsychologin, zwei Heilpädagoginnen und zwei Kinderkrankenschwestern. Es steht ein umfassendes psychiatrisches, psychologisches und heilpädagogisches diagnostisches und therapeutisches Leistungsangebot aus einer Hand zur Verfügung. Der Zugang erfolgt mittels Überweisung durch niedergelassene Ärzte.

Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und deren Familien mit schweren Entwicklungs- und Lernstörungen, ADHS, Störungen des Sozialverhaltens, emotionalen Störungen, geistiger Behinderung mit Verhaltensstörungen, Traumatisierung und Sucht. Hierfür werden Einzel- und Gruppenangebote vorgehalten und Spezialsprechstunden entwickelt.

Wichtig ist dem Team eine gute Vernetzung mit externen Kooperationspartnern, wie niedergelassene Kinder-, Jugend-, Fach- und Hausärzten, umliegenden Fachambulanzen und Kliniken, Beratungsstellen, Einrichtungen der Jugendhilfe, Kindergärten, Schulen usw. Auf diese Weise kann frühzeitig interveniert und oft auch eine stationäre Behandlung vermieden werden. Auch eine nachstationäre Behandlung wird gewährleistet durch einen engen Austausch mit der Klinik im Hause. Ziel der Arbeit ist es, die Sicherstellung einer gesunden Entwicklung der jungen Menschen und eine gute soziale Integration zu erreichen.

Die Institutsambulanz ist werktags von 8 bis 16.45 Uhr unter Tel. 06262/22-732 zu erreichen.


PRESSEINFORMATION vom 30. Januar 2007

KJPIA wird hervorragend angenommen

Neues ambulantes Versorgungsangebot am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten wurde offiziell eröffnet

Schwarzach. Schon lange vor ihrer offiziellen Einweihung am vergangenen Sonntag, 28. Januar, wurde die Kinder- und Jugendpsychiatrische Institutsambulanz am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach hervorragend angenommen. Als niederschwelliges Angebot für die Landkreise Neckar-Odenwald, Rhein-Neckar und Main-Tauber bildet die kurz KJPIA genannte neue Abteilung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) einen weiteren wertvollen Baustein in der psychiatrischen Versorgung der Bevölkerung.

Dr. Alexander Vater, Leiter des Geschäftsbereichs Beschäftigung und Gesundheit, begrüßte viel Prominenz zur Eröffnungsfeier, darunter den Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Joseph, Landrat Dr. Achim Brötel, den Mosbacher Oberbürgermeister Michael Jann, den Schwarzacher Bürgermeister Theo Haaf sowie zahlreiche Vertreter benachbarter Kliniken und Einrichtungen.

Karl-Heinz Joseph gratulierte den Johannes-Anstalten herzlich zur Erweiterung ihres Angebotes. Dass dieses dringend geboten ist, unterstrich Landrat Dr. Brötel. Noch immer würden psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen häufig überhaupt nicht wahrgenommen, falsch gedeutet oder, was wohl das Schlimmste sei, gezielt verdrängt. Fünf Monate nach seinem eigentlichen Start habe sich das interdisziplinäre Team der KJPIA bereits einen hervorragenden Ruf verschafft. »Die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen nimmt zu«, unterstrich auch OB Michael Jann die Wichtigkeit des neuen Angebotes. Seit 35 Jahren leiste die KJPP am Schwarzacher Hof hervorragende Arbeit, lobte Bürgermeister Theo Haaf.

Dr. Karsten Rudolf, Chefarzt der Klinik, gab einen kurzen Überblick über die bisherige Entwicklung der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen in der Region und darüber hinaus. »Kinder in Deutschland – eine Risikogruppe?!«, lautete sein bewusst provokant überschriebenes Thema.

Der neue Leiter der Institutsambulanz, Dr. Dieter Appel, stellte Team und Konzept der KJPIA vor. Zum Team gehören ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, eine Diplompsychologin, zwei Heilpädagoginnen und zwei Kinderkrankenschwestern. Es steht ein umfassendes psychiatrisches, psychologisches und heilpädagogisches diagnostisches und therapeutisches Leistungsangebot aus einer Hand zur Verfügung. Der Zugang erfolgt mittels Überweisung durch niedergelassene Ärzte. Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und deren Familien mit schweren Entwicklungs- und Lernstörungen, ADHS, Störungen des Sozialverhaltens, emotionalen Störungen, geistiger Behinderung mit Verhaltensstörungen, Traumatisierung und Sucht. Hierfür werden Einzel- und Gruppenangebote vorgehalten und Spezialsprechstunden entwickelt.

