Johannes-Diakonie Mosbach

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PRESSEINFORMATION vom 10. Juli 2006

Neuropsychiatrische Klinik lädt wieder
Angehörige psychisch Kranker ein

Angehörigengruppe trifft sich an jedem dritten Dienstag im Monat

Mosbach. Zum nächsten Treffen der Angehörigengruppe unter Leitung von Dipl.-Psychologin Renate Reber und Stationsarzt Wolfram Weiß lädt die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach Angehörige psychisch kranker ehemaliger und anderer Patientinnen und Patienten ein. Es findet statt am Dienstag, 18. Juli, von 15 bis 17 Uhr im Besprechungsraum der Neuropsychiatrischen Station, Zimmer 310 im dritten Stock der Klinik. Die weiteren Treffen sind an jedem dritten Dienstag im Monat.

Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über verschiedene Krankheitsbilder und den Umgang mit psychisch Erkrankten. Die Gruppe ist jederzeit für neue Mitglieder offen. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 06261/88-300, Sekretariat der Klinik.


PRESSEINFORMATION vom 11. Juli 2006

Hubert Schäfer gibt den Dirigentenstab
nach 40-jähriger Leitung in andere Hände

Der langjährige Leiter des Bläser- und Paukenensembles der Johannes-Anstalten Mosbach wurde in der Johanneskirche verabschiedet - Raphaela Peczkowski als neue Leiterin eingeführt

Mosbach. In musikalischer Hinsicht ging in den Johannes-Anstalten Mosbach am Wochenende eine Ära zu Ende. In einem feierlichen Gottesdienst, den das Bläser- und Paukenensemble der Johannes-Anstalten Mosbach mitgestaltete, wurde Hubert Schäfer feierlich als Leiter des Ensembles verabschiedet.

Auf seine Initiative hin fanden sich Mitte der 1960er Jahre Mitarbeitende zusammen, die in ihren Heimatorten in Posaunenchören oder Musikvereinen aktiv waren. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich ein stattlicher Bläserchor, der seit einigen Jahren durch Pauken verstärkt und bereichert wird. Kaum aufzuzählen sind die Gottesdienste und Feiern in den Johannes-Anstalten, die das Bläser- und Paukenensemble in diesen vier Jahrzehnten unter der Leitung von Herrn Schäfer musikalisch begleitet und gestaltet hat. Besondere Höhepunkte waren die Einweihung unserer Kirche vor 25 Jahren, das Kirchenjubiläum im vergangenen Mai und die Mitgestaltung der Festgottesdienste im Jubiläumsjahr 2005.

Pfarrer Lallathin danke Hubert Schäfer sehr herzlich für seine musikalische Aufbauarbeit. Er hat sie auch als einen Teil der Verkündigung des Evangeliums verstanden. Auch Pfarrerin Birgit Lallathin hob in ihrer Predigt die besondere Bedeutung der Kirchenmusik hervor, das Wort Gottes zu posaunen, zu trompeten, zu pauken, zu singen und zu klatschen.

Für sein segensreiches Wirken dankten auch Gerhard Schwaab als Vertreter des Bläser- und Paukenensembles. Geschäftsführer Reinhard Adler hob Schäfers außerordentlichen Verdienste bei der anschließenden Feier hervor. Hubert Schäfer war den Johannes-Anstalten Mosbach viele Jahre eng verbunden. 2001 wurde er als Rektor der Sonderschule Mosbach in den Ruhestand verabschiedet.

Die Redner des Tages drückten auch ihre Freude über die gelungene Nachbesetzung der Stelle der Dirigentin mit Frau Peczkowski aus, die vor fünf Jahren dem Bläser- und Paukenensemble beigetreten ist und damals als erste Frau in diese Männerdomäne eindrang. Für ihre neue Aufgabe ist Raphaela Peczkowski bestens vorbereitet. Sie hat zahlreiche Schulungen zur Vorbereitung auf das neue Amt besucht.


PRESSEINFORMATION vom 19. Juli 2006

Johannes-Anstalten auch international gefragt

Rajani Dasi aus Hyderabad informierte sich zehn Tage lang über das breit gefächerte psychotherapeutische Angebot der Einrichtung

Mosbach. Weitgereisten Besuch hatten in den vergangenen Tagen die Johannes-Anstalten Mosbach: Rajani Dasi, leitende Mitarbeiterin einer Behinderteneinrichtung, dem Child Guidance Centre (CGC), in Hyderabad, Indien informierte sich über das breit gefächerte  psychotherapeutische Angebot der Johannes-Anstalten Mosbach.

Rajani Dasi, die zurzeit einen zweijährigen Master-Studiengang in Psychologie absolviert, hospitierte in den Psychologischen Diensten des Berufsbildungswerkes und des Heimbereichs, den Kliniken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und im Frühförderzentrum Neckarelz. Sehr interessiert war sie auch an den pädagogischen Methoden der Johannesberg Schule, des Sinnesgartens und des Farmprojekts.

Aus Zeitgründen konnte Rajani Dasi nur einen kleinen Anteil der Fachabteilungen kennen lernen. Sie war sehr beeindruckt über die große Kompetenz und die individualisierte Vorgehensweise trotz hoher Belegungszahlen. Sehr erfreut war sie auch, an einer Fortbildung von Dr. Vera Bernard-Opitz aus Irvine, USA über Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen teilnehmen zu können.

Alleine einen Nachmittag lang hospitierte Rajani Dasi in der Neurologisch-Psychiatrischen Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach. In englischer Sprache erfuhr sie die Schwerpunkte der psychologischen, diagnostischen und therapeutischen Arbeit. Ebenso bestand Interesse an der Struktur der Klinikstationen, die sie dann auch vor Ort aufsuchte: die Klinikstation I mit psychiatrisch erkrankten erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung sowie die Klinikstation II mit psychiatrisch erkrankten Patienten ohne geistige Behinderung. Sie leiden z.B. unter Psychosen, neurotischen oder affektiven Störungen wie beispielsweise Depressionen.

Diplom-Psychologin Renate Reber führte die Besucherin durch den Nachmittag und machte sie auch mit dem interdisziplinären Team aus Ärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Soziotherapeuten und Mototherapeutin bekannt.

Rajani Dasi berichtete ihrerseits von der psychologisch-pädagogischen Arbeit an der Tobi-Schule des CGC und betonte, dass die Eindrücke aus den Johannes-Anstalten Mosbach für ihre Arbeit in Indien sehr hilfreich sein werden. Sie würdigte den guten wechselseitigen Kontakt mit verschiedenen Bezugspersonen in Mosbach, schwerpunktmäßig über die Familie Paeper. Sie freute sich, dass die Johannes-Anstalten und der Mosbacher Verein „Partnerschaft In Einer Welt e.V.“ als Gastgeber diese Hospitation ermöglicht hatten.

Die Gemeinde der Johanneskirche und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Johannes-Anstalten unterstützen seit einigen Jahren die Tobi-Schule des CGC für geistig behinderte Kinder in einem Vorort von Hyderabad. Diese Unterstützung zeigt sich auf vielerlei Weise, am wichtigsten jedoch, resümierte Rajani Dasi, seien die zwischenmenschlichen Kontakte.


