Johannes-Diakonie Mosbach

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PRESSEINFORMATION vom 29. September 2005

Großzügige Spende der Bürgerstiftung

… am Tag der offenen Tür der Johannes-Anstalten Mosbach

Mosbach. Am Tag der offenen Tür der Johannes-Anstalten Mosbach übergab Klaus Saffenreuther, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mosbach, im Auftrag der Bürgerstiftung eine stattliche Spende in Höhe von 3.500 Euro an Geschäftsführer Reinhard Adler und die Mitarbeitenden der Offenen Hilfen.

Mit Hilfe dieser Spende wird eine Informationsausstellung der Offenen Hilfen mit Stand und Infozelt finanziert. Mit dieser Unterstützung sollen die Offenen Hilfen in die Lage versetzt werden, ihre umfassenden Angebote in der Region bekannt zu machen und flächendeckend ein Betreuungsnetz aufzubauen. Geschäftsführer Reinhard Adler bedankte sich bei Klaus Saffenreuther sehr herzlich für die großzügige Spende der Bürgerstiftung, die sicher in den Johannes-Anstalten Mosbach gut angelegt sei.

Nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ betreuen die Offenen Hilfen Menschen mit Behinderungen, die zu Hause wohnen. In den ambulanten Betreuungsformen erhalten sie die Unterstützung, die sie brauchen, um in ihrer Umgebung, in der Familie und Gemeinde wohnen zu bleiben. Die Offenen Hilfen bieten: Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen (BWB), Begleitetes Wohnen in Familien (BWF), Offene Arbeit (z.B. familienentlastende Dienste) und Assistenzagentur.

Für Offene Hilfen sind die Johannes-Anstalten Mosbach zuständig im Neckar-Odenwald-Kreis, im Ortenau-Kreis und in ausgewählten Orten des Rhein-Neckar-Kreises.


PRESSEINFORMATION vom 26. September 2005

Mal wieder einen guten Draht „nach oben“

Weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr – Tag der offenen Tür ein voller Erfolg

Mosbach. Der ehemalige Landrat Detlef Piepenburg hatte es bei früheren Anlässen schon festgestellt: „Immer, wenn in den Johannes-Anstalten etwas los ist, strahlt die Sonne vom Himmel.“ Er behielt auch diesmal Recht. Beim Tag der offenen Tür am 25. September anlässlich des 125-jährigen Bestehens herrschte „Altweibersommer“, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen kann. Es waren fast 100 Programmpunkte, die den Besucherinnen und Besuchern - circa 5.000 dürften es gewesen sein - geboten wurden. Kaum ein Winkel, in dem nicht irgendetwas los war.

Mussten die Besucher des Festgottesdienstes, der den Tag einläutete, noch unter dem Regenschirm den Weg zur Johanneskirche zurücklegen, waren noch vorm Ausklingen des Schlusschorals die meisten Pfützen schon wieder getrocknet. Kaum ein Platz blieb leer in der Johanneskirche. Neben dem Bischof der Evangelischen Landeskirche Baden, Dr. Ulrich Fischer, befanden sich unter den Ehrengästen Dr. Ernst Schön, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden, Landrat Dr. Achim Brötel, für den es der erste Arbeitstag im neuen Amt war, der Mosbacher Bürgermeister Michael Jann sowie Vertreter des Verwaltungsrates, voran der Vorsitzende Stefan Werner.

Pfarrer Richard Lallathin blickte auf die Gründungszeit der Johannes-Anstalten zurück. Geschätzte 50.000 Mark mussten aufgebracht werden, um die Einrichtung zum Laufen zu bringen. „Wir hoffen aber zuversichtlich, dass die unter uns vorhandene Liebe reich genug sein wird, ein solches Werk zu bezahlen“, heißt es im Spendenaufruf von 1879. Die Liebe war reich genug, denn ein Jahr später, am 7. Juli 1880, wurde in der Mosbacher Stiftskirche der Gründungsgottesdienst der damaligen „Anstalt für schwachsinnige Kinder“ gefeiert.

In seinem Streifzug durch die Geschichte gedachte Lallathin aber auch jener Zeit, in der der Geist der Liebe dem Schrecken der Naziherrschaft gewichen war und 262 Menschen aus den Anstalten Mosbach und Schwarzacher Hof in Vernichtungsanstalten oder als Opfer verbrecherischer medizinischer Forschung den Tod fanden.

Tätige Nächstenliebe
als wichtigster Grundsatz

Nächstenliebe stellte auch Landesbischof Dr. Ulrich Fischer in den Mittelpunkt seiner Festpredigt: „Dieses Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe“ (Wochenspruch aus dem 1. Johannesbrief 4,21). Was in 125 Jahren aus kleinen Anfängen geworden sei, sei nur denkbar gewesen, weil Christen ihrem Glauben in Taten der Liebe Hand und Fuß geben wollten. „Sie wollten den sonntäglichen Gottesdienst weiterleben im Alltag der Welt.“

Sicherlich schauten viele mit Stolz auf die Entwicklung der Johannes-Anstalten zu einem der großen Sozialunternehmen der Diakonie mit 2600 Mitarbeitenden und 5900 Plätzen für Hilfsbedürftige Menschen und einem ausdifferenzierten Angebot, sagte Fischer. Eine solche Erfolgsgeschichte habe aber auch ihren Preis, denn eine solche Ausdehnung der Arbeit mache auch anfällig, als großes diakonisches Unternehmen sein kirchliches Profil auf dem Markt der sozialen Dienstleister abzuschleifen. Umso wichtiger sei es, dass tätige Nächstenliebe wichtigster Grundsatz der Arbeit in den Johannes-Anstalten bleibe.