Wichtig ist dem Team eine gute Vernetzung mit externen Kooperationspartnern, wie niedergelassene Kinder-, Jugend-, Fach- und Hausärzte, umliegenden Fachambulanzen und Kliniken, Beratungsstellen, Einrichtungen der Jugendhilfe, Kindergärten, Schulen usw. Auf diese Weise kann frühzeitig interveniert und oft auch eine stationäre Behandlung vermieden werden. Auch eine nachstationäre Behandlung wird gewährleistet durch einen engen Austausch mit der Klinik im Hause. Ziel der Arbeit ist es, die Sicherstellung einer gesunden Entwicklung der jungen Menschen und eine gute soziale Integration zu erreichen.

Die Institutsambulanz ist werktags von 8 bis 16.45 Uhr unter Tel. 06262/22-732 zu erreichen.


PRESSEINFORMATION vom 2. Februar 2007

Ab Montag bei den Winter Games in Oberhof

Schwarzbach Schüler krönen ihre Skifreizeit in Osttirol – Begegnung mit den deutschen Biathlondamen

Schwarzach. Seit 1996 fährt die Schwarzbach Schule am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach regelmäßig ins Ski-Schullandheim. Die teilnehmenden Schüler werden von speziell ausgebildeten Lehrkräften unterrichtet und erleben das Ausüben ihrer Sportart als über alle Maßen positiv. Schon bald nach den Sommerferien fiebern sie ihrem persönlichen Höhepunkt des Schuljahres entgegen. Er wird nun gekrönt mit der Teilnahme an den am Montag beginnenden Special Olympics National Winter Games in Oberhof/Thüringen.

Seit zehn Jahren fährt man nun schon nach Obertilliach in Osttirol. Die Menschen in dem kleinen sympathischen Dorf kennen die Schwarzacher mittlerweile schon gut, und die Schüler fühlen sich dort sehr wohl. Es sind schon Beziehungen gewachsen zum „Sepp vom oberen Lift“ oder „der Cornelia in der Schihütte“. Das macht auch den ganz besonderen Reiz des integrativen Projekts aus – die selbstverständliche Teilhabe am Skizirkus mit Nichtbehinderten. Sei es auf Piste und Loipe, in der Warteschlange am Schlepplift oder an der Selbstbedienungstheke in der Conny-Alm: Die Schüler erleben sich als gleichwertiges Mitglied  in der Gemeinschaft der Wintersportler.

Daneben steht natürlich der sportliche Aspekt im Mittelpunkt. Über 50 geistig- und lernbehinderte Schüler haben in diesen Jahren die Disziplinen Ski alpin und Skilanglauf erlernt. An fünf aufeinander folgenden Tagen treiben die Schüler bis zu fünf Stunden Sport in einer für sie völlig neuen Sportart. Die Lehrer und auch die örtlichen Skilehrer in Obertilliach sind immer wieder erstaunt über die schnellen Lernerfolge mancher Talente, die schon oft nach wenigen Stunden alleine im Schlepplift fahren und sturzfrei ihre ersten Abfahrten meistern.

Die Orientierung in einer neuen Umgebung – der Weg vom Ferienhaus zum Skilift und zurück oder der Gang zum Bäcker oder zum Milchbauern – und die tägliche Mithilfe bei der Selbstversorgung im Ferienhaus sind nur zwei von vielen weiteren lebensnahen Lerninhalten, die eine solche Skifreizeit bietet.

In der letzten Januarwoche war es wieder soweit. 18 Schüler, darunter acht Neulinge, verbrachten eine erlebnisreiche Woche in Osttirol und hatten dort bei 80 Zentimeter Neuschnee sehr gute Bedingungen. Höhepunkte waren die Teilnahme am Skirennen der örtlichen Schischule und eine Begegnung mit den deutschen Biathlon-Damen, die sich zur Vorbereitung auf die WM in Obertilliach aufhielten.

Als Trainingslager diente die Skifreizeit in diesem Jahr auch für einige Schüler. Denn nun wartet bereits das nächste Highlight auf die eher sportlich ambitionierten Skifahrer: die Teilnahme an den Special Olympics National Winter Games vom 5. bis 9. Februar in Oberhof/Thüringen. Mit viel Einsatz wollen die Lehrer der Schwarzbach Schule den Wintersportlern dieses sicher einzigartige Erlebnis ermöglichen und haben eine neunköpfige Mannschaft für die Sportarten Ski alpin und Skilanglauf angemeldet.

Stichwort

Special Olympics International ist weltweit die größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung. Für die ca. 500 Teilnehmer und rund 150 Betreuer aus ganz Deutschland und aus europäischen Nachbarstaaten sollen die National Winter Games zum unvergesslichen Erlebnis werden. Eingeladen sind Sportlerinnen und Sportler aller Leistungsniveaus, die seit Jahren in ihrer Sportart trainieren.

