Johannes-Diakonie Mosbach

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Pressemitteilung vom 15.12.2004

Erfolgreiches Jahr trotz schwieriger Bedingungen

Zahlreiche Mitarbeitende des Schwarzacher Hofes der Johannes-Anstalten Mosbach für langjährige treue Dienste geehrt

Schwarzach. Bei der traditionellen Weihnachtsfeier des Schwarzacher Hofes der Johannes-Anstalten Mosbach wurden jetzt 58 Mitarbeitende für ihren 25-jährigen engagierten Einsatz geehrt. Mehr als 500 Mitarbeitende nahmen an der Feier in der festlich geschmückten Schwarzach-Halle teil. Geschäftsführer Reinhard Adler hieß besonders herzlich den Schwarzacher Bürgermeister Theo Haaf willkommen.

Adler fand anerkennende Worte für die Mitarbeitenden, die wiederum ein arbeitsreiches Jahr mit knappen Personalressourcen erfolgreich bewältigt hätten. In einem Rück- und Ausblick zeigte er die Ziele und Herausforderungen der Einrichtung auf, die den Menschen mit Behinderungen trotz enger werdender finanzieller Ressourcen ein menschenwürdiges und möglichst selbst bestimmtes Leben ermöglichen wolle.

Die Johannes-Anstalten Mosbach, die Adler weiter, wollen die Eigenverantwortung der Menschen mit Behinderung fördern und auch einen Beitrag zur Kostensenkung leisten. Dazu gehörten der Umbau der vorhandenen Versorgungsstrukturen, der Ausbau ambulanter Betreuungsformen einschließlich der Familienpflege sowie der Ausbau und die Differenzierung dezentraler Wohnangebote. Weitere Sanierungsmaßnahmen an den Komplexstandorten Mosbach und Schwarzach seien geplant, und die Einführung so genannter persönlicher Budgets werde konstruktiv durch eine breite Palette von Angeboten unterstützt.

Eine besondere Herausforderung bringe die ab 2005 gültige Verwaltungsreform in Baden-Württemberg. Danach sind die Kreise und kreisfreien Städte für die Eingliederungshilfe verantwortlich. Es sei zu hoffen, so Adler, dass die überregionalen Angebote wie die Betreuung von Menschen mit schweren und schwersten Behinderungen und Menschen mit besonderen Verhaltensproblemen aufrechterhalten werden können.

Pfarrer Eckhard Weißenberger ermunterte die Mitarbeitenden, in ihrer Arbeit den diakonischen Geist wirken zu lassen. Jeder Einzelne könne dazu beitragen, dass nicht das mangelnde Geld allein bestimmendes Element in der Betreuung sei. „Wenn wir Diakonie leben“, so Weißenberger, „dann werden wir ein gesegnetes Weihnachtsfest haben“.

Walter Berroth, Vorsitzender der Gesamtmitarbeitervertretung, appellierte an Vorgesetzte und Mitarbeitende, kollegial in einer Dienstgemeinschaft zusammenzuarbeiten. Er erinnerte daran, dass die Diakoniemitarbeiter in der ehemaligen DDR trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine hervorragende Arbeit zum Wohle der Gemeinschaft geleistet hätten. Dieses solle für alle in Zeiten knapper Kassen Vorbild sein.

Wie immer wurden die Gäste von den Mitarbeitenden der Küche kulinarisch verwöhnt. Musikalisch bereichert wurde der Abend vom Posaunenchor des Schwarzacher Hofes mit Gästen aus Aglasterhausen, Schwarzach und Neidenstein, koordiniert von David Balheim, sowie vom bekannten Schwarzacher Hof-Sextett unter der Leitung von Gerhard Andres.

Gemeinsam mit den Bereichsleitern bedankte sich Geschäftsführer Adler bei den Jubilaren mit einer Urkunde für die engagierte Mitarbeit.