Der Wochenspruch aus dem 1. Johannesbrief bringe kurz und prägnant auf den Punkt, was die Motivation zur Nächstenliebe und damit zur Arbeit in den Johannes-Anstalten sei: „Gottesliebe ohne Nächstenliebe ist fromme Schwärmerei. Nächstenliebe ohne Gottesliebe verausgabt sich und verliert ihre Kraft.“

Der herrliche Spätsommertag war wie dafür geschaffen, dieses etwas abstrakte Bild zu veranschaulichen: Wie gut tue die Sonne, die stundenlang vom Himmel scheint. Fischer: „Wo die Sonne so in unser Leben scheint, da geht förmlich der Himmel über uns auf.“ Für Christen sei der geöffnete Himmel ein Symbol für die Liebe Gottes, die dem Glauben Bodenhaftung gebe. Und genau darum gehe es der Diakonie in der Kirche. Alle Arbeit solle nichts anderes als der Versuch sein, die erfahrene Gottesliebe an Brüder und Schwestern weiterzugeben.

Wie diese Nächstenliebe im Alltag eine ganz praktische Umsetzung erfahren kann, formulierte der Heimbewohner Marco Bisinger in der Fürbitte. Er wünschte sich eine natürliche Begegnung mit so genannten „normalen“ Menschen. Die Spannung zwischen Wünsch- und Machbarem sprach Geschäftsführer Reinhard Adler in seiner Fürbitte an. Musikalisch umrahmt wurde der rundum gelungene Festgottesdienst vom Bläser- und Paukenensemble der Johannes-Anstalten unter der Leitung von Hubert Schäfer sowie vom Singkreis und der Orffgruppe der Johannesgemeinde (Leitung: Peter Bechtold).

Solchermaßen eingestimmt auf „Gottes geöffneten Himmel“ konnte er beginnen, der Tag der offenen Tür als weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr „125 Jahre Johannes-Anstalten Mosbach“. Viele Monate lang hatte sich das Vorbereitungskomitee Gedanken darüber gemacht, wie den Besucherinnen und Besuchern ein unvergesslicher Tag zu beschert werden kann. Herausgekommen war eine Mischung aus Information und Unterhaltung, die so vielfältig war wie die Arbeit in den Johannes-Anstalten selbst. Sage und schreibe beinahe 100 Attraktionen warteten auf die Besucherinnen und Besucher. Deren Zustrom riss den ganzen Tag über nicht ab. Am Ende dürften es vorsichtigen Schätzungen nach 5.000 gewesen sein. Die Johannes-Anstalten hatten einen kostenlosen Buspendelverkehr zwischen den Parkplätzen in der Stadt und dem für den Autoverkehr gesperrten Anstaltsgelände eingerichtet.

Wer das komplette Angebot von Informationen, Führungen und Besichtigungen nutzen wollte, kam mit einem Tag kaum aus. Neuropsychiatrische Klinik, Psychiatrische Institutsambulanz, Sonderschule, Schulkindergarten, Werkstatt und natürlich das Berufsbildungswerk mit Ausbildungsbereichen, Sonderberufsschule und Internat - sie alle hatten ihre Türen weit geöffnet, um die Vielfalt der Arbeit mit Ausstellungswänden, Infoständen oder praktischen Vorführungen zu präsentieren, aufgelockert von vielen unterhaltsamen Beiträgen vom Kasperltheater bis zur Märchenstunde. Auch Mitmachen war angesagt. Darüber hinaus präsentierten sich weitere Bereiche der Johannes-Anstalten wie die Offenen Hilfen und der Zentralbereich Personal mit Beschäftigungsangeboten der Johannes-Anstalten sowie Gäste wie der Betreuungsverein und die Bürgerstiftung. Letztere überreichte zur Feier des Tages eine großzügige Spende an die Offenen Hilfen (siehe Extrabericht).

Es lohnte sich, die Runde über das weitläufige Gelände beidseits der Bundesstraße mehrfach zu machen, denn immer wieder gab es Neues zu entdecken. Allein der „Integrative Flohmarkt“ am Haus im Tal lud zu längerem Verweilen ein. Auf der Bühne am Haus im Tal ging es ebenso kunterbunt zu wie im Festzelt - Langeweile Fehlanzeige. Theaterstücke, Rollstuhlsport, Tanzeinlagen, Jonglieren, Musikdarbietungen - eben von allem etwas.

Apropos Musik: Sie war ein ganz wesentlicher Bestandteil des Tages. Von modernen Akkordeonklängen über schwungvolle Gesangsdarbietungen, hartem Rock bis zur volkstümlichen Stimmungskapelle war für jeden Geschmack etwas geboten. Hundegebell und Pferdegewieher steuerten die DRK-Rettungshundestaffel bzw. die Abordnung vom Therapeutischen Reiten Schwarzacher Hof mit beeindruckenden Vorführungen bei. Kostenloses Ponyreiten ließ die Kinderherzen höher schlagen. Ebenso großer Beliebtheit erfreuten sich die Fahrten mit dem Westernbähnle und der Pferdekutsche. Mutige konnten sich von der Feuerwehrdrehleiter aus einen Überblick über das Spektakel verschaffen. Wer etwas Ruhe benötigte, fand im „Raum der Stille“ der Johanneskirche meditative Beschaulichkeit.

Viele fleißige Heferinnen und Helfer sorgten im Hintergrund dafür, dass das leibliche Wohl nicht zu kurz kam. Auch hier war das Angebot kaum zu überschauen. Von überall her wehten verlockende Düfte über das Gelände.