Bereits im Sommer 2006 war eine Mannschaft vom Schwarzacher Hof bei den Sommerspielen in Berlin und erzielte im Radfahren, Schwimmen, Tischtennis und Boccia schöne Erfolge. Ziel der Veranstalter ist, „… jedem Teilnehmer entsprechend seines aktuellen und individuellen Vermögens eine erfolgreiche und freudvolle Teilnahme an den National Games zu ermöglichen.“


PRESSEINFORMATION vom 12. Februar 2007

Neuropsychiatrische Klinik lädt wieder
Angehörige psychisch Kranker ein

Angehörigengruppe trifft sich ausnahmsweise erst am 27. Februar

Mosbach. Zum nächsten Treffen der Angehörigengruppe unter Leitung von Dipl.-Psychologin Renate Reber und Stationsarzt Wolfram Weiß lädt die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach Angehörige psychisch kranker ehemaliger und anderer Patientinnen und Patienten ein. Wegen Fasching findet es ausnahmsweise erst am Dienstag, 27. Februar, von 15 bis 17 Uhr im Besprechungsraum der Neuropsychiatrischen Station, Zimmer 310 im dritten Stock der Klinik. Die weiteren Treffen sind dann wieder an jedem dritten Dienstag im Monat.

Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über verschiedene Krankheitsbilder (Depressionen, Schizophrenie, Borderline-Störungen etc.) und den Umgang mit psychisch Erkrankten. Die Gruppe ist jederzeit für neue Mitglieder, für Jung und Alt, offen. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 06261/88-300, Sekretariat der Klinik.


PRESSEINFORMATION vom 14. Februar 2007

Schwarzbach Schüler gaben mutig ihr Bestes

Mannschaft vom Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach holte zahlreiche Medaillen bei den Special Olympics National Winter Games in Oberhof

Schwarzach/Oberhof. „Lasst mich gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben!“ Das ist der Eid der Special Olympics National Wintergames, zu denen sich in der vergangenen Woche rund 500 Sportlerinnen und Sportler mit geistiger und Mehrfachbehinderung aus ganz Deutschland in Oberhof/Thüringen einfanden, um sich in den Sportarten Ski alpin, Snowboard und Langlauf zu messen. Unter ihnen eine Schülermannschaft vom Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach.

Die Mannschaft der Schwarzbach Schule hatte sich, wie berichtet, im Trainingslager in Obertilliach auf dieses sportliche Großereignis vorbereitet. Am ersten Tag fanden die Klassifizierungswettbewerbe statt: Die Einteilung in unterschiedliche Leistungsgruppen bei den Special Olympics ist der markanteste Unterschied zu anderen Sportorganisationen. Bei den Special Olympics hat jeder Athlet in seiner Leistungsgruppe die Chance, zu gewinnen.

Am Abend folgte unter freiem Himmel im Kurpark Oberhof die Eröffnungsfeier zu den National Winter Games. Eisschnelllaufweltmeisterin und TV-Moderatorin Franziska Schenk führte durch die Veranstaltung. Das feierliche olympische Zeremoniell begann mit dem Einmarsch der rund 500 Athleten, die von ihren jeweiligen Landesvorständen und Sportpaten angeführt wurden. Das Hissen der Special-Olympics-Fahne und das Entzünden des olympischen Feuers waren für alle Teilnehmer sehr stimmungsvolle Momente.

Zu den Wettkämpfen am Mittwoch und Donnerstag kehrte dann tatsächlich der Winter nach Oberhof zurück. Bei teilweise kräftigem Schneefall gingen die Alpinen im Riesenslalom ins Rennen. Dabei erreichte Christian Hahn nach fehlerfreiem Lauf unter 37 Startern die schnellste Zeit und gewann die Goldmedaille in seiner Leistungsgruppe. Rico Himmelmann holte in der Leistungsgruppe 3 eine Silbermedaille und hatte am Ende, wenn man die starken österreichischen und italienischen Läufer nicht mitzählt, nur ganze sechs deutsche Läufer der stärksten Kategorie vor sich. Auch Sascha Geiß und Alexander Foshag zeigten tolle Leistungen und wurden mit Medaillen belohnt.

Im Langlauf gingen die Schüler der Schwarzbach Schule im Ein- und im Drei-Kilometer-Rennen an den Start. Dabei errang Patrick Giebel zweimal Silber, und auch Mike Burkhardt erkämpfte sich die Silbermedaille in seiner Leistungsgruppe.

Den Höhepunkt bildete jedoch das abschließende Staffelrennen. Bei starkem Schneetreiben lieferte das Schwarzacher Quartett mit Klaus Wolter, Patrick Giebel, Mike Burkhardt und Ralph Schüller ein spannendes Rennen und errang nach einer tollen Aufholjagd am Ende die Silbermedaille in der Leistungsgruppe 2. Die Wettbewerbe wurden zwar durch den ständigen Schneefall erschwert. Doch trotz allem hatten die Athleten ihre Freude an den Wettbewerben und feierten ihre Erfolge mit ihren Konkurrenten auf den Siegerehrungstribünen.