Geschäftsbereich Wohnen: Angelika Beck, Heinrich Becker, Gisela Bernhard, Helmut Borchert, Eva Drobinoha, Friedhilde Ebert, Ernst Hakenjos, Andreas Hammer, Michael Helmert, Elvira Herre, Reinhold Huth, Bianca Jasildo, Gisela Kimmig, Joachim Kunz, Gerda Martin, Mathilde Martin, Günter Mayer, Gertrud Mößner, Eva-Maria Ruckmich, Ernst Schmutz, Dieter Scholl, Ulrich Seifert, Martina Stark, Hilda-Theresia Steiß, Friedrich Stemper, Reinhold Winterbauer, Sonja Zimmermann, Iris Weber (Michelbach). Geschäftsbereich Beschäftigung und Gesundheit: Joachim Brenner, Anita Dentz, Thomas Förderer, Renate Gfesser, Birgit Lenz, Peter Martin, Franz Mifka, Reinhard Öhmig, Birgit Rehberger, Birgit Steiger, Werner Stubenrauch, Rolf Stumpf, Rüdiger Weiß, Leonhard Wolf, Renate Bielik. Für den Fachbereich Schulen: Kurt Döbler, Norman Gribben, Edith Kohler-Guggolz, Brigitte Mühring, Irene Seng, Maria Sigmund, Elfriede Steiner. Servicebereich: Ingrid Engelhardt, Inge Fink, Helga Leutz, Ernst Lingsch, Peter Sigmann, Rosina Weigel, Rosalia Zimmermann. Geschäftsführung, Stabsstellen und Zentralbereiche: Liane Grimm.


Pressemitteilung vom 8.12.2004

Goldenes Kronenkreuz für 101 Mitarbeitende

Johannes-Anstalten Mosbach und Diakonie sagen Danke für langjährige treue Dienste – „Mit Arbeit überreichlich gesegnet“ – Kritik an Verwaltungsreform

Mosbach. Es wurde eng im Chorraum der Johanneskirche: 101 langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Johannes-Anstalten Mosbach erhielten in diesem Jahr das Goldene Kronenkreuz der Diakonie. Bei der anschließenden Weihnachtsfeier für den Standort Mosbach, an der mehr als 600 Mitarbeitende teilnahmen, wurden weitere Urkunden verliehen. Geschäftsführer Reinhard Adler fand dabei kritische Worte zur "durchgepeitschten" Verwaltungsreform, welche die Johannes-Anstalten vor zahlreiche Probleme stellt.

Traditionell nutzen die Johannes-Anstalten die Vorweihnachtszeit, um sich bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für deren Engagement zu bedanken. Das Goldene Kronenkreuz ist hierbei die höchste Auszeichnung, welche die Diakonie zu vergeben hat. Es wird in der Regel für 25 Dienstjahre verliehen, zudem an alle Ruheständler, die mindestens 15 Jahre bei den Johannes-Anstalten beschäftigt waren. Die feierliche Verleihung findet im jährlichen Wechsel an den beiden Komplexstandorten der Johannes-Anstalten statt, dieses Mal im Rahmen eines von Dekan Dirk Keller sowie dem Pfarrerehepaar Birgit und Richard Lallathin und ihrem Schwarzacher Kollegen Eckhard Weißenberger gemeinsam zelebrierten Gottesdienstes in der Johanneskirche in Mosbach.

Dekan Dirk Keller würdigte hierbei die 125-jährige Geschichte der Anstalten. Viele Jahre davon seien sie Heimat für Menschen gewesen, denen man das Recht zu leben habe absprechen wollen. Die Mitarbeitenden, so Keller, legten tagtäglich Zeugnis dafür ab, dass jeder dieses Recht besitze. Auch Geschäftsführer Reinhard Adler ging auf den christlichen Hintergrund der Einrichtung ein und betonte, dass jeder, der sich für Benachteiligte einsetze, in der Tradition Jesu Christi handele.


Das Goldene Kronenkreuz erhalten in diesem Jahr:

Aus dem Bereich Mosbach:

Gisbert Bauer, Helga Ernst, Martin Gleichauf, Werner Hägele, Ursula Herbinger, Michaela Höfler, Gabriele Janz, Filippo Noto, Norbert Rexa, Joachim Scholl, Karl Schulz, Christina Wilbrecht (alle Geschäftsbereich Wohnen).