PRESSEINFORMATION vom 24. Juli 2006

Heim und Familie – Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Neuropsychiatrie der Johannes-Anstalten Mosbach spricht erneut Angehörige an

Mosbach. Die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach setzt ihre vierteljährlichen Veranstaltungen für Angehörige von geistig behinderten Menschen mit Psychiatrieerfahrung am Freitag, 28. Juli, um 15 Uhr fort. Das Thema „Kann Behinderung bewältigt werden?“ wird diesmal mit dem Schwerpunkt „Heim und Familie – Möglichkeiten der Zusammenarbeit“ fortgesetzt.

Referentin ist Ingrid Bolkart-Ries, Sozialpädagogin im Sozialdienst der Johannes-Anstalten Mosbach. Die Moderation hat Rolf Müller, Diplom-Psychologe an der Neurologisch-Psychiatrische Klinik Mosbach. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Sie dauert etwa eineinhalb Stunden und findet im Mitarbeiterspeisesaal der Johannes-Anstalten (Besprechungsraum) statt.

Angesprochen sind Angehörige von geistig behinderten Menschen, die derzeitig ambulant oder stationär psychiatrisch behandelt werden oder schon einmal psychiatrisch behandelt wurden.


PRESSEINFORMATION vom 24. Juli 2006

Baden-Württembergischer Fußballmeister gesucht

Johannes-Anstalten Mosbach richten Turnier in Zusammenarbeit mit Special Olympics Deutschland aus

Mosbach. In Zusammenarbeit mit Special Olympics Deutschland richten die Johannes-Anstalten Mosbach am kommenden Freitag, 28. Juli, die Baden-Württembergischen Fußballmeisterschaften für Menschen mit geistiger Behinderung aus.

Die Spiele finden von 10 bis ca. 15 Uhr im Elzstadion Neckarelz statt. In den Kategorien 1 bis 3 treffen Mannschaften aus ganz Baden-Württemberg aufeinander. Sie stammen aus Einrichtungen, Sonderschulen oder Werkstätten. Das Siegerteam in der Kategorie 1 fährt zu den Deutschen Meisterschaften in Kamen.


PRESSEINFORMATION vom 25. Juli 2006

Fußballmeisterschaften fallen aus

Zu heiß, zu viele Absagen

Mosbach. Aufgrund der unverändert heißen Temperaturen und zahlreicher Absagen haben sich die Veranstalter entschlossen, die für kommenden Freitag, 28. Juli, geplanten Baden-Württembergischen Fußballmeisterschaften für Menschen mit geistiger Behinderung abzusagen.

Wir informieren Sie rechtzeitig, wenn die Veranstaltung nachgeholt wird.#


PRESSEINFORMATION vom 25. Juli 2006

ZANO-Praxen geben Zahngold-Erlös
an Johannes-Anstalten weiter

7.850 Euro für erlebnispädagogische Maßnahmen

Schwarzach. Anstatt ausgediente Kronen, Brücken und Prothesen wegzuwerfen oder nutzlos aufzubewahren, haben Patienten sie den Praxen für einen guten Zweck überlassen. Etwa 4,5 Kilo Dentalabfälle konnten in etwas mehr als einem Jahr von Mitgliedern des zahnärztlichen Arbeitskreises Neckar-Odenwald e.V. (ZANO) der Firma Metalor-Dental in Stuttgart übergeben werden. Sie hat wie in den vergangenen zehn Jahren die Scheidung des Goldes vom übrigen Material in dankenswerter Weise unentgeltlich vorgenommen.

Nachdem bis vor einem Jahr die Odenwaldhilfe für Tschernobylkinder den Erlös alleine erhielt, fassten die ZANO-Mitglieder dieses Jahr den Beschluss, dass ein großer Teil des Spendenbetrages regionalen Projekten zu Gute kommt.

So übergab dieser Tage Zahnarzt Dan Eiworth stellvertretend für die Mitgliedspraxen in Eberbach, Schwarzach, Neckargerach, Neunkirchen, Schönbrunn, Reichartshausen, Neckarsteinach, Waldbrunn, Waldwimmersbach, Schönau, Hirschhorn, Heiligkreuzsteinach, Waibstadt, Neckarbischofsheim und Epfenbach stolze 7.850 Euro an die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) auf dem Schwarzacher Hof. Mit Hilfe der Spende werden im Rahmen des Jahresspendenprojektes „Lernen durch Erleben“ erforderliche Sachaufwendungen für erlebnispädagogische Maßnahmen finanziert, die nicht nur, aber auch für Patienten der KJPP initiiert werden.

Chefarzt Dr. Karsten Rudolf und der Leiter des Geschäftsbereiches Beschäftigung und Gesundheit, Dr. Alexander Vater, dankten herzlich für die hochwillkommene Spende. Sie komme, so Dr. Vater, einer sehr sinnvollen Sache zugute.

ZANO besteht seit über elf Jahren und hat als Hauptzweck den kollegialen Erfahrungsaustausch sowie die Ausbildung zum Wohle der Patienten.


PRESSEINFORMATION vom 26. Juli 2006

Jubel an der Fachschule für Sozialwesen

Glückwunsch an 73 angehende Heilerziehungspfleger und -helfer

Schwarzach. 59 angehende Heilerziehungspfleger (HEP) haben vom 5. bis 7. Juli ihre Prüfungen an der Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Anstalten Mosbach auf dem Schwarzacher Hof abgelegt. Geprüft wurden folgende Fächer: Pädagogik/Heilerziehungslehre, Gesundheits- und Krankheitslehre, Medizinische Lehre der Behinderungen, Psychologie und Soziologie, Praxis- und Methodenlehre, Rechts- und Berufskunde. Alle haben bestanden.

Am 17. Juli folgten die mündlichen Prüfungen der angehenden Heilerziehungshelfer (HEH). Von den 15 Teilnehmern erreichte einer nicht das Ziel. Außer Praxis- und Methodenlehre wurden alle Fächer wie bei der Heilerziehungspflege geprüft. Den Vorsitz der Prüfungskommission hatten Frau Kleifges und Herr Lange vom Regierungspräsidium Karlsruhe.

Mit der bestandenen Prüfung haben sich die Absolventen für eine berufliche Tätigkeit im sozialpflegerischen und sozialpädagogischen Bereich qualifiziert. Im Mittelpunkt dieses Fachgebietes steht die Unterstützung, Förderung und Pflege von Menschen mit Behinderungen.

Als letzte Hürde vor der Staatlichen Anerkennung müssen sich die „HEPs“ den Fragen im Kolloquium stellen. Die „HEHs“ müssen die Anforderungen des Berufsanerkennungsjahres erfüllen. Die Anerkennungsfeier wird im Herbst dieses Jahres stattfinden, für die Heilerziehungshelfer entsprechend ein Jahr später.

Unsere Glückwünsche zur bestandenen Prüfung gehen an:

Oberkurs A: Heike Amberger, Latifa Assoulouh, Stefanie Bedruna, Patrick Büchele, Lea Gardner, Andrea Hege, Benjamin Ihrig, Britta Krieger, Tamara Münch, Tim Papritz, Michaela Post, Manfred Röder, Tanja Rupp, Simone Scherer, Julia Schlechter, Stefanie Schork, Michaela Soult, Elisabeth Szusciel, Miriam Wajner, Florian Wanner, Tobias Weber, Andreas Wesch.