Im verschneiten Oberhof gingen die National Winter Games mit der feierlichen Abschlusszeremonie zu Ende. Klaus Spies, Vorsitzender von Special Olympics Thüringen und des Organisationskomitees, bedankte sich bei allen Volunteers, ohne deren Unterstützung die National Winter Games nicht hätten stattfinden können. Die Fahne wurde feierlich eingeholt, im Anschluss erlosch das olympische Feuer. Die Volunteers ließen 200 Luftballons mit Knicklichtern in den Himmel steigen, die vielleicht in Richtung des nächsten Austragungsorts der National Winter Games 2009 davonflogen. Dieser stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.

Bei der anschließenden Open-Air-Party machten die Sportler auch als Tänzer eine gute Figur. Die Tage von Oberhof werden den Schülern der Schwarzbach Schule noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Steffen Frey


PRESSEINFORMATION vom 27. Februar 2007

Europaabgeordnete zu Besuch

Evelyne Gebhardt lernte Werkstätten und Wohngruppe kennen

Mosbach. Zwei Stunden lang war am Freitag, 23. Februar, die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt Gast der Johannes-Anstalten Mosbach. Die SPD-Politikerin besichtigte die Mosbacher Werkstätten und besuchte eine Wohngruppe. Begleitet wurde sie unter anderem von MdL Karl-Heinz Joseph, SPD-Landesvorstandsmitglied Gabi Teichmann, dem Vorsitzenden des SPD-Kreisverbands Neckar-Odenwald, Jürgen Graner, und dem europapolitischen Sprechers der Kreis-SPD, Helmut Sperling.

Geschäftsführer Reinhard Adler hieß die Gäste herzlich willkommen. Werkstattleiter Sebastian Stadtmüller erläuterte die Arbeitsabläufe in den Mosbacher Werkstätten, in denen 500 Menschen mit Behinderungen beschäftigt sind. Diese hatten für die Europapolitikerin bereitwillig eine „Sonderschicht“ in Kauf genommen und ließen sich bei der Arbeit gerne über die Schulter schauen. Wohnbereichsleiter Konrad Kaiser führte die Besucher durch eine Wohngruppe im Haus „Hase“, wo den Gästen die trotz des hohen Sanierungsbedarfs des Hauses herrschende individuelle Wohnatmosphäre gefiel.

In der anschließenden Gesprächsrunde würdigte Geschäftsführer Adler Evelyne Gebhardts erfolgreiches Engagement gegen das Herkunftslandprinzip in der umstrittenen EU-Dienstleistungsrichtlinie, das, so seine Worte, auch für die Johannes-Anstalten „der Horror“ gewesen wäre. Er erläuterte die schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen und umriss das Ambulantisierungs- und Dezentralisierungskonzept des diakonischen Unternehmens. Vor allem wünsche man sich einen stärkeren Kommunalverband als Verhandlungspartner.

MdL Karl-Heinz Joseph versprach, sich für eine Rahmenrichtlinie des Landes stark zu machen und sicherte auch Unterstützung für ein von den Johannes-Anstalten geplantes binnendifferenziertes Pflegeheim zu. Hilfestellung mehr ideeller Natur stellte Evelyne Gebhardt in Aussicht: Sie möchte Werke aus dem Kunst-Werk-Haus am Schwarzacher Hof im Europäischen Parlament in Straßburg ausstellen. Mit herzlichem Dank für zwei informative Stunden und einer Würdigung der Arbeit der Johannes-Anstalten verabschiedeten sich die Gäste.


PRESSEINFORMATION vom 12. März 2007

Neuropsychiatrische Klinik lädt wieder
Angehörige psychisch Kranker ein

Angehörigengruppe trifft sich an jedem dritten Dienstag im Monat

Mosbach. Zum nächsten Treffen der Angehörigengruppe unter Leitung von Dipl.-Psychologin Renate Reber und Stationsarzt Wolfram Weiß lädt die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach Angehörige psychisch kranker ehemaliger und anderer Patientinnen und Patienten am Dienstag, 20. März, ein. Es findet von 15 bis 17 Uhr im Besprechungsraum der Neuropsychiatrischen Station, Zimmer 310 im dritten Stock der Klinik, statt. Die weiteren Treffen sind wie gewohnt an jedem dritten Dienstag im Monat.

Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über verschiedene Krankheitsbilder (Depressionen, Schizophrenie, Borderline-Störungen etc.) und den Umgang mit psychisch Erkrankten. Die Gruppe ist jederzeit für neue Mitglieder, für Jung und Alt, offen. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 06261/88-300, Sekretariat der Klinik.


PRESSEINFORMATION vom 13. März 2007

Rüstzeug für Organisation und Führung erworben

Zweite Verbundleiterqualifizierung in den Johannes-Anstalten Mosbach erfolgreich abgeschlossen

Mosbach. Vierzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Wohnen der Johannes-Anstalten Mosbach haben die Weiterbildung „Verbundleitung in sozialen Organisationen“ erfolgreich absolviert. Diese zweite Verbundleiterqualifizierung wurde kürzlich mit dem obligatorischen Kolloquium abgeschlossen. Den Absolventinnen und Absolventen wurde bescheinigt, dass sie auf den Gebieten Organisation und Führung das Zeug zur Fachfrau und zum Fachmann haben.