Isolde Gramlich, Reinhard Lagler, Erhard Padberg, Wilfried Pauker (alle Geschäftsbereich Beschäftigung und Gesundheit).

Hanspeter Waldherr (Fachbereich Schulen).

Karl Bäuerlein, Lothar Dörge, Heike Luft, Ingeborg Maichle, Bernhard Mayer, Friedrich Merkle, Wilhelm Oswald, Willi Rupp, Gerhard Schwaab, Otto Seufert, Hildegard Strauß, Norbert Walz (alle Fachbereich BBW).

Bernhard Flicker, Herta Johmann-Flohr, Egon Krause (Beamtete Lehrkräfte).

Erika Bangert, Doris Ebert, Manfred Glatzer (alle Geschäftsführung, Stabsstellen und Zentralbereiche).

Michael Höck, Reinhard Holzmann, Martin Kreisz, Ruth Kriszak, Anton Schön, Karlheinz Wetterauer (alle Servicebereich).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in diesem Jahr in den Ruhe- oder Vorruhestand gegangen sind und mindestens 15 Jahre bei den Johannes-Anstalten beschäftigt waren:

Andreas Blaser, Kriemhild Böhm-Quak, Annemarie Gramlich, Sigrun Hillenbrand, Stefan Hörning, Stana Tanja Kindtner, Edith Küpper, Maria-Anna Küstner, Manfred Lustig, Dieter Ossyra, Gabriele Schulz, Marlies Storz, Ute Tonini, Barbara Wittmann.

Aus dem Bereich Schwarzach:

Angelika Becker, Heinrich Becker, Gisela Bernhard, Helmut Borchert, Eva Drobinoha, Friedhilde Ebert, Ernst Hakenjos, Andreas Hammer, Elvira Herre, Michael Helmert, Otto Kaufmann, Joachim Kunz, Gerda Martin, Mathilde Martin, Günter Mayer, Gertrud Mößner, Frank Pascher, Eva-Maria Ruckmich, Ernst Schmutz, Dieter Scholl, Martina Stark, Friedrich Stemper, Iris Weber, Reinhold Winterbauer, Sonja Zimmermann (alle Geschäftsbereich Wohnen).

Renate Bielik, Anita Dentz, Thomas Förderer, Renate Gfesser, Birgit Lenz, Peter Martin, Franz Mifka, Reinhard Öhmig, Birgit Rehberger, Rolf Stumpf, Rüdiger Weiß, Leonhard Wolf (alle Geschäftsbereich Beschäftigung und Gesundheit).

Ingrid Engelhardt, Inge Fink, Erika Helm, Ernst Lingsch, Rosina Weigel, Elisabeth Weidensdörfer, Amalie Wuscher, Rosalia Zimmermann (alle Servicebereich).

Kurt Döbler, Edith Kohler-Guggolz (alle Fachbereich Schulen).

Liane Grimm (Geschäftsführung, Stabsstellen und Zentralbereiche).

Zur anschließenden Weihnachtsfeier des Standorts Mosbach fanden sich mehr als 600 Mitarbeitende ein. Geschäftsführer Reinhard Adler bedankte sich bei ihnen für den Einsatz im abgelaufenen Jahr. Trotz nicht besser werdender Rahmenbedingungen sei die Einrichtung platzmäßig immer noch voll ausgelastet und die Mitarbeitenden "mit Arbeit überreichlich gesegnet". Die Vision eines normalen Zusammenlebens, -lernens und -arbeitens der Menschen in ihrer Verschiedenheit wolle man dabei nicht aus den Augen verlieren.

Kritische Worte fand Adler zur "von Ministerpräsident Teufel durchgepeitschten Verwaltungsreform" und der damit verbundenen Kommunalisierung der Eingliederungshilfe. Gerade eine wohnortnahe Versorgung sei nur durch die geforderte, aber noch nicht zugesagte zentrale Mitsteuerung des neuen Kommunalverbandes Jugend und Soziales zu erreichen. Die Regionalisierungs-, Dezentralisierungs- und Ambulantisierungsbemühungen der Johannes-Anstalten würden durch die neuen Zuständigkeiten der Landratsämter sicherlich nicht gerade erleichtert. Allerdings wollen die Johannes-Anstalten aktiv und nach vorne gerichtet die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Landkreisen aufnehmen.