Oberkurs B: Regine Bauer, Claudia Birkholz, Manuel Blesch, Thomas Ehrlich, Sabrina Farrenkopf, Holger Gölitz, Daniela Hauck, Christine Hohn, Nicole König, Matthias Kunz, Fabian Lang, Sarah Ludwig, Carolin Mahnhardt, Magdalena Narloch, Gabriele Roidl, Nicole Rummel, Christiane Scherer, Alexander Stillner, Branimir Marko Vranjes, Sarah Wollnik.

Oberkurs C: Jasmin Argast, Stefan Burckhard, Niklas Darmstadt, Andreas Geier, Christina Gibaldi, Anna Hiendl, Cornelius Krämer, Matthias Kranhold, Lydia Krauß, Kerstin Lauser, Stefanie Müller, Susanne Muth, Silvana Sacco, Marina Schleicher, Olga Schweizer, Silvia Spandl, Marina Ziegelmüller.

Heilerziehungshilfe: Petra Backhaus, Monika Bensch, Daniela Blum, Daniel Bolesta, Julia Eichinger, Nicole Godziatkowski, Agnes Grünfeld, Corinna Holst, Maximilian Krauß, Sabrina Niklaus, Christian Stefanac, Manuel Steffin, Sven Steinbrecher, Susanne Winter.


PRESSEINFORMATION vom 28. Juli 2006

MiniMal bedankt sich bei treuen Einkäufern

Erlös aus Kuchenverkauf beim Frühlingsfest an Jugendliche aus dem Berufsbildungswerk Mosbach gespendet

Mosbach. Über Einkaufsgutscheine im Wert von 300 Euro des Mosbacher MiniMal-Marktes dürfen sich die Internatsbewohner des ersten und zweiten Ausbildungsjahres im Berufsbildungswerk (BBW) der Johannes-Anstalten Mosbach freuen. Im Rahmen der Selbstversorgung fahren sie einmal wöchentlich zum Großeinkauf in diesen Lebensmittelmarkt der REWE-Gruppe und erhielten dafür nun ein Dankeschön.

Zum Selbstversorgungskonzept des BBW, in dem Jugendliche mit Lern- und Mehrfachbehinderungen ausgebildet werden, gehört nicht nur das Training des wirtschaftlichen Einkaufens. Die Jugendlichen planen darüber hinaus den Bedarf an Lebensmitteln, die in größeren Mengen benötigt werden, stellen eine Liste zusammen und werden auch in die „Geheimnisse“ des Aufbaus der Sortimente im Supermarkt eingeweiht – für das günstigste Produkt muss man sich in der Regel bücken.

Der Handel profitiert vom Selbstversorgungskonzept. Allein 2005 haben 250 BBW-ler circa 233.000 Euro bar in die Stadt getragen.

Dem MiniMal-Markt war dies nun ein Dankeschön wert. Die Mitarbeitenden haben Ende April ein Frühlingsfest veranstaltet, bei dem unter anderem selbstgebackener Kuchen verkauft wurde. Dieser scheint hervorragend gewesen zu sein. Stolze 300 Euro kamen als Erlös zusammen.

Marktleiter Peter Arnold überreichte Einkaufsgutscheine in selber Höhe an die BBW-ler Tim Urban, Mustafa Altunas und Bernd Götzinger, die sich herzlich dafür bedankten und dem MiniMal-Markt sicherlich auch künftig die Treue halten werden. Mit dabei waren vom BBW Manfred Schifferdecker, Internatsleiter Gerd Otto und Praktikantin Luisa Rosenfeld sowie vom Frühlingsfestvorbereitungsteam Birgit Münch.


PRESSEINFORMATION vom 2. August 2006

Eine Zeitreise durch 125 Jahre

„Von der Kaiserzeit bis zum 21. Jahrhundert“: Ausstellung der Johannes-Anstalten Mosbach im Rathaus Strümpfelbrunn zu sehen

Mosbach/Waldbrunn. Die Gemeinde Waldbrunn lädt alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Ausstellung der Johannes-Anstalten Mosbach ein. Sie wird am Donnerstag, 24. August, um 17 Uhr im Rathaus Strümpfelbrunn eröffnet.

Die Ausstellung „Von der Kaiserzeit bis zum 21. Jahrhundert“ wurde anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Johannes-Anstalten Mosbach im Jahr 2005 konzipiert und fand bereits bei zahlreichen Veranstaltungen Beachtung. Sie steht nun der Gemeinde Waldbrunn für einige Wochen zur Verfügung.

In Wort und Bild erzählt die Ausstellung die Entwicklung der Johannes-Anstalten Mosbach von der Gründung im Jahr 1880 als „Anstalt für schwachsinnige Kinder“ über die beiden Weltkriege bis in die Gegenwart – eine wechselhafte Geschichte, die in der Zeit des Nationalsozialismus mit seiner menschenverachtenden Ideologie ihren absoluten Tiefpunkt hatte.

Heute halten die Johannes-Anstalten Mosbach ein breites Angebot in den Bereichen Wohnen, Beschäftigung, Bildung und Gesundheit bereit, wie die Ausstellung in vielen Bildern und Erläuterungen zeigt.

Die Johannes-Anstalten Mosbach sind ein modernes Dienstleistungsunternehmen der Diakonie und betreuen und begleiten 3100 Menschen mit Behinderungen und Menschen mit vergleichbarem Unterstützungsbedarf. Sie unterhalten Wohn- und Werkstätten, Kliniken, Schulen und ein Berufsbildungswerk und sind in 16 Städten und Gemeinden in ganz Baden vertreten.

Die Ausstellung kann zu den normalen Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden. Weiteres Informationsmaterial liegt bereit.


PRESSEINFORMATION vom 4. August 2006

Geänderte Rehapolitik trübt Feierlaune

Entlassfeier am Berufsbildungswerk der Johannes-Anstalten Mosbach: 90 Absolventen verabschiedet – Preisdruck und gravierender Belegungsrückgang

Mosbach. Kritische Worte zur Rehapolitik der Bundesagentur für Arbeit begleiteten die Entlassfeier des Berufsbildungswerkes der Johannes-Anstalten Mosbach (BBW), bei der am Donnerstag (3. August) 90 Absolventinnen und Absolventen verabschiedet wurden. Obwohl die erfolgreiche Arbeit der Berufsbildungswerke für Jugendliche mit Lern- und Mehrfachbehinderungen allgemein anerkannt ist, unterliegt sie einem erheblichen Preisdruck verbunden mit dramatischen Belegungsrückgängen. Leidtragende sind vor allem junge Menschen, die ohnehin nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Mit 90 Absolventen, die am Donnerstag nach drei- oder vierjähriger Ausbildungszeit verabschiedet wurden, haben 94 Prozent der Prüflinge ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen – auch dies ein Indiz für erfolgreiche Arbeit im Berufsbildungswerk Mosbach. Ausgebildet wurden sie in den Bereichen Küche, Gartenbau, Farbe, Holz, Hauswirtschaft, Lagerwirtschaft, Metall und Reinigungstechnik. Seit Bestehen des 1977 gegründeten BBW wurde damit rund 2.100 Rehabilitanden mit Erfolg eine Berufsausbildung vermittelt.

Mit einer Andacht begann die Entlassfeier. Pfarrer Richard Lallathin machte kein Geheimnis daraus, dass der Weg für die BBW-Absolventen hier und da auch „steinig und schwer“ war und sein werde – wie im gleichlautenden Lied von Xavier Naidoo, das eingangs zu hören war. Mit ihrem Abschluss hätten sie aber eine sehr gute Grundlage geschaffen. Lallathin appellierte an sie, niemals den Mut zu verlieren.