Unter Begleitung von Michael Klein, Manfred Amend, Peter Hörr und Manfred Glatzer haben die Teilnehmer Kenntnisse erworben und Nachweise erbracht, die den Weiterbildungsstandards für Gruppen- und Verbundleitungen nach dem Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe (BEB) entsprechen. Kostproben wurden bei der Vorstellung der Projekte gegeben, die im Rahmen der Qualifikation zu bewältigen und im Kolloquium zu präsentieren waren.

Dabei ging es um Themen wie: effiziente Arbeitsorganisation bei knappen Personal- und Sachressourcen; Konzeptionen für neue Wohnverbünde; Begleitung von Eltern mit geistiger Behinderung vor und nach der Geburt des Kindes; angepasste Wohnangebote für ältere Menschen mit Behinderungen; Konzeptionen spezieller Arbeitsangebote und therapeutischer Wohngruppen für Menschen mit schwersten Verhaltensproblemen und viele weitere interessante Aufgabestellungen.

Alle bewährten Teile der Verbundleiterqualifizierung werden in eine Führungskräftenachwuchsförderung der Johannes-Anstalten Mosbach übernommen, die dann nicht mehr auf den Geschäftsbereich Wohnen beschränkt sein wird, blickte Manfred Glatzer, Leiter des Fortbildungsreferats, voraus.

Eine wesentliche Forderung an die Absolventen sei gewesen, die eigene Leitungsrolle im Rahmen des Projekts zu reflektieren, berichtete Glatzer. Den Blick auf sich selbst zu werfen, sich selbst aus der Beobachterperspektive zu sehen, dies zu beschreiben und dann auch noch zur Diskussion zu stellen, sei sicher eine große Herausforderung. Es werde aber in Zukunft für Führungskräfte immer wichtiger, sich nicht nur dem eigenen Urteil zu stellen, sondern auch dem von relevanten Bezugsgruppen wie Menschen mit Behinderungen, unterstellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Eltern und Betreuern.

„Die Johannes-Anstalten bekommen Perlen hinzu“, stellte Michael Klein vom kirchlich-diakonischen Weiterbildungsträger Bufa/GFO fest. Es handele sich um personelle Ressourcen, die nicht mit Kennzahlen zu beziffern seien. Es gelte, Führung und Leitung bewusst wahrzunehmen. „Soziale Organisationen haben keinen Selbstzweck“, unterstrich Klein, „sie stehen im Dienst am Menschen und am Gemeinwohl.“

Wie dieser Dienst in der Praxis aussieht, schilderte Dr. Peter Rösinger, scheidender Leiter des Geschäftsbereiches Wohnen, im Referat über die Struktur seines Geschäftsbereiches von der Reorganisation Ende der 1990er Jahre bis zur Weiterentwicklung in den kommenden Jahren. Es folgte die „Freisprechung“ und die Übergabe der Zertifikate durch Michael Klein.

Die erfolgreichen Absolventen der Verbundleiterqualifikation sind: Beate Angst, Gisela Emig, Hartmut Gauernack, Michael Houscht, Thomas Hüttner-Schwarz, Michael Kasparek, Joachim Kunz, Kirsten Mißbach, Kathrin Necker, Herbert Rüger, Martin Schneider, Manfred Waibel, Michael Zeeh, Katja Zilian.


PRESSEINFORMATION vom 20. März 2007

Wohntraining auf dem Stundenplan

Johannes-Anstalten Mosbach: Schüler der Johannesberg Schule und der Schwarzbach Schule üben selbstständiges Wohnen – Geeignete Wohnung gesucht

Mosbach/Schwarzach. Für die einen ist es eine Selbstverständlichkeit, für die anderen will es erst einmal gelernt sein: das Wohnen in den eigenen vier Wänden. In den Schulen der Johannes-Anstalten, der Johannesberg Schule in Mosbach und der Schwarzbach Schule am Schwarzacher Hof, steht deshalb Wohntraining auf dem Stundenplan. Dafür ist man zurzeit auf der Suche nach einer geeigneten Wohnung.

Die Lebenswirklichkeit für Menschen mit einer geistigen Behinderung nach der Schule hat sich in den letzten Jahren an vielen Stellen verändert. Aus diesem Grund haben auch die Schulen der Johannes-Anstalten Mosbach ihre Konzeptionen und Lerninhalte diesen Veränderungen angepasst. In der so genannten Übergangsstufe ist die gemeinsame Entwicklung von Lebensperspektiven von zentraler Bedeutung. Dabei beziehen sich die unterrichtlichen Handlungsfelder im Wesentlichen auf die Bereiche Leben und Wohnen, Arbeit und Beruf, Freundschaft und Partnerschaft, Freizeit und Öffentlichkeit.