Auch die vielen Bauprojekte, so Adler weiter, die teils schon genehmigt seien oder sich in einer konkreten Planungsphase befänden, würden durch die neuen Zuständigkeiten und die noch offenen Finanzierungsfragen deutlich verzögert. Dazu gehören die Grundsanierung mehrerer Häuser in Mosbach und Schwarzach sowie der Neubau oder die Anmietung von Wohnstätten in Mosbach, Aglasterhausen und Eberbach.

Erfreulicherweise konnten im abgelaufenen Jahr auch zahlreiche Projekte abgeschlossen werden, so z.B. die neue Wohnstätte mit Tagesstruktur in Simmersfeld, Wohnprojekte in Diedesheim und Oberschwarzach sowie die Psychiatrische Institutsambulanz in Mosbach. In der nächsten Zeit, blickte Adler voraus, müsse man sich verstärkt auf Entgeltverhandlungen im Sozialhilfebereich einstellen.

"Ohne Vorfreude kein Fest, ohne Vorbereitung kein Gelingen", mit dieser Feststellung ließ Pfarrerin Birgit Lallathin in ihrem Grußwort den vielbeklagten "Weihnachtsstress" in einem neuen Licht erscheinen. Über Formen eines kollegialen Miteinanders auch in Krisenzeiten dachte der Vorsitzende der Gesamtmitarbeitervertretung, Walter Berroth, in seiner Ansprache nach.

Bevor man zum gemütlichen Teil überging, bedankten sich der Geschäftsführer und die Geschäfts- und Fachbereichsleiter mit Urkunden und herzlichen Worten bei den 25-jährigen Dienstjubilaren am Standort Mosbach. Außer den Kronenkreuzempfängern sind dies: Thomas Buhl, Reinhold Knebel, Karin Neimeier und Andreas Wiedemann.


Pressemitteilung vom 8.12.2004

Zu Fuß oder per Kutsche

Viele hundert Besucher beim Weihnachtsmarkt auf dem Schwarzacher Hof

Schwarzach. Viele hundert Gäste nutzten am vergangenen Sonntag (5. Dezember) das schöne Wetter, um den traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Schwarzacher Hof zu besuchen. Dort erwarteten sie zahlreiche liebevoll geschmückte Stände mit einem üppigen Angebot origineller Geschenkideen aus den verschiedensten Bereichen der Johannes-Anstalten. Auch die Palette kulinarischer Genüsse ließ keinen Wunsch offen. Die Posaunenchöre aus Schwarzach-Aglasterhausen und Neidenstein sowie die Jugendkapelle Schwarzach verbreiteten weihnachtliche Stimmung. Wem die Beine müde wurden, konnte sich bequem im Planwagen über das Gelände kutschieren lassen. Viele verbanden das Angenehme mit dem Nützlichen und erstanden beim benachbarten Staatlichen Forstamt einen frisch geschlagenen Weihnachtsbaum.


Pressemitteilung vom 8.12.2004

Kommt von Herzen, geht zu Herzen

Dankfeier zum Internationalen Tag des Ehrenamtes in der Johanneskirche

Mosbach. "Was von Herzen kommt und zu Herzen geht"– so war der Gottesdienst zum Internationalen Tag des Ehrenamtes am vergangenen Sonntag in der Johanneskirche überschrieben.

Ohne ehrenamtliches Engagement wäre unsere Gesellschaft um ein Vielfaches ärmer. Vieles auf dem Gebiet der Betreuung, Unterstützung und Assistenz im Alltag wäre schlichtweg nicht möglich, gäbe es die oft im Verborgenen bleibende Arbeit der Ehrenamtlichen nicht. Dass diese Arbeit auch in gebührender Weise gewürdigt wird, daran gemahnt seit einigen Jahren der Internationalen Tag des Ehrenamtes.