Ein Höhepunkt hätte der Start eines Heißluftballons vor den Mosbacher Werkstätten werden sollen. Leider startete er außerplanmäßig verfrüht und daher von vielen unbemerkt. Auf eine Freifahrt in diesem Heißluftballon darf sich nichtsdestotrotz der Gewinner des Jubiläumsgewinnspiels freuen: H. Hoffmann aus Ostfildern ergatterte den ersten Preis. Die Preise zwei und drei gehen an Jürgen Eberhardt, Mosbach (Gutschein für ein Produkt aus unseren Werkstätten im Wert von 100 Euro) und an Ingolf Matthes, Eberbach (Gutschein für ein Werkstattprodukt im Wert von 50 Euro).


PRESSEINFORMATION vom 22. September 2005

Wie viel Psychosomatik
braucht die moderne Medizin?

AWO, Diakonisches Werk und Johannes-Anstalten: Informationsveranstaltung zum Tag der seelischen Gesundheit am 12. Oktober im Rathaussaal in Mosbach

Mosbach. Anlässlich des Tags der seelischen Gesundheit lädt die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten Mosbach zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt und dem Diakonischen Werk des Neckar-Odenwald-Kreises am Mittwoch, 12. Oktober, um 15 Uhr zu einer Informations- und Fortbildungsveranstaltung in den Rathaussaal in Mosbach (am Marktplatz) ein.

Prof. Dr. Friedebert Kröger, Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Schwäbisch-Hall, wird zum Thema „Wie viel Psychosomatik braucht die moderne Medizin?“ sprechen.

Sozialpsychiatrische Leistungsanbieter sind mit einer Informationsausstellung vertreten. Präsentieren werden sich: Arbeiterwohlfahrt, Diakonie, Integrationsfachdienst, Industrie-Service-Odenwald (ISO), Kinder- und Jugendpsychiatrie Schwarzacher Hof, Neckar-Odenwald-Werkstätten und die neurologisch-psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach.

Die musikalische Gestaltung erfolgt durch die Gruppe „Die Drei vom Lande“.

Die Veranstaltung richtet sich an das interessierte Fachpublikum und an alle am Thema interessierten Laien. Die Fortbildungsveranstaltung wird von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit einem CME-Punkt bewertet.


PRESSEINFORMATION vom 12. September 2005

Experte in sozialrechtlichen Fragen

Dr. Alexander Vater, Stellvertreter des Geschäftsführers der Johannes-Anstalten Mosbach, wird 60 Jahre alt

Mosbach. Mit 31 Jahren kam er im Mai 1977 als Direktionsassistent an den Schwarzacher Hof. Heute ist Dr. Alexander Vater Leiter des Geschäftsbereiches Beschäftigung und Gesundheit und Stellvertreter des Geschäftsführers der Johannes-Anstalten Mosbach. Am Samstag, 17. September, feiert der Jurist und ausgewiesene Sozialrechtsexperte seinen 60. Geburtstag.

Nach Abitur und Wehrdienstzeit studierte der gebürtige Heidelberger Rechtswissenschaften in Heidelberg und Genf und promovierte 1977 zum Doktor der Jurisprudenz. Im selben Jahr noch holte ihn Kurt Rother als Direktionsassistent an den Schwarzacher Hof. Die Jahre mit dem früheren Anstaltsleiter, der den Schwarzacher Hof in den 1960er bis 1980er Jahre maßgeblich gestaltet hat, bezeichnet der Jubilar auch heute noch als prägend. Mit Rothers Ausscheiden übertrug der Verwaltungsrat 1982 dem jungen Juristen die Leitung. Vater wurde zugleich Vorstandsmitglied und 1985 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Johannes-Anstalten Mosbach.

Zu seiner Zeit als Leiter des Schwarzacher Hofes widmete sich Vater insbesondere dem Aufbau des Farmprojektes und des Sinnesgartens als Beschäftigungsangebote für behinderte Menschen mit starkem Bewegungsbedarf und hohen Verhaltensauffälligkeiten sowie dem Kunst-Werk-Haus, dessen Ausstellungen für überregionales Aufsehen sorgen. Vaters besonderes Anliegen war zudem der Aufbau von Förderangeboten für Schwerstbehinderte.

Im Zuge der Einführung einer standortübergreifenden Organisationsstruktur der Johannes-Anstalten übernahm Vater ab Mitte 1999 die Leitung des neu gebildeten Geschäftsbereiches Beschäftigung und Gesundheit mit Dienstsitz in Mosbach. Zugleich wurde er Stellvertreter des Geschäftsführers. In den vergangenen Jahren waren die Neustrukturierung des ärztlichen Dienstes, der Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Schwarzach, die Erweiterung der Neuropsychiatrie in Mosbach um eine Tagesklinik und eine Psychiatrische Institutsambulanz, Neu- und Erweiterungsbauten im Werkstattbereich sowie dessen Öffnung für psychisch beeinträchtigte Menschen mit der Einrichtung der Neckar-Odenwald-Werkstätten seine Arbeitsschwerpunkte.

Der zweifache Familienvater gilt als profunder Experte in sozialrechtlichen Fragen. Er engagiert sich im Vorstand des Bundesverbandes Evangelische Behindertenhilfe, im Kuratorium des Instituts Mensch, Ethik, Wissenschaft sowie im Diakoniewissenschaftlichen Institut der Universität Heidelberg, wo er einen Lehrauftrag hat.