Die Johannes-Anstalten Mosbach würden auch in Zukunft ihr Berufsbildungswerk als ein bedeutsames Angebot für lernbehinderte Jugendliche zur Berufsausbildung und zur Lebensvorbereitung innovativ und kreativ im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiterentwickeln, blickte Geschäftsführer Reinhard Adler voraus. Ungeachtet dessen wies er mit Sorge darauf hin, dass die meisten Berufsbildungswerke in Deutschland seit längerem massiven Einflüssen einer veränderten Bewilligungspolitik des Rehabilitationsträgers, der Bundesagentur für Arbeit (BA), ausgesetzt seien – gerade in Baden-Württemberg und inzwischen auch in Mosbach. Die „Heimatagentur“ in Tauberbischofsheim nahm er hiervon ausdrücklich aus.

Als alleiniger Nachfrager und Kostenträger beruflicher Rehabilitationsleistungen für junge Menschen mit Behinderungen in stationären Einrichtungen habe die BA eine marktbeherrschende Stellung. Dies führe seit Jahren dazu, dass sie einen nicht unerheblichen Preisdruck auf die Berufsbildungswerke ausübe. Zum Teil hätten erhebliche Leistungsentgeltabsenkungen hingenommen werden müssen, die existenzgefährdend seien. Darüber hinaus stehe dem teilweise gravierenden Belegrückgang eine deutliche Zunahme der Belegung in „vergleichbaren Einrichtungen“ im Sinne des Paragraphen 35 SGB IX gegenüber.

Wohnortnahe berufliche Reha-Einrichtungen hätten im so genannten „gestuften Lernortkonzept“ der BA eine Vorrangstellung. Solche Einrichtungen, so Adler, müssten aber vom Leistungsvermögen her den Berufsbildungswerken entsprechen. Dies sei in den meisten Fällen nicht erkennbar.

Vorrang räume die BA auch der betrieblichen Ausbildung ein. Dabei dürfe jedoch die Realität in den Unternehmen nicht außer Acht gelassen werden. Von über 100.000 jungen Menschen mit Behinderungen hätten im Jahr 2004 lediglich rund sechs Prozent eine betriebliche Ausbildung absolviert. Selbst für Jugendliche ohne Einschränkungen sei das Ausbildungsplatzangebot nicht ausreichend. Eine Reduzierung des außerbetrieblichen Ausbildungsangebotes benachteilige demnach zusätzlich junge Menschen mit Lernbehinderungen, stellte Adler klar.

Der Geschäftsführer bemängelte zugleich fehlende Transparenz sowie eine nicht erkennbare Systematik für die Belegung und die Kostensätze. Ein Preiswettbewerb zwischen einzelnen Einrichtungen sei nur über eine vergleichbare Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität verantwortbar; ansonsten nähmen Billigangebote zu Lasten junger Menschen überhand.

Als Träger des Berufsbildungswerkes Mosbach hätten die Johannes-Anstalten das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg gebeten, seine Strukturverantwortung für die Berufsbildungswerke aktiv wahrzunehmen und Gespräche auch mit anderen Trägern von Berufsbildungswerken in Baden-Württemberg angeboten.

Ungeachtet all der Sorgen gratulierte der Geschäftsführer den Absolventen herzlich zu ihrem Abschluss und wünschte ihnen für ihren weiteren Weg einen langen Atem und Gottes Segen.

Den Gratulationen schloss sich Wilfried Hüntelmann von der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim an. In seinen Dank schloss er auch die Ausbilderinnen und Ausbilder, Lehrerinnen und Lehrer am BBW ein. „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ – mit dieser altbekannten Tatsache ermunterte er die Absolventen, niemals mit dem Lernen und sich Weiterentwickeln aufzuhören.

„Time to say Goodbye“ – in Reimform und mit nachdenklichen Worten verabschiedeten sich Dominik Müller und Melanie Zwally im Namen der Reha-Vertretung des BBW von den Absolventen.

Auch BBW-Leiter Albert Stelzle fand kritische Worte zur aktuellen Rehapolitik. Zwar räume der Koalitionsvertrag den Ausbildungs- und Beschäftigungschancen junger Menschen einen besonderen Stellenwert ein. Und ein hochrangiger BA-Vertreter spreche sogar von wahren Wundern, wie es Berufsbildungswerken gelinge, Jugendliche zum erfolgreichen Berufsabschluss zu führen, die nach neun Schuljahren weder berufsreif noch ausbildungsfähig zu sein schienen.

Dennoch, so Stelzle, sei Fakt, dass die Anmeldezahlen zum Teil dramatisch nach unten gehen. Schulabgänger der Förderschulen müssten in Baden-Württemberg Berufsvorbereitungsklassen besuchen, obwohl dort vielfach nicht auf ihre spezifische Lernproblematik eingegangen werden könne.

Entschlossenes gesamtgesellschaftliches Handeln sei geboten. Wohlklingende Absichtserklärungen seien zu wenig. Die Realität, die viele jungen Menschen – gerade auch mit Beeinträchtigungen – erleben, sehe anders aus. Es sei erschreckend, wie sehr in Deutschland der Schul- und Bildungserfolg immer noch von der Sozialschichtzugehörigkeit abhänge. Fünfzehn bis zwanzig Prozent aller Jugendlichen blieben ohne Ausbildung – mit zunehmender Tendenz.

Gerade Beteiligung und Befähigung seien Schlüsselelemente sozialer Gerechtigkeit. Die berufliche Bildung der Jugendlichen dürfe deshalb nicht der Beliebigkeit nach Kassenlage preisgegeben werden.

Den Absolventen gratulierte er herzlich zu ihren Leistungen, auf die sie stolz sein könnten. Für ihren weiteren Weg wünschte er ihnen Vertrauen in die eigene Kraft, Mut zur Entscheidung und Interesse an lebenslangem Lernen.

Die Zeugnisübergabe sowie Belobigungen und Auszeichnungen schlossen sich an. „Den Vogel abgeschossen“ hatte Viktor König (Ausbildungsbereich Gartenbau), der mit der Gesamtnote 1,6 Prüfungsbester ist.


PRESSEINFORMATION vom 8. August 2006

Neuropsychiatrische Klinik lädt wieder
Angehörige psychisch Kranker ein

Angehörigengruppe trifft sich an jedem dritten Dienstag im Monat

Mosbach. Zum nächsten Treffen der Angehörigengruppe unter Leitung von Dipl.-Psychologin Renate Reber und Stationsarzt Wolfram Weiß lädt die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach Angehörige psychisch kranker ehemaliger und anderer Patientinnen und Patienten ein. Es findet statt am Dienstag, 15. August, von 15 bis 17 Uhr im Besprechungsraum der Neuropsychiatrischen Station, Zimmer 310 im dritten Stock der Klinik. Die weiteren Treffen sind an jedem dritten Dienstag im Monat.

Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über verschiedene Krankheitsbilder und den Umgang mit psychisch Erkrankten. Die Gruppe ist jederzeit für neue Mitglieder offen. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 06261/88-300, Sekretariat der Klinik.