Stärker als in der Vergangenheit sollen die Schüler künftig auf ein möglichst selbst bestimmtes Wohnen vorbereitet werden. In der Übergangsstufe müssen Möglichkeiten geschaffen werden, um realistische Wohnsituationen kennen zu lernen und zu erproben. Dies  begann bereits mit ersten Übernachtungen in der Schule, setzt sich fort über die Teilnahme an Schullandheimaufenthalten und soll nun bis zum tage- oder wochenweisen Wohnen in einer Trainingswohnung reichen. Ziel ist dabei, sich mit möglichst geringer und abnehmender Hilfe in eine Wohnsituation einzufinden, diese zu bewältigen und zu gestalten.

In der Praxis bedeutet dies nach dem Beziehen der Wohnung das Kennen lernen der näheren Umgebung, insbesondere der anfallenden Einkaufswege und der Wege zu den Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel. Das Lesen der Fahrpläne und die Nutzung von Bussen und Bahnen wurden im Unterricht immer wieder geübt. Auch das Einkaufen im Supermarkt und das selbstständige Zubereiten von Mahlzeiten sind bereits Lerninhalte in der Hauptstufe.

Aber auch viele gänzlich neue Anforderungen werden an die jungen Erwachsenen gestellt: Alleine bleiben über einige Zeit, Freizeitgestaltung innerhalb und außerhalb der Wohnung, alleine zu Bett gehen und aufstehen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren – all das sollen die Schüler mit Hilfe der Trainingswohnung lernen.

Trainingswohnen kann natürlich nicht zu den üblichen Kernunterrichtszeiten erfolgen, das heißt auch die Lehrkräfte müssen sich auf Veränderungen einstellen, wenn sie ihre Schüler am Abend ins Kino begleiten oder zu Beginn einer Lerneinheit am Morgen um 6 Uhr das Aufstehen üben.

Um all diese geplanten Maßnahmen möglichst bald in die Praxis umsetzen zu können, sind die Johannes-Anstalten Mosbach auf der Suche nach einer geeigneten Trainingswohnung. Damit die Wohnung von der Johannesberg Schule in Mosbach und der Schwarzbach Schule in Schwarzach im Wechsel ganzjährig genutzt werden kann, wäre eine Wohnung oder ein Haus im Elzmündungsraum oder in Obrigheim ideal. Aber auch Neckargerach oder Eberbach wären verkehrstechnisch günstige Standorte.

Ein ebenerdiger Eingang und ein rollstuhlgerechter Toilettenzugang sind unbedingt erforderlich. Die Wohnung sollte über mindestens vier Zimmer verfügen, um mit Schulklassen von sechs bis acht Schülern dort tagsüber im Lernfeld Wohnen aktiv sein zu können. Wer eine solche Wohnung anbieten könnte, wird gebeten, sich mit den Johannes-Anstalten in Verbindung zu setzen, Tel. 06262/22-361.


PRESSEINFORMATION vom 20. März 2007

Schwarzbach Schüler als Tierexperten

Geistig behinderte Schülerinnen und Schüler fiebern dem Tierexpertentag im Heidelberger Zoo am kommenden Sonntag entgegen

Schwarzach/Heidelberg. Als „Tierexperten“ haben sie am kommenden Sonntag, 25. März, ihren großen Tag: Schülerinnen und Schüler der Schwarzbach Schule am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach fiebern dem „Tierexpertentag“ im Heidelberger Zoo entgegen.

An diesem Tag werden die Schwarzbach Schüler zwischen 11.30 und 14 Uhr an verschiedenen Expertenständen im Zoo vertreten sein, um Fragen der Besucher zu den einzelnen Tierarten zu beantworten. An den Expertenständen werden für die Besucher außerdem verschiedene Materialien zum Betrachten, Befühlen und Ausprobieren zur Verfügung stehen, um bestimmte Phänomene zu verdeutlichen.

In den vergangenen Monaten haben sich die Schülerinnen und Schüler ein großes Wissen über einzelne Tierarten angeeignet. Als Tierexperten im Zoo auftreten zu dürfen, stellt für sie eine wichtige Kompetenzerfahrung dar, und sie freuen sich schon darauf, ihr Wissen an die Zoobesucher weitergeben zu können.

Die Idee zu diesem Tierexpertentag entstand im Rahmen eines sonderpädagogischen Handlungsfeldes, das ein Bestandteil der Ausbildung zum Sonderschullehrer am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Heidelberg ist. In diesem sonderpädagogischen Handlungsfeld kooperiert Verena Sebastian, Sonderschullehreranwärterin an der Schwarzbach Schule, mit der „Initiative Zooerlebnis“ des Heidelberger Zoos, die auch ein Förderprojekt für den sonderpädagogischen Bereich anbietet.

Die Schwarzbach Schule in Schwarzach, deren Träger die Johannes-Anstalten Mosbach sind, ist eine Schule für Geistigbehinderte, Schule für Körperbehinderte und Schule für Erziehungshilfe.