PRESSEINFORMATION vom 12. September 2005

Ein Tag der offenen Tür zum Jubiläum

Vielfältiges Programm an und in den Johannes-Anstalten Mosbach am 25. September ö Bunte Mischung aus Information und Unterhaltung

Mosbach. Die Johannes-Anstalten Mosbach wollen ihr 125-jähriges Jubiläum mit der Bevölkerung an einem Tag der offenen Tür feiern und sich der Öffentlichkeit als modernes soziales Dienstleistungsunternehmen der Diakonie vorstellen. Dazu haben sie ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt: Fast 100 kleinere und größere Attraktionen erwarten die Besucher am Sonntag, 25. September, auf dem Gelände der Johannes-Anstalten an der Neckarburkener Straße in Mosbach.

Die Mitarbeitenden, Bewohner und viele Ehrenamtliche haben sich viel einfallen lassen, damit die Besucher einen ereignisreichen und informativen Tag erleben können. Aber auch zahlreiche Musik-, Tanz- und Theatergruppen, Künstler, Vereine und Organisationen beteiligen sich an dem Informations- und Unterhaltungsprogramm.

Bereits am Freitag, 23. September, geht es im Festzelt vor dem Wirtschaftsgebäude hoch her: Hier werden ab 20 Uhr die Bands ³Yenã, ³Punsch und Kuchenã und andere die Bühne zum Beben bringen.

Der Tag der offenen Tür beginnt mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr in der Johanneskirche. Dieser wird von Dr. Ulrich Fischer, Landesbischof der Ev. Landeskirche Baden, geleitet. Im Anschluss daran können sich die Gäste an Infoständen, in Ausstellungen und anhand von Präsentationen über die Arbeit, Einrichtungen und Angebote der Johannes-Anstalten informieren.

Darüber hinaus erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm: Spiel, Tanz, Musik, Sport, Theater und Kasperltheater, Märchenstunde und Basteln für Kinder, Kutschfahrten, Reiten, Westerneisenbahn, Fotografieren im Stil von 1880, Tombola und Gewinnspiel, Kletterwand, Verkauf von Produkten aus den Werkstätten und dem Berufsbildungswerk, Heißluftballonstart, historische Gegenstände aus den Johannes-Anstalten, Kino, Kegelbahn und vieles andere mehr. Das genaue Programm ist auf der Homepage der Johannes-Anstalten www.jamos.de einzusehen und wird am Tag der offenen Tür bereitgehalten.

Auch ein ³Integrativer Flohmarktã gehört mit zum Programm. Kostenlose Standplätze gibt es für Kinder und Jugendliche, Heimbewohnerinnen und -bewohner sowie für gemeinnützige Initiativen. Profis sind nicht erwünscht. Verkauft werden können selbst gebastelte oder gebrauchte Gegenstände aller Art. Information und Standreservierung unter Tel. 06261/88-768 (bitte Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter hinterlassen).

Auf dem Gelände der Johannes-Anstalten Mosbach bestehen am Tag der offenen Tür keine Parkmöglichkeiten. Die Gäste können die Parkplätze der Stadt Mosbach nutzen. Ein Bus-Pendelverkehr zwischen Mosbach und den Johannes-Anstalten wird eingerichtet; der Bus fährt zwischen 9 und 19 Uhr in einem Turnus von 15 bis 20 Minuten. Die Haltestellen sind: Eingang Gartenschaugelände gegenüber dem Friedhof, Alte Mälzerei, Franz-Roser-Platz, Landsratsamt, Neuer Busbahnhof, Käfertörle/Busbahnhof, Polizei, Friedhof und Eingang Johannes-Anstalten. Der Wendeplatz ist in Dallau, Industriegebiet.

Die Johannes-Anstalten Mosbach sind 1880 gegründet worden und betreuten anfangs 16 behinderte Mädchen und Jungen. Sie erlebten eine wechselvolle Geschichte und entwickelten sich zu einem der großen Dienstleistungsunternehmen in der Diakonie. Heute halten sie medizinische, therapeutische, pädagogische, berufsbildende, pflegerische und sonstige Dienste für 3.100 Menschen mit Behinderungen und Menschen mit vergleichbarem Unterstützungsbedarf bereit. Die Johannes-Anstalten sind an verschiedenen Standorten in 16 badischen Städten und Gemeinden vertreten. 5.900 Plätze stellen sie für zu betreuende Menschen zur Verfügung, und 2.600 Mitarbeitende arbeiten in den verschiedenen Einrichtungen mit diesen und für diese Menschen.

Dirk Adler


PRESSEINFORMATION vom 2. August 2005

Autismus-Expertin kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

Workshop mit Dr. Vera Bernard-Opitz in den Johannes-Anstalten Mosbach zu „Herausfordernden Verhaltensweisen“ bei Kindern mit Störungen aus dem Autismus-Spektrum

Mosbach. Dr. Vera Bernard-Opitz hat als Klinische Psychologin und Verhaltenstherapeutin mit autistischen Kindern in Deutschland, Singapur und Kalifornien gearbeitet. Sie ist Verfasserin zahlreicher internationaler Veröffentlichungen zum Autismus und Herausgeberin einer amerikanischen Autismuszeitung. Im Kohlhammer-Verlag ist kürzlich ihr Praxishandbuch für Therapeuten, Eltern und Lehrer erschienen (ISBN 3-17-018218-8).

Die ehemalige Leiterin des Psychologischen Dienstes der Johannes-Anstalten kehrte dieser Tage aus Kalifornien zu einem Workshop und zur Präsentation ihres Handbuchs an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Vor Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem gesamten süddeutschen Bereich gab sie einen Überblick über Erscheinungsformen und Diagnoseansätzen bei Autismus-Spektrum-Störungen (ASS).