PRESSEINFORMATION vom 10. August 2006

Startschuss für neues Wohnheim in Buchen

Ersatz für Haus „Bergesruh“ in Hettigenbeuern – Erster Spatenstich im Oktober geplant – 37 Plätze für Menschen mit geistiger Behinderung

Mosbach/Buchen. Lange haben die Johannes-Anstalten Mosbach auf den Kostenbewilligungsbescheid für ihr neues, dringend notwendiges Wohnheim in Buchen warten müssen. Nun ist es endlich so weit. Dieser Tage wurde der Grundstückskauf beim Notar besiegelt. Am 24. Oktober soll der symbolische erste Spatenstich vorgenommen werden.

Im Gebiet „Zum Kleinen Roth“ in Buchen wird ein neues modernes Wohnheim für 37 Menschen mit Behinderung entstehen. Es ersetzt das Haus „Bergesruh“ im Buchener Stadtteil Hettigenbeuern, das in einem nicht mehr erhaltenswerten Zustand ist. Das überalterte Gebäude ist für moderne Betreuungskonzepte nicht mehr geeignet, zudem können für Senioren keine adäquaten Angebote gemacht werden.

Die Johannes-Anstalten Mosbach reagieren zudem auf eine verstärkte Nachfrage nach neuen Angeboten. Der Neubau ist Teil eines Wohn- und Beschäftigungskonzeptes der Johannes-Anstalten in der Region Buchen mit Fokus auf ein abgestuftes Wohnangebot und eine Erweiterung der überbelegten Buchener Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Das Bauvorhaben besteht aus drei zweigeschossigen, nicht unterkellerten Gebäuden, welche durch ein gemeinsames Erschließungselement miteinander verbunden sind. Großzügige Verglasungen unter anderem im Haupteingangsbereich tragen zu einer transparenten Gestaltung bei.

Das neue Wohnheim bietet 36 Plätze im „Kernwohnheim“ und einen Kurzzeitplatz. Zudem sind separate Räumlichkeiten für die Seniorenbetreuung vorgesehen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Neubau auf gut 3,5 Millionen Euro. Der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS), der auch für die Abwicklung von Landesfördermitteln zuständig ist, schießt ca. 1,5 Millionen Euro zu, darüber hinaus werden rund 2 Millionen Euro aus Kapitalmarkt- und Eigenmitteln aufgewendet.


PRESSEINFORMATION vom 14. August 2006

Eine Sitzbank als Dankeschön

Amselweg revanchierte sich bei Kur- und Klinikverwaltung Bad Rappenau GmbH für gespendetes Mobiliar

Schwarzach/Bad Rappenau. Über mehrere Kleintransporterladungen mit geschenktem Mobiliar konnte sich unlängst der Wohnverbund „Amselweg“ am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach freuen. Er profitierte von der Verkleinerung der Rosentritt-Klinik, ein Unternehmen der Kur- und Klinikverwaltung Bad Rappenau GmbH. Die Schwarzacher revanchierten sich nun mit einer schmucken Sitzbank aus der Produktion der eigenen Werkstätten.

Olaf Werner, Geschäftsführer der Kur- und Klinikverwaltung, und seine Stellvertreterin Elke Rothfuß nahmen sich viel Zeit für die Schwarzacher Delegation, bestehend aus Fachbereichsleiter Andreas Hammer, Verbundleiter Thomas Körner und zwei Bewohnerinnen aus dem Amselweg, die kürzlich das Geschenk aus den Schwarzacher Werkstätten persönlich vorbeibrachten. Es ist in Bad Rappenau hoch willkommen. Zwar gibt es auf dem Kurgelände jede Menge Sitzbänke. Die seien jedoch, wie Geschäftsführer Werner erläuterte, von Sitzhöhe und -neigung her gerade für Patienten mit orthopädischen Problemen oftmals ungeeignet.

Anders als die mit strahlend blauen Armlehnen und hellen Holzplanken ausgestattete Bank aus Schwarzach, die am Eingangsbereich des Therapiezentrums ihren neuen Standort finden wird. Hier haben die Kontakte zwischen den Johannes-Anstalten Mosbach und den Bad Rappenauer Kurkliniken quasi ihren Ursprung. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung nehmen viele Mitarbeiter der Johannes-Anstalten am Programm „TOPfit-JOBfit“ teil, das im Therapiezentrum durchgeführt wird.

Für den Verbund „Amselweg“ kam die Möbelspende genau zum richtigen Zeitpunkt, wurde das Haus doch gerade grundlegend renoviert, erläuterte Fachbereichsleiter Andreas Hammer, verbunden mit einem nochmaligen Dankeschön. Die Einladung zur Besichtigung der modernen Salinenklinik und zum Kaffeetrinken wurde gerne angenommen. Geduldig und einfühlsam gingen Geschäftsführer Olaf Werner und seine Stellvertreterin Elke Rothfuß auch auf die Fragen der beiden mitgereisten Bewohnerinnen Sylvia Schulz und Sibylle Kallenberger vom Schwarzacher Hof ein – ein bereichernder Nachmittag für beide Seiten. Die Kontakte sollen künftig nach Möglichkeit noch vertieft werden.


PRESSEINFORMATION vom 1. September

Ambulant vor Stationär – Versorgungslücke in der medizinischen Betreuung geschlossen

Neue Institutsambulanz an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach

Mosbach/Schwarzach. Am 1. September eröffnete die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Schwarzacher eine kinder- und jugendpsychiatrische, -psychotherapeutische Institutsambulanz (KJPIA). Mit der symbolischen Schlüsselübergabe an Chefarzt Dr. Karsten Rudolf und den Leiter der KJPIA  Dr. Dieter Appel startete das neue Projekt.

Erstmals in der 35-jährigen Geschichte der Klinik stehen die fachlichen Kompetenzen ambulant und stationär zur Verfügung. Mit der KJPIA wurde auch eine Versorgungslücke - insbesondere im Neckar-Odenwald-Kreis - geschlossen.

Das Leistungsangebot der Institutsambulanz ist breit gefächert und beinhaltet eine umfassende psychiatrische, medizinische und psychologische Diagnostik sowie ein vielseitiges Beratungs- und Therapieangebot. Spezialangebote werden für  Kinder und Jugendliche mit ihren Familien in den Bereichen schwere Lernbehinderung, geistige Behinderung, Trauma, Sucht und ADHS zur Verfügung stehen.

Das Team besteht aus einem leitenden Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie, einer Psychologin, einer Heilpädagogin und zwei Krankenschwestern.

In der Regel erfolgt der Zugang zur Institutsambulanz per Überweisung durch niedergelassene Vertragsärzte oder durch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Schwarzacher Hof. Die nachstationäre Behandlung wird bereits während des stationären Aufenthalts eingeleitet.

Die KJPIA ist zuständig für Patienten aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, dem Main-Tauber- Kreis und angrenzenden Landkreisen. Für Fragen und Anmeldungen steht das Sekretariat von Montag bis Freitag, 8.00-16.45 Uhr unter Tel.: 06262-22-732 zur Verfügung.

Die Eröffnung der KJPIA wird Ende September gefeiert.


PRESSEINFORMATION vom 5. September

Großes Fußball-Finale in Kamen

Bundeswettbewerb der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) – Mannschaft der Johannes-Anstalten Mosbach qualifizierte sich

Mosbach/Kamen. Fußballspielerinnen und -spieler aus der Behindertenhilfe Deutschlands, darunter auch Sportler der Johannes-Anstalten Mosbach, haben sich für das Endturnier im Bundeswettbewerb WfbM im Sportzentrum Kaiserau in Kamen qualifiziert.