PRESSEINFORMATION vom 20. März 2007

Die „Kleckse“ laden ein

Ostercafé im Schulkindergarten der Johannes-Anstalten Mosbach

Mosbach. Am Donnerstag, 29. März, findet um 10.30 Uhr ein Ostercafé im Schulkindergarten „Die Kleckse“ statt. Zu dieser Veranstaltung sind neben den Eltern auch andere Interessierte willkommen, die sich über den Schulkindergarten informieren möchten.

Der Schulkindergarten ist eine Frühfördereinrichtung für Kinder mit besonderem Förderbedarf ab dem Alter von ca. 2,5 Jahren aus dem gesamten Neckar-Odenwald-Kreis. In Kleinstgruppen oder auch einzeln werden die Kinder vom Fachpersonal des Schulkindergartens gefördert. Ziel ist es, Entwicklungsverzögerungen z.B. in den Bereichen Motorik, Sprache und kognitive Fähigkeiten aufzuholen. Die Vorschulgruppe wird gerne auch von vom Schulbesuch zurückgestellten Kindern angenommen. Die Kosten für die Betreuung und den Transport der Kinder werden übernommen.

Kontakt: Johannes-Anstalten Mosbach, Schulkindergarten „Die Kleckse“, Tel. 06261/88503.


PRESSEINFORMATION vom 26. März 2007

Integrationsklasse bewährt sich

Kinder mit und ohne Behinderung lernen gemeinsam, und beide Seiten profitieren

Schwarzach. Mit Beginn des Schuljahres 06/07 wurde in der Grundschule Schwarzach eine Integrationsklasse mit sechs Erstklässlern der Schwarzbach Schule der Johannes-Anstalten Mosbach (Schwarzacher Hof) gebildet. Zusammen mit den 16 Erstklässlern der Grundschule lernen sie an einem gemeinsamen Unterrichtsinhalt, verfolgen jedoch zum Teil unterschiedliche, auf ihr jeweiliges Entwicklungsniveau abgestimmte Lernziele.

In den musischen und gestalterischen Unterrichtsfächern besteht das gleiche Angebot für alle Kinder. In den Fächern Deutsch und Mathematik wird der individuelle Förderbedarf jedes einzelnen Kindes berücksichtigt. Dabei erhalten alle Schüler in zwei miteinander verbundenen Räumen jeweils die Unterstützung und die Lernangebote, die ihren individuellen Lernvoraussetzungen entsprechen.

Beobachtungen haben gezeigt, dass die Kategorisierung von „behindert“ und „nicht behindert“ für die Kinder kein Thema ist und keine Bedeutung hat – zumal in diesem Fall die Behinderungen nicht offensichtlich in Erscheinung treten. Die Kinder haben die Erfahrung gemacht: „Es ist normal, anders zu sein.“ Gelegentlich auftretende Schwierigkeiten im sozialen Umgang miteinander werden situativ geklärt. Damit wird ein hohes Maß an Toleranz und Achtung gegenüber der Individualität des Anderen erzielt.

Während der gesamten Unterrichtszeit sind mindestens drei Lehrkräfte (Grundschullehrer/in, Sonderschullehrer/in, Heilpädagog/in, Physiotherapeut/in) in der Klasse tätig; sie tragen gemeinsam die pädagogische Verantwortung für alle Schüler der Klasse.

Durch das interdisziplinäre Lehrer-Team können allen Kindern je nach Erfordernis die speziellen pädagogischen Hilfen gewährt werden, welche sie für ihre Persönlichkeitsentwicklung und für motiviertes und selbstbewusstes Lernverhalten benötigen.

Offene Unterrichtsformen und projektorientierter Unterricht, wie dies der neue Bildungsplan der Grundschule vorsieht, sind eine gute Grundlage für solche Integrationskonzepte. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass integrative Unterrichtsprojekte soziales Lernen bei Kindern mit und ohne Behinderung fördern und zu effektivem Lernen führen.


PRESSEINFORMATION vom 27. März 2007

Unterstützung für Fachleute und Betroffene

Netzwerk ADHS im Neckar-Odenwald-Kreis wird weiter gesponnen – Interdisziplinärer Arbeitskreis soll sich mehrmals im Jahr treffen

Mosbach. Wenn ein Kind die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADS/ADHS) hat, sind in der Regel Rat und Tat mehrerer Professionen gefragt. Eine Vernetzung der Angebote ist daher für beide Seiten, Betroffene wie Fachleute, Voraussetzung für effektive Hilfe. Genau dies will das „Netzwerk ADHS im Neckar-Odenwald-Kreis“ unter Federführung des Frühförderzentrums Neckarelz (FFZ) erreichen.