Mit Videobeispielen aus ihrer Arbeit in Singapur und Kalifornien, PowerPoint-Präsentationen, Rollenspielen und Möglichkeiten der Selbsterfahrung demonstrierte sie, dass es eine Vielfalt von strukturierten Therapieansätzen gibt, um Kindern mit ASS zu helfen. Die unterschiedlichen Lernformen wie diskretes Lernen, natürliches Lernen, visuelles Lernen und Präzisionslernen wurden eingeübt.

Herausfordernde Verhaltensweisen, insbesondere Aggressionen und Selbstverletzungen, wurden anhand von Analyseschemata und Beobachtungsblättern bearbeitet. Anschaulich zeigte Dr. Bernard-Opitz konkrete Schritte zum Abbau von Verhaltensproblemen und zur Entwicklung sozialer und kommunikativer Fähigkeiten auf. Der Büchertisch von Kindler’s Buchhandlung vermittelte einen guten Überblick über aktuelle Literatur zum Autismus. Eine Folgeveranstaltung mit der Möglichkeit von Einzelfallberatungen ist für 2006 vorgesehen.


PRESSEINFORMATION vom 1. August 2005

Gestern Schüler, heute Fachkräfte

77 Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Anstalten Mosbach legten erfolgreich Prüfungen ab

Schwarzach. Insgesamt 77 Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung Heilerziehungspflege bzw. Heilerziehungshilfe haben ihre Abschlussprüfung an der Schwarzacher Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Anstalten Mosbach bestanden. Damit haben sie sich für eine berufliche Tätigkeit im sozialpflegerischen und sozialpädagogischen Bereich qualifiziert. Im Mittelpunkt dieses Fachgebietes steht die Unterstützung, Förderung und Pflege von Menschen mit Behinderungen. Die Anerkennungsfeier wird im Herbst dieses Jahres stattfinden.

Zu den Absolventinnen und Absolventen des Oberkurses A gehören: Manuel Damm, Benjamin Dietz, Silvia Eiermann, Esther Englert, Liane Fritz, Johannes Gauß, Tina Guckenhan, Christine Hartung, Andreas Höfert, Nina Konschak, David Kunzmann, Johannes Rautzenberg, Thomas Reithler, Anna Samarina, Debora Schwing, Peter Stahlberger und Stefanie Taszus.

Prüflinge des Oberkurses B waren: Heike Bernhard, Marion Fleps, Timo Gebel, Sonja Knörzer, Regina Lang, Christiane Otto, Ramona Payer, Angelika Phaneuf, Birgit Reusch, Maria Roth, Stefan Schmidt, Renate Spott, Christian Szobotka, Marliese Verfürth und Heike Vollmer.

Erfolgreich bestanden haben auch die Schülerinnen und Schüler des Oberkurses C: Nina Bode, Angelika Fuhrmann, Sabrina Harst, Jessica Jagel, Carmen Käpple, Steven Kress, Andreas Kubatov, Katharina Seifert, Sabrina Weatherspoon, Michelle-Kathrin Weber, Veronika Wölfel, Nadine Wrobel und Katja Zimmermann.

Prüfungsteilnehmer des Oberkurses D waren: Sonja Amberger, Daniela Backfisch, Sandra Carter, Carolyn Haaf, Steffen Kaps, Steffen Kauter, Andrea Krüger, Melanie Rieser, Jaron Schaeffer,  Cornelia Schmauder, Katharina Schmitt, Michael Speth, Kathrin Spielberger und Tina Steidle.

In der Fachrichtung Heilerziehungshilfe schlossen ab: Stefan Elbert, Rahel Feulner, Laura Freier, Stefanie Gaiser, Margrit Hirt, Mike Menzel, Maja Most, Anika Münch, Markus Nestler, Philipp Riegler, Robert Scheiner, Stefanie Schneider, Stephanie Stritzinger, Nadine Tremmel, Sonja Tschritter, Martin Tyrpak, Verena Weber und Markus Zeiher.

Die Prüfungen umfassten schriftliche, mündliche und fachpraktische Teile. Inhalte der mündlichen und letzten Prüfung waren die Fächer Gesundheits- und Krankheitslehre, Medizinische Lehre der Behinderungen, Psychologie und Soziologie, Rechts- und Berufskunde sowie (in der Heilerziehungshilfe ausgenommen) Praxis- und Methodenlehre. Den Prüfungen war eine dreijährige Ausbildung in der Heilerziehungspflege bzw. eine zweijährige Ausbildung in der Heilerziehungshilfe vorausgegangen. Auf dem Lehrplan standen sowohl die Theorie, die an der Fachschule vermittelt wurde, als auch die Praxiserfahrung, welche die Schülerinnen und Schüler in den Einrichtungen der Johannes-Anstalten sammeln konnten.

Die Johannes-Anstalten Mosbach sind ein modernes soziales Dienstleistungsunternehmen in der Diakonie mit 5900 Plätzen an 33 Standorten in Baden. Mehr als 2700 Mitarbeitende erbringen Leistungen für 3100 Menschen mit Behinderungen und Menschen mit vergleichbarem Unterstützungsbedarf. Ihnen stellen die Johannes-Anstalten medizinische, therapeutische, pädagogische, berufsbildende, pflegerische sowie beratende Einrichtungen und Dienste stationär, teilstationär oder ambulant bereit. Aber auch die Ausbildung von Fachkräften gehört zu den Aufgaben, denen sich die Johannes-Anstalten stellen.