Nach der WM ist vor der WM. Das gilt ganz besonders für 2006. Die Begeisterung über die Fußballweltmeisterschaft war groß und das Fußballfieber macht auch vor den Menschen mit Behinderungen keinen Halt. Für rund 200 Fußspielerinnen und -spieler aus Einrichtungen der Behindertenhilfe hat sich das Training besonders ausgezahlt. Nach den Vorentscheidungen in den einzelnen Bundesländern wurden die Landessieger zum Endturnier vom 14.-17. September nach Kamen eingeladen.

Der Bundeswettbewerb Fußball wird bereits zum sechsten Mal ausgerichtet. Die Veranstalter, der Deutsche Behindertensportverband, Special Olympics, die Sepp-Herberger-Stiftung des DFB sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen luden  die Landessieger aus den übrigen 15 Bundesländern ein.

Anlass und Ziel des Bundeswettbewerbs ist es, Menschen mit einer geistigen Behinderung stärker in das Leben in der Gesellschaft einzubinden. Fußball ist auch in den Johannes-Anstalten Mosbach die wichtigste Sportart und trägt als begleitende Maßnahme zur Persönlichkeitsentwicklung und natürlich auch zur Steigerung der individuellen Leistungsfähigkeit bei. Mit dem großen Bundeswettbewerb will die immer noch als „unsichtbar“ geltende Bevölkerungsgruppe eine stärkere gesellschaftliche Akzeptanz in der Öffentlichkeit erreichen. Dies soll auch in diesem Jahr ein großes Stück vorangetrieben werden.

Gespielt wird auf Kleinspielfeldern, wobei Frauen und Männer gleichzeitig in einem Team spielen können, und – nach einer Vorrunde – am Schlusstag die Endrunde austragen. Die Siegerehrung wird anschließend im Beisein von Vertretern des DFB und aller beteiligten Verbände vorgenommen, die mit ihrer Anwesenheit den Wert dieser Veranstaltung unterstreichen.


PRESSEINFORMATION vom 6. September 2006

Seelische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Familien liegt uns am Herzen

Neue Institutsambulanz an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) am Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach und im Kreiskrankenhaus Buchen - Versorgungslücke in der medizinischen Betreuung wurde geschlossen

Buchen/Schwarzach. Nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ eröffnete am 1. September die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Schwarzacher Hof eine kinder- und jugendpsychiatrische, -psychotherapeutische Institutsambulanz (KJPIA).

Das neue Angebot für die Menschen im Neckar-Odenwald- und Main-Tauber-Kreis wurde auch im Kreiskrankenhaus Buchen etabliert. Im „Informationsbüro Seelische Gesundheit (ISG) für Kinder, Jugendliche und ihre Familien“ auf dem Gelände des Kreiskrankenhauses Buchen,  Bau A,  Dr. Konrad-Adenauer Straße 37, steht montags zwischen 14 und 17 Uhr, jeweils nach Terminvereinbarung, ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Dieser informiert rund um das Thema seelische Gesundheit und psychische Störungen.

Anmeldungen für Schwarzach und Buchen nimmt das Sekretariat der KJPIA unter Tel.: 06262-22-732 , Fax: 06262-22-733 von Montag bis Freitag, 8 -16.45 Uhr entgegen.

Mit der KJPIA wurde eine Versorgungslücke, insbesondere im Neckar-Odenwald-Kreis und Main-Tauber-Kreis, geschlossen. Das Leistungsangebot der Institutsambulanz ist breit gefächert und beinhaltet eine umfassende psychiatrische, medizinische und psychologische Diagnostik sowie ein vielseitiges Beratungs- und Therapieangebot. Spezialangebote werden für Kinder und Jugendliche mit ihren Familien in den Bereichen schwere Lernbehinderung, geistige Behinderung, Trauma, Sucht und ADHS zur Verfügung stehen.

Das Team besteht aus einem leitenden Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie, einer Psychologin, einer Heilpädagogin und zwei Krankenschwestern.

In der Regel erfolgt der Zugang zur Institutsambulanz per Überweisung durch niedergelassene Vertragsärzte oder durch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Schwarzacher Hof. Die nachstationäre Behandlung wird bereits während des stationären Aufenthalts eingeleitet. Die KJPIA ist zuständig für Patienten aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, dem Main-Tauber- Kreis und angrenzenden Landkreisen.

Die offizielle Eröffnung der KJPIA wird im Herbst in Schwarzach gefeiert.


PRESSEINFORMATION vom 7. September 2006

Neuropsychiatrische Klinik lädt wieder
Angehörige psychisch Kranker ein

Angehörigengruppe trifft sich an jedem dritten Dienstag im Monat

Mosbach. Zum nächsten Treffen der Angehörigengruppe unter Leitung von Dipl.-Psychologin Renate Reber und Stationsarzt Wolfram Weiß lädt die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten in Mosbach Angehörige psychisch kranker ehemaliger und anderer Patientinnen und Patienten ein. Es findet statt am Dienstag, 19. September, von 15 bis 17 Uhr im Besprechungsraum der Neuropsychiatrischen Station, Zimmer 310 im dritten Stock der Klinik. Die weiteren Treffen sind an jedem dritten Dienstag im Monat.

Scherpunktthema an diesem Termin ist der Umgang mit Ängsten, wobei sowohl Alltagsängste als auch krankhafte Ängste besprochen werden können.

Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über verschiedene Krankheitsbilder und den Umgang mit psychisch Erkrankten. Die Gruppe ist jederzeit für neue Mitglieder offen. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 06261/88-300, Sekretariat der Klinik.


PRESSEINFORMATION vom 18. September 2006

Medaillenregen für erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler der Johannes-Anstalten Mosbach  

Die ausgezeichneten Athletinnen und Athleten bei den Special Olympics National Games in Berlinwurden in Mosbach mit Beifall begrüßt

Mosbach/Schwarzach. Vom 12. – 15. September fanden die „Special Olympics Deutschland“ in Berlin statt. 24 Bewohnerinnen und Bewohner der Johannes-Anstalten Mosbach nahmen mit großem Erfolg daran teil. Mit 12 Gold-, vier Silber- und fünf Bronze-Medaillen kehrten sie nach Mosbach zurück. Sie kämpften in den Disziplinen: Boccia, Radfahren, Schwimmen und Tischtennis.

Bei der Ankunft der erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler hatten sich viele Freunde in Mosbach eingefunden, sie gratulierten sehr herzlich zu diesem grandiosen Erfolg. Stolz gratulierte auch Dr. Alexander Vater, stellvertretender Geschäftsführer der Johannes-Anstalten Mosbach, der, so seine Worte, zum ersten Mal in seinem Leben eine Olympia-Mannschaft begrüßen durfte. Für die Gemeinde Schwarzach war Bürgermeister Theo Haaf gekommen, er versprach einen offiziellen Empfang der Sportler in der Gemeinde Schwarzach in nächster Zeit und überbrachte auch die Glückwünsche der Stadt Mosbach.

Fachbereichsleiter Jürgen Roßnagel, der auch stellvertretender Vorsitzender der Special Olympics Baden-Württemberg ist, freute sich ganz besonders über die erfolgreiche Teilnahme und Reinhold Winterbauer, Leiter des Freizeitbereichs, der das Team mit Helferinnen und Helfern aus Mosbach, Schwarzach und Michelbach begleitete, verwies darauf, dass diese erfolgreiche Truppe die erste gemeinsame Gruppe der Johannes-Anstalten Mosbach bei den Special Olympics war.