Vor nunmehr vier Jahren hatte das FFZ in Trägerschaft der Johannes-Anstalten Mosbach zum ersten kooperativen Workshop „Diagnostik und Behandlung von Kindern mit ADS/ADHS“ eingeladen und damit erste Fäden für das „Netzwerk ADHS im Neckar-Odenwald-Kreis“ geknüpft. Betroffene Eltern, Ergotherapeuten, Heilpädagogen, Kinderärzte, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, Pädagogen, Psychologen und Sozialarbeiter aus dem gesamten NOK kamen dieser Tage zu einem weiteren Treffen zusammen, um das Netzwerk weiter zu spinnen sowie ein eigenes Profil und Arbeitstrukturen zu entwickeln, die sich an den Vorgaben des 2006 im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums gegründeten zentralen ADHS-Netzes orientieren.

Dieses bundesweite interdisziplinäre Netzwerk zur Verbesserung der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS richtet sich sowohl an Fachleute als auch an Betroffene und ihre Bezugspersonen. Es will außerdem die Öffentlichkeit über ADHS informieren (www.zentrales-adhs-netz.de).

Neben der ebenfalls interdisziplinär besetzten Leitungsgruppe und einem Beirat aus Fachverbänden sowie Selbsthilfe- und Betroffenenverbänden wurde inzwischen ein Beirat regionaler Netze gegründet, in dem auch das Netzwerk ADHS im Neckar-Odenwald-Kreis, vertreten durch das Frühförderzentrum Neckarelz, Mitglied ist.

Zum jüngsten Treffen begrüßte der Leiter des Frühförderzentrums, Dr. Wolfgang Broxtermann, ca. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Jürgen Klenk, Heilpädagoge und Mitarbeiter des Frühförderzentrums, gab einen Überblick über das zentrale ADHS-Netz Deutschlands und stellte die Kooperation des lokalen Netzwerkes anhand eines Fallbeispiels plastisch dar. Mittels eines Wollknäuels wurden die einzelnen Behandlungsstationen eines ADHS-Kindes aufgezeigt. Die betroffene Mutter berichtete über die Geschichte und Behandlung ihres Kindes durch die Teilnehmer des Netzwerkes. Zum Schluss der Runde waren die einzelnen Professionen durch den Wollfaden vernetzt. Die Vertreter referierten über die Behandlung und Beratung des betroffenen Kindes und dessen Familie.

Nach einer kurzen Pause bestimmten die Teilnehmer die Vertreter für den interdisziplinären Arbeitskreis ADHS im NOK, der sich mehrmals im Jahr in den Räumen des Frühförderzentrums unter der Regie von Jürgen Klenk und Diplompsychologe Hubertus Schäfer, ebenfalls Mitarbeiter des FFZs, treffen soll. Für diesen Arbeitskreis wurden folgende Themen zur Bearbeitung vorgeschlagen:

Kontakt für Ratsuchende: Johannes-Anstalten Mosbach, Frühförderzentrum Neckarelz, Heidelberger Straße 20, 74821 Mosbach, Tel. 06261/97150. Das Sekretariat ist montags bis donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr besetzt.


PRESSEINFORMATION vom 29. März 2007

150 Kilo = 150 Euro

Weight Watchers Teilnehmer münzten erfolgreiche Gewichtsabnahme in Spende an die Buchener Werkstätten um

Buchen. Buchstäblich in barer Münze zahlte sich die erfolgreiche Gewichtsabnahme der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Weight Watchers Treffen in Buchen für die dortigen Werkstätten der Johannes-Anstalten Mosbach aus: 150 Kilo ergaben eine Spende über 150 Euro, welche die Leiterin der Gruppe, Wiltrud Leyk, dieser Tage an den Chef der Buchener Werkstätten, Wolfgang Münster, übergab.

„Weight Watchers“ ist hingegen weit verbreiteter Ansicht keine Diätform, sondern eine Ernährungs- und Verhaltensumstellung. Bei den Treffen lernt man, sich bewusst zu ernähren und gesund abzunehmen, um das Wunschgewicht dauerhaft zu halten.

Um den Einstieg zu erleichtern, hat Weight Watchers den „Power Start“ entwickelt. Er hilft den Teilnehmern, möglichst früh mit der Abnahme zu beginnen. Weight Watchers ging mit gutem Beispiel voran und startete mit seinen Mitarbeitenden am 2. Januar eine „Power-Start-Rallye“ für vier Wochen. Als besonderer Anreiz wurde jedes Kilo, das die Mitarbeiter leichter wurden, in Euro umgerechnet. Der Gesamterlös wurde gespendet.

Die über 4.600 Weight-Watchers-Treffen, die jede Woche in ganz Deutschland stattfinden, wurden aufgerufen, sich an der „Power-Start-Rallye“ zu beteiligen. Auch die Buchener Teilnehmer unterstützen die Aktion mit dem Ergebnis: 150 Kilo = 150 Euro. Wiltrud Leyk übergab das Geld mit besten Grüßen ihrer Teilnehmer an Wolfgang Münster, der sich herzlich dafür bedankte. Die Spende wird für arbeitsbegleitende Maßnahmen verwendet.