Text: Dirk Adler


PRESSEINFORMATION vom 29. Juli 2005

Auch gelernt, für sich selbst zu sorgen

74 Absolventinnen und Absolventen des Berufsbildungswerkes Mosbach haben ihre Ausbildung erfolgreich beendet

Mosbach. „Berufsausbildung im Berufsbildungswerk Mosbach ist mehr als der bloße Erwerb praktischer und theoretischer Kenntnisse und Fertigkeiten, mehr als die Summe der in den Lehr- und Ausbildungsplänen beschrieben Inhalte. Bei uns steht der ganze Mensch mit seinem Denken, Fühlen und Handeln im Mittelpunkt. Es geht um die Entwicklung sozialer, emotionaler, motorischer und geistiger Fähigkeiten junger Menschen.“ Damit umriss Albert Stelzle, Leiter des Berufsbildungswerkes (BBW) der Johannes-Anstalten Mosbach, bei der gestrigen Abschlussfeier in der Johanneskirche die Bandbreite der Aufgaben beruflicher Rehabilitation, wie sie im BBW geleistet wird.

74 junge Menschen wurden nach erfolgreich beendeter Ausbildung verabschiedet. Ausgebildet wurden sie in den Berufsfeldern Metall, Holz, Farbe, Lagerwirtschaft, Hauswirtschaft, Beikoch, Textil, Reinigungstechnik und Gartenbau. Die Abschlussfeier begann mit einem von Pfarrer Richard Lallathin und Pfarrerin Petra Hasenkamp gehaltenen Gottesdienst, der leider von einem Feuer in der benachbarten Sonderschule erheblich gestört wurde. Azubis aus der Landschaftsgärtnerei stellten dabei ihr Projekt „Alexander-Baum“ vor, das dem inzwischen verstorbenen Alexander Rudenko, einst KZ-Häftling in Neckar-elz, gewidmet ist.

Mit 74 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen haben 93 Prozent das Ziel erreicht – „ein sehr respektables Ergebnis“, wie Stelzle resümierte. Damit habe das 1977 gegründete BBW inzwischen mehr als 2000 jungen Menschen einen Berufsabschluss vermittelt. Das ganzheitliche Rehabilitationskonzept des BBW habe die Absolventen nicht nur befähigt, die schulische und praktische Prüfung zu bestehen. Sie hätten auch gelernt, für sich selbst zu sorgen, mit finanziellen Angelegenheiten zurechtzukommen, sich um die Wohnungssuche zu kümmern oder ihre Freizeit sinnvoll und aktiv zu gestalten.

Die Bedeutung ihrer Ausbildung für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt lasse sich, so Stelzle, nicht hoch genug einschätzen. Gleichwohl beschönigte er die aktuelle Situation beim Übergang ins Berufsleben nicht, machte den Absolventen aber gleichzeitig Mut: „Unsere langjährige Erfahrung macht uns hoffnungsvoll, dass auch Sie – wie Ihre 2000 Vorgängerinnen und Vorgänger – nach einer gewissen Zeit des Suchens einen Arbeitsplatz finden werden.“ Menschen mit Einschränkungen benötigten hierbei jedoch die Unterstützung der gesamten Gesellschaft, betonte er. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im BBW dankte Stelzle für ihr großes Engagement, für die Vermittlung von Wissen und Erfahrung, für pädagogische Geduld und menschliche Zuwendung – und das Ganze unter erheblich schwieriger gewordenen Bedingungen.

Seit diesem Schuljahr ist das BBW auch Träger einer Sonderberufsfachschule. Zwei Klassen beendeten nun das Schuljahr. Denjenigen, die im BBW bleiben, wünschte Stelzle einen guten Ausbildungsstart nach den Ferien, den anderen, „dass wir Ihnen auf ihrem Lebensweg etwas vermitteln konnten, das Ihnen helfen kann, Ihre Zukunft außerhalb des Berufsbildungswerkes zu meistern.“ Freude, Gesundheit und das nötige Quäntchen Glück, verbunden mit Gottes Segen, wünschte Stelzle allen Absolventinnen und Absolventen.

„Sie haben Grund, stolz auf sich zu sein“, sagte der Mosbacher Bürgermeister Michael Jann in seinem Grußwort. Der Ausbildungsabschluss sei aber erst der Anfang des Berufslebens. Jann sprach den Absolventen Mut zu: „Nutzen Sie Ihre Chance, bewerben Sie sich!“ Das werde nicht einfach sein, aber ein großer Schritt sei bereits getan.

Für allgemeine Heiterkeit sorgte die gelungene Einlage von Dominik Müller und Melanie Zwally, die sich namens der Reha-Vertretung bei ihren ehemaligen Mitauszubildenden verabschiedeten. Viel Applaus erhielten auch die musikalischen und tänzerischen Darbietungen der BBW-Band bzw. von Schülerinnen der Klasse „Hauswirtschaftshelfer/in“.

Nach der Übergabe von Zeugnissen, Urkunden, Belobigungen und Preisen, bei der auch einige Abschiedsgeschenke seitens der Rehabilitanden überreicht wurden, wurde auf dem Platz vor dem BBW bis in den Abend hinein weitergefeiert.


PRESSEINFORMATION vom 22. Juli 2005

„Joschka“ verstärkt Therapeutisches Reiten

Eine großzügige Spende ermöglichte Neuanschaffung eines Therapiepferdes auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach

Schwarzach. „Joschka“ heißt der Neuzugang beim Therapeutischen Reiten auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach. Ermöglicht wurde sein Erwerb durch die Spende eines Ehepaars aus der Region, das namentlich nicht genannt werden möchte. Die Eheleute arbeiteten viele Jahre auf dem Schwarzacher Hof und sind ihm sehr verbunden.