Erfolgreichste Sportlerin war Elke Jäger, die mit zwei Goldmedaillen in der obersten Leistungsgruppe die Beste von 720 Schwimmerinnen war. Sehr erfolgreich waren auch die Radfahrer, die insgesamt neun Medaillen einfuhren. Die Gruppe Boccia erhielt eine Medaille und die Gruppe Tischtennis erkämpfte vier Medaillen. Die besten Spieler qualifizierten sich für die Weltspiele 2007 in Shanghai.

Insgesamt nahmen 2500 Sportlerinnen und Sportler mit geistiger- und Mehrfachbehinderung an den National Games in Berlin teil. 1200 Helferinnen und Helfer begleiteten sie. Bundespräsident Horst Köhler war der Schirmherr der Spiele. Er würdigte die Leistungen der teilnehmenden Athletinnen und Athleten in ganz besonderem Maße.


PRESSEINFORMATION vom 21. September 2006

Vierfacher Grund zum Feiern

Erntedank- und Herbstfest am 1. Oktober auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach – Erstmals mit Busshuttle-Verkehr

Schwarzach. Ein vierfacher Grund zum Feiern besteht in diesem Jahr beim traditionellen Erntedank- und Herbstfest am Sonntag, 1. Oktober, auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach: Der Schwarzacher Hof gehört seit 70 Jahren zu den Johannes-Anstalten. Das dort angesiedelte Therapeutische Reiten nahm vor 30 Jahren seine Arbeit auf. Das Gebäude der Schwarzacher Werkstätten wurde vor 25 Jahren eingeweiht. Das Kunst-Werk-Haus wurde vor zehn Jahren eröffnet.

Was lange währt, hat sich bewährt: Seit Jahrzehnten ist das Erntedank- und Herbstfest ein wahrer Publikumsmagnet. Deshalb bieten die Mitwirkenden mit und ohne Behinderungen auch in diesem Jahr die bewährte Mischung aus Information und Unterhaltung. Zur Entspannung der Parksituation wird erstmals ein Busshuttle-Verkehr eingerichtet.

Das Erntedank- und Herbstfest beginnt mit einem Gottesdienst um 10 Uhr im Luthersaal. An der geistlichen Feier ist der Posaunenchor Aglasterhausen/Schwarzach unter der Leitung von Frieder Wittmann beteiligt.

Ab 11 Uhr schließt sich ein vielseitiges Programm an. Spiel, Spaß und Unterhaltung sind geboten: Karussell, Planwagenfahrten (ab 14 Uhr), Reiten für Kinder (14 bis 15.30 Uhr und ab 16 Uhr), Hüpfburg und Spielangebote in der Schwarzbach Schule, Westerneisenbahn und vieles mehr.

Im Informationszelt stellen sich die Fachschule für Sozialwesen und der Geschäftsbereich Wohnen vor, die Personalbetreuung gibt hier Auskunft über Beschäftigungsangebote. Die Ausstellung „Die Johannes-Anstalten Mosbach – von der Kaiserzeit bis zum 21. Jahrhundert“ kann im großen Konferenzraum im Haus Luther besucht werden. Weitere Ausstellungen sind den Teilbereichen, die Jubiläum feiern, gewidmet.

Auch Führungen und Besuchsmöglichkeiten werden den Gästen angeboten: im SINNEsgarten, dem Kunst-Werk-Haus, in der offenen Wohngruppe Haus Odenwald (ab 14 Uhr) und den Werkstätten (14 bis 16 Uhr). Um 15 Uhr gibt es Improvisationstheater in der Aula der Schwarzbach Schule, Leitung: Annemarie Leitz.

Musikvereine der Region (SF Band Schwarzach, Fanfarengilde Bad Rappenau, Musikverein Waibstadt) sorgen für die musikalische Umrahmung, und Verkaufsstände und Flohmarkt locken die Schnäppchenjäger. Für Speisen und Getränke ist selbstverständlich gesorgt.

Der in diesem Jahr erstmals angebotene Busshuttle-Verkehr mit zwei Fahrzeugen startet und endet an den Schwarzacher Werkstätten und fährt von 9 bis 18 Uhr folgende Haltestellen an: Gasthaus „Krone“, Reifen Fuchs in Aglasterhausen (bitte Parkplätze Stabilo und Penny-Markt benutzen), Freibad Schwarzach, Gasthaus „Krone“, Schwarzacher Werkstätten. Die Haltestellen und Parkplätze sind ausgeschildert und auch dem baustellenbedingten Umleitungsverkehr folgend gut zu finden.

Die Johannes-Anstalten bitten dringend darum, die Parkplätze auf dem Gelände des Schwarzacher Hofes zu entlasten. Dort kam es in den Vorjahren wegen des Besucherandrangs immer wieder zu chaotischen Situationen. Unterstützung leistet wie immer die Freiwillige Feuerwehr Schwarzach.


PRESSEINFORMATION vom 22. September 2006

Kicker der Johannes-Anstalten
vertraten Baden-Württemberg

Mannschaft traf im Endturnier des Fußball-Bundeswettbewerbes der Werkstätten für behinderte Menschen auf starke Konkurrenz

Mosbach. Die sportlichen Erfolge in den Johannes-Anstalten Mosbach reißen nicht ab. Während am vergangenen Samstag 24 Bewohnerinnen und Bewohner 12 Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen bei den „Special Olympics National Games 2007“ in Berlin errangen (wir berichteten), vertrat die Fußballmannschaft der Johannes-Anstalten Baden-Württemberg im Endturnier des Fußball-Bundeswettbewerbs der Werkstätten für behinderte Menschen in Kamen-Kaiserau, wo sie einen beachtlichen 13. Platz erzielte.

Ein unvergessliches Erlebnis bleibt für die Fußballmannschaft der Johannes-Anstalten Mosbach die Teilnahme am Endturnier, das vom 14. bis 17. September in Zusammenarbeit von Deutschem Behindertensportverband, Sepp-Herberger-Stiftung des DFB, Special Olympics Deutschland und Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten ausgerichtet wurde. Schon die Eröffnungsfeier war ein Highlight. Dem Spieler Sascha Naudorf aus den Johannes-Anstalten war die Ehre zugefallen, die baden-württembergische Landesfahne in die Halle zu tragen, und sein Mannschaftskollege Detlef Markl sprach zusammen mit DFB-Trainer Horst Hrubesch stellvertretend für alle Teilnehmer den Sportlereid.

Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme am Endspiel der Fußball-WM der Menschen mit Behinderungen, wo es zu hautnahen Begegnungen mit den drittplatzierten deutschen Nationalkickern und ihrem Co-Trainer Christoph Daum kam. Sie mischten sich unter die 14.500 restlos begeisterten Zuschauer in der Leverkusener BayArena, die den 9:8-Sieg von Saudi-Arabien gegen die Niederlande verfolgten.