Stolz präsentierten Dr. Alexander Vater, Leiter des Geschäftsbereichs Beschäftigung und Gesundheit, und Gerhard Zank, Leiter des Therapeutischen Reitens, das stattliche, neue Pferd. Der fünfjährige „Joschka“ ist ein Württemberger Wallach. Inzwischen hat er eine solide reiterliche Grundausbildung erhalten und wird allmählich an das therapeutische Reiten herangeführt.

Vater verwies in seinen Dankesworten darauf, dass das Therapeutische Reiten nur mit Hilfe von Spendengeldern weiterarbeiten werden könne. Die Spender hätten mit ihrer Hilfe einen wichtigen Beitrag für diese sehr effektive Therapiemethode geleistet, die insbesondere Menschen mit schweren Behinderungen hilft.

Das Therapeutische Reiten auf dem Schwarzacher Hof wurde vor 32 Jahren aufgebaut. Seitdem konnten die Therapeuten einen großen Bestand an Erfahrung und Wissen sammeln. Die Fachleute unterscheiden drei Behandlungsarten, nämlich die „Hippotherapie", das „Heilpädagogische Reiten und Voltigieren" und „Reiten als Sport für Behinderte" In den Johannes-Anstalten Mosbach werden vornehmlich die Hippotherapie und das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren durchgeführt.

Hippotherapie ist eine krankengymnastische Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage mit und auf dem Pferd. Therapeutisch wirksam sind die dreidimensionalen Schwingungsimpulse, die vom Pferderücken in der Gangart Schritt auf den Patienten einwirken. Dabei werden Lockerung der Muskulatur, spezielles Training der Haltungs- und Stützreaktionen, Koordinationsfähigkeit sowie eine Beeinflussung der Sensomotorik erreicht. In besonderen Fällen wird die Hippotherapie vom Arzt verordnet und wird von speziell geschulten Krankengymnasten/innen durchgeführt.

Beim Heilpädagogischen Reiten- und Voltigieren handelt es sich um eine pädagogische Behandlungsform, durch die über das Pferd positive Verhaltensänderungen eingeleitet und erzielt werden.

Im Umgang mit dem Pferd wird der Mensch ganzheitlich angesprochen: körperlich, emotional, geistig und sozial. Ängste und Verunsicherungen werden abgebaut, Vertrauen und Selbstwertgefühl wachsen, reale Selbsteinschätzung wird erlernt, Konzentration trainiert, sensomotorische Entwicklung gefördert und das Sozialverhalten entwickelt. Aggressionen und Reize lernt der Mensch im Umgang mit dem Pferd selbst zu steuern, sowohl beim Reiten als auch beim Pflegen, Füttern und bei der Stallarbeit.


PRESSEINFORMATION vom 18. Juli 2005

Integrativer Flohmarkt

… am Tag der offenen Tür in den Johannes-Anstalten Mosbach

Mosbach. Anlässlich des Tags der offenen Tür, den die Johannes-Anstalten in Mosbach im Rahmen ihrer Veranstaltungen zum 125-jährigen Bestehen am Sonntag, 25. September 2005, veranstalten, findet wieder ein integrativer Flohmarkt statt. Kostenlose Standplätze gibt es für Kinder und Jugendliche, Heimbewohnerinnen und -bewohner sowie für gemeinnützige Initiativen. Profis sind nicht erwünscht.

Damit genügend Zeit für die Planung bleibt, wird jetzt schon frühzeitig auf diese Veranstaltung hingewiesen. Verkauft werden können selbst gebastelte oder gebrauchte Gegenstände aller Art. Information und Standreservierung unter Tel. 06261/88-768 (bitte Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter hinterlassen).


PRESSEINFORMATION vom 14. Juli 2005

Johannes-Anstalten Badischer Fußballmeister

Badischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband e.V. veranstaltete 2. Badische Fußballmeisterschaften

Mosbach/Schwarzach. In einem spannenden Finale siegte das Team der Johannes-Anstalten Mosbach gegen die „Reha Bomber“ aus Offenburg bei den 2. Badischen Fußballmeisterschaften des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands e.V. am 25. Juni in Baden-Baden Sandweier in der Kategorie I.

Nach einem ausgeglichenen Spiel und einem Endstand von 0:0 musste das 8-Meter-Schießen entscheiden. Die Mosbacher bewiesen gute Nerven und gewannen mit 4:3. Damit haben sie den Titel „Badischer Fußballmeister“ erfolgreich verteidigen und den Wanderpokal mit nach Mosbach nehmen können. Im Gruppenspiel waren sie den Reha Bombern mit 0:1 unterlegen.

Die Kategorien I und II waren mangels Beteiligung zusammengelegt worden. Deshalb war es für die zweite Mosbacher Mannschaft schwierig, sich durchzusetzen. Obwohl sie engagierten Fußball zeigte, reichte es nur für den letzten Platz. Die dritte Mannschaft konnte immerhin zwei Spiele gewinnen und belegte dadurch den 10. Platz bei 12 teilnehmenden Mannschaften.

Text: Klaus Finkbeiner, Fußball AG Johannes-Anstalten Mosbach


PRESSEINFORMATION vom 14. Juli 2005

Kicker der Johannes-Anstalten holen Titel

18. Nordbadische Fußballmeisterschaften für Menschen mit geistigen Behinderungen in Schwarzach – Drei Teams fahren zur Landesmeisterschaft

Mosbach/Schwarzach. Bei den 18. Nordbadischen Fußballmeisterschaften für Menschen mit geistigen Behinderungen in Schwarzach am 8. Juli setzten sich drei Mannschaften der Johannes-Anstalten Mosbach durch: Von ihren insgesamt neun Teams erlangten zwei den Titel „Nordbadischer Meister“ in unterschiedlichen Kategorien und qualifizierten sich mit einer weiteren Mannschaft der Johannes-Anstalten für die Baden-Württembergische Meisterschaft am 22. Juli in Stuttgart.

Insgesamt nahmen 19 Mannschaften in drei Kategorien an den Nordbadischen Fußballmeisterschaften teil.

Während die Mannschaften III und IV aus Schwarzach sowie IV und V aus Mosbach vor allem unter dem Motto „Hauptsache Spaß!“ mitspielten, kristallisierte sich mit dem Team Mosbach III ein unerwartet starkes Team heraus. Nach Siegen gegen Mosbach V, Schwarzach IV und der WfB Buchen sowie einem Unentschieden gegen die Diakonie Werkstätten Rhein Neckar Mallau II erreichte die spielstarken Elf aus Frauen und Männern die von ihnen nicht erwartete Teilnahme am Endspiel. Hier unterlag sie aber mit 0:1 Toren der WfB Bruchsal, erlangte aber dennoch die Qualifikation für die Baden-Württembergische Meisterschaft.

Auch in der Kategorie II waren die Mosbacher nicht mit hohen Erwartungen angetreten, doch schon im ersten Spiel gegen die HWK Hagsfeld II überzeugte die Mannschaft, und mit 2:0 Toren gewannen sie das Spiel. Es folgte ein überzeugendes 4:1 gegen die zweite Mannschaft des Schwarzacher Hofs und ein knappes 1:0 gegen die Diakonie Werkstätte Vogelstang. Damit gewann die Mannschaft den Titel „Nordbadischer Meister“ der Kategorie II und steckte den Pokal und die Qualifikation für Stuttgart in der Sporttasche.

In der Kategorie I kamen die Mosbacher nur schwer in Tritt. Gleich zu Beginn gab es eine 0:1 Niederlage gegen den Schwarzacher Hof. Danach erreichten sie ein 1:1 gegen die HWK Hagsfeld und gegen Bruchsal I. Das letzte Spiel aber gewannen sie mit 4:1 Toren gegen die Diakonie Werkstätte Rhein Neckar Mallau I. Damit erlangten sie - auf Grund der wenigen baden-württembergischen Mannschaften in dieser Kategorie - noch den 3. Platz und qualifizierten sich dadurch für Stuttgart.

Eine Mannschaft überraschte durchweg positiv: Von Anfang an zeigte der Schwarzacher Hof I eine überzeugende Leistung und konnte sich den Meistertitel sichern.

Text: Klaus Finkbeiner, Fußball AG Johannes-Anstalten Mosbach

 


PRESSEINFORMATION vom 13. Juli 2005

4. Angehörigentreffen

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie lädt zum Austausch ein

Schwarzach. Beinahe täglich wird in den Medien über psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen berichtet; viele Meldungen verunsichern und irritieren.

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach möchte mit ihren Angehörigentreffen ein regelmäßiges Forum für betroffene Eltern und Angehörige schaffen, das einen Austausch untereinander und mit den Fachleuten der Klinik ermöglicht. Die persönlichen Fragen, Sorgen und Nöte sollen im Mittelpunkt der Gespräche stehen.

Das 4. Angehörigentreffen findet am Freitag, 15. Juli, von 17 bis 19 Uhr im Ergotherapieraum im Erdgeschoss der Klinik statt.


PRESSEINFORMATION vom 13. Juli 2005

Krankenmord im Nationalsozialismus

Ausstellung in den Johannes-Anstalten Mosbach dokumentiert dunkelstes Kapitel deutscher Geschichte

Mosbach. „Krankenmord im Nationalsozialismus – Grafeneck 1940.“ So lautet der Titel der mobilen Ausstellung der Gedenkstätte Grafeneck, die vom 19. Juli bis 28. August 2005 in der Johanneskirche der Johannes-Anstalten in Mosbach zu sehen ist. Sie wird am kommenden Dienstag, 19. Juli, um 19 Uhr eröffnet.

Der Name Grafeneck steht für die dunkelste Zeit deutscher Geschichte und den Beginn der industriell organisierten Tötung von Menschen im Dritten Reich. Am 18. Januar 1940 wurden in Grafeneck erstmalig Menschen mit Gas ermordet und ihre Leichname in Krematorien verbrannt. Es waren Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung. Sie wurden aus Einrichtungen und Krankenhäusern in Württemberg und Baden abgeholt und nach Grafeneck auf der Schwäbischen Alb gebracht, wo sie unmittelbar nach der Ankunft ermordet wurden.

Bis zum Dezember 1940 wurden 10.654 Menschen Opfer dieser Aktion. Nach Grafeneck wurden fünf weitere so genannte Gasmordanstalten gegründet. Annähernd 80.000 Menschen mit Behinderungen wurden bis zum Sommer 1941 systematisch vernichtet. Mehr als die Hälfte der damaligen 500 Bewohner der Johannes-Anstalten in Mosbach und am Schwarzacher Hof fanden bei dieser Aktion einen gewaltsamen Tod in Grafeneck. Seit 1983 erinnert ein Gedenkstein vor der Johanneskirche an ihr Schicksal.

In der Gedenkstätte Grafeneck wird die Geschichte dieser Ermordungsaktion, der so genannten T4-Aktion, wissenschaftlich erforscht und dokumentiert. Die mobile Ausstellung der Gedenkstätte Grafeneck informiert umfassend über das Thema. Die Johannes-Anstalten Mosbach zeigen sie anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens. Bei der Ausstellungseröffnung am Dienstag, 19. Juli, um 19 Uhr in der Johanneskirche wird Thomas Stöckle, Historiker und wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, in die Thematik einführen. Alle Interessierten sind hierzu eingeladen.