Im Turnier selbst musste das Team aus den Johannes-Anstalten gegen starke Konkurrenz antreten. Bereits im ersten Vorrundenspiel traf es auf den späteren Turniersieger aus Eckernförde. Am Ende errang es einen achtbaren 13. Platz. Die meisten Akteure der konkurrierenden Mannschaften spielen im Ligabetrieb, sodass die durch Ausfälle geschwächte Mosbacher Mannschaft zumeist chancenlos war. Die Tatsache, dass viele der heutigen Nationalkicker beim letzten Mal noch bei diesem Turnier mitwirkten, zeigt zudem, auf welch hohem Niveau dieser Wettbewerb steht.

Spieler wie Betreuer sind begeistert von der professionellen Organisation und der herzlichen Aufnahme in Kamen. „Das war das Nonplusultra“, schwärmt Marita Müller, die das Team zusammen mit Detlef Niefnecker und Ursula Großmann-Lenk betreut hat. Reich beschenkt mit zahlreichen Präsenten und unvergesslichen Eindrücken kehrten die Spieler Sascha Naudorf, Wolfgang und Detlef Markl, Udo Götz, Alexander Sundermeier, Andreas Mertes, Hans-Jürgen Hauffe und Michael Hecht nach Mosbach zurück.

Anlass und Ziel des Bundeswettbewerbs war es, Menschen mit einer geistigen Behinderung stärker in das Leben in der Gesellschaft einzubinden. Fußball zählt auch in den Johannes-Anstalten Mosbach zu den wichtigsten Sportarten und trägt als begleitende Maßnahme zur Persönlichkeitsentwicklung und natürlich auch zur Steigerung der individuellen Leistungsfähigkeit bei. Mit dem großen Bundeswettbewerb soll für die immer noch als „unsichtbar“ geltende Bevölkerungsgruppe eine stärkere gesellschaftliche Akzeptanz in der Öffentlichkeit erreicht werden.


PRESSEINFORMATION vom 29. September 2006

Empfang für erfolgreiche
Olympioniken vom Schwarzacher Hof

Bürgermeister Theo Haaf löste sein Versprechen schnell ein

Schwarzach. Bürgermeister Theo Haaf hat sein Versprechen schnell eingelöst: Schon wenige Tage nach Rückkehr der erfolgreichen Olympioniken der Johannes-Anstalten Mosbach, die bei den „Special Olympics National Games 2006“ in Berlin zwölf Gold-, vier Silber- und fünf Bronzemedaillen abräumten, lud er die Sportlerinnen und Sportler zu einem offiziellen Empfang der Gemeinde Schwarzach ein. Denn schließlich kommen 15 der 24 Teilnehmer vom Schwarzacher Hof.

Am 16. September waren die Sportlerinnen und Sportler wieder glücklich in Mosbach „gelandet“, wo sie von zahlreichen Freunden und Gratulanten, darunter Theo Haaf, begeistert begrüßt worden waren (wir berichteten). Der Schwarzacher Bürgermeister kündigte sogleich einen offiziellen Empfang seiner Gemeinde an – und wurde schon am nächsten Tag von einer Teilnehmerin mahnend daran erinnert.

Viel Zeit blieb dem Gemeindeoberhaupt also nicht, und so war der Ratssaal bereits am vergangenen Donnerstagabend (28.9.) gut gefüllt mit Sportlerinnen und Sportlern und zahlreichen „Offiziellen“. Haaf begrüßte neben den Hauptpersonen des Abends besonders Geschäftsführer Reinhard Adler sowie vom Geschäftsbereich Wohnen den Leiter Dr. Peter Rösinger, Marianne Holzwarth, Jürgen Roßnagel, der zugleich 2. stellvertretender Vorsitzender von Special Olympics Baden-Württemberg ist, Reinhold Winterbauer, die Leiterin der Schwarzbach Schule, Monika Reimelt, sowie die Mitglieder des Gemeinderates. Als Vertreterin des Landrats war Renate Körber und als Vertreter des Sportkreises Peter Hauck anwesend.

Theo Haaf ging auf die von Höhen und Tiefen begleitete 70-jährige Geschichte des Schwarzacher Hofes als Teil der Johannes-Anstalten Mosbach ein und nannte den Erfolg bei den Special Olympics einen weiteren Höhepunkt dieser Geschichte. Er bedankte sich bei allen, die die Teilnahme der Sportlerinnen und Sportler überhaupt erst möglich gemacht hatten, in erster Linie bei dem rührigen Freizeitleiter Reinhold Winterbauer und dessen Trainer- und Betreuungsteam sowie bei den zahlreichen Sponsoren.

Haaf gratulierte jedem einzelnen Teilnehmer – einige konnten wegen einer Freizeitmaßnahme leider nicht mit dabei sein – und schloss getreu dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ auch diejenigen ein, für die es zu keiner Medaille gereicht hatte. (Liste siehe unten)

„Wir sind stolz auf alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, bekundete Geschäftsführer Reinhard Adler, der in seinem Urlaub von dem „grandiosen Erfolg“ erfahren hatte. Als „verkannter Olympionike“ freute sich der einstmalige Geräteturner ganz besonders mit den Sportlerinnen und Sportlern.

Auf diese wartete anschließend noch ein rauschendes Fest mit der Band „Blade 7“, das die Gemeinde für sie in der Disco des Schwarzacher Hofes organisiert hatte. Zu der rockigen Livemusik liefen Filmaufnahmen von den Wettkämpfen in Berlin. Und einige der Olympioniken, voran die Schwimmern Elke Jäger, die in der höchsten Leistungsgruppe gleich zweimal Gold holte, richten ihren Blick nun nach Shanghai, wo im kommenden Jahr die Weltspiele der Special Olympics stattfinden.

Teilnehmer und Medaillengewinner im Überblick

Schwimmen:

Elke Jäger, 2 x Gold (LK1), Schwarzach; Florian Lickermann, 1 x Gold, Michelbach; Ralf Berger, 1 x Gold, Schwarzach; Carolin Filipp, 1 x Silber, Schwarzach (Coach: Claudia Geiger)

Radfahren:

Egon Krämer, 1 x Gold, 1 x Silber, Schwarzach; Uwe Pautsch, 1 x Gold, 1 x Silber, Schwarzach; Patrik Giebel, 2 x Gold, Schwarzach; Simon Lenhard, 1 x Bronze, Schwarzach (Coach: Wilfried Hans)

Ricci Domenico, 1 x Gold, Mosbach; Anja Härting, Mosbach; Elena Bergen, Mosbach; Christian Chretz, Mosbach (Coach: Carmen Noe)

Philip Heilig, 1 x Gold, Mosbach; Fehim Amet, Mosbach; Franz Matz, Mosbach; Marion Wenzel, Mosbach (Coach: Nadja Wohlfahrt)

Tischtennis:

Günter Rettinger, 1 x Gold, Schwarzach; Renaldo Reinhard, 1 x Bronze, Schwarzach; Frank Eser, 1 x Silber, Schwarzach; Benno Frank, 1 x Bronze, Mosbach (Coach: Gerhard Andres)

Boccia:

Kirstin Weckbach, 1 x Gold, Schwarzach; Claudia Erb, 1 x Bronze, Schwarzach; Karl-Heinz Mühlberger, 1 x Bronze, Schwarzach; Peter Hartnagel, Schwarzach (Coach: Andreas Weber)

Weitere Begleiter:

Reinhold Winterbauer, Coach, Organisation – Logistik, Busfahrer
Gerhard Andres, Coach, Organisation – Sport
Marianne Hummel, Coach, Fanclub
Michael Beck, Coach, Fanclub