Im Neckar-Odenwald-Kreis werden mehrere hundert Ehrenamtliche über das Freiwilligenzentrum begleitet und gefördert. Um diesen in vielfältigen Aufgaben tätigen Menschen ein herzliches "Dankeschön" zu sagen, wurden sie zu einem festlichen Gottesdienst mit anschließendem Sektempfang in das Gotteshaus der Johannes-Anstalten Mosbach eingeladen. Ungefähr 170 Angeschriebene waren der Einladung gefolgt und ließen sich von Singkreis und Orffgruppe der Johannesgemeinde unter Leitung von Kantor Peter Bechtold in adventliche Stimmung versetzen.

Pfarrerin Birgit Lallathin und Mitarbeitende des Freiwilligenzentrums erläuterten die Bedeutung der traditionellen Lebkuchenherzen als klösterliches Stärkungs- und Heilmittel vergangener Zeiten, als Gewürze noch kostbar waren und nicht zu jeder Jahreszeit in beliebiger Menge zur Verfügung standen. Jeder Gottesdienstbesucher erhielt ein solches Herz geschenkt.

Freiwillige Dienste seien keine alleinige Antwort auf die Sozialkrise, konstatierte Reinhard Adler, Geschäftsführer der Johannes-Anstalten Mosbach, aber sie trügen maßgeblich zum Zusammenhalt der Gemeinschaft bei, machten das Leben wärmer und harmonischer. Auch die Leiterin des Geschäftsbereichs Soziale Hilfen im Landratsamt, Renate Körber, stellte fest, dass die Arbeit des Freiwilligenzentrums mehr Menschlichkeit in das Leben im Neckar-Odenwald-Kreis gebracht habe.

Beim anschließenden Stehempfang nutzten die Ehrenamtlichen die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.


Pressemitteilung vom 2.12.2004

"Hohe Fachlichkeit bleibt unverzichtbar"

Anerkennungsfeier an der Fachschule für Sozialwesen auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach – Berufsbild Heilerziehungspflege im Wandel

Schwarzach. Feierstimmung an der Fachschule für Sozialwesen auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach: 52 Absolventen der Heilerziehungspflegeausbildung und 11 Heilerziehungshelfer haben dieser Tage ihre Urkunde zur staatlichen Anerkennung erhalten. Sie ist der krönende Abschluss einer drei- bzw. zweijährigen Ausbildung. Zehn Absolventen wurden für hervorragende schulische Leistungen mit einem Preis ausgezeichnet.

Hinter den nunmehr staatlich anerkannten Fachkräften liegt ein langer Weg. In den drei Jahren der Heilerziehungspflegeausbildung (HEP) sind über 1400 Stunden in Theorie und Praxis unterrichtet worden. In der zweijährigen Heilerziehungshilfeausbildung (HEH) waren es rund 500 Stunden. Die Ausbildung erfolgte in enger Verzahnung der Lernorte Schule und Einrichtung.

Als letzte Hürde zur staatlichen Anerkennung stellten sich die Absolventen der HEP-Ausbildung den Fragen im Kolloquium. Die elf Heilerziehungshelfer haben den Anforderungen des Berufsanerkennungsjahres entsprochen und damit ebenfalls die Voraussetzung für die staatliche Anerkennung erfüllt.

Schulleiter Rudolf Link ging in seiner Ansprache auf den Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe und den damit verbundenen Wandel des Berufsbildes Heilerziehungspflege ein. "Unterstütztes Wohnen" und "Individuelles Hilfearrangement" lauten hier einige Schlagwörter. Offenen Hilfen wiesen gegenüber stationären Diensten einen stärker auf Unterstützung ausgerichteten Ansatz auf, für sich allein genommen seien sie jedoch wenig tragfähig, so Link. Sie bedürften der Einbindung in ein Netzwerk sekundierender Hilfen.

Die hohe Fachlichkeit im System der Hilfen bleibe unverzichtbar, stellte Link klar, aber sie verändere sich von der unmittelbaren zur mittelbaren Hilfe. Das fände in den gegenwärtig praktizierten Ausbildungsformen der Heilerziehungspflege und der Sozialpädagogik noch wenig Berücksichtigung – verständlicherweise, da das Berufsbild HEP "aus der Anstalt" hervorgegangen sei.

Dr. Alexander Vater, stellvertretender Geschäftsführer der Johannes-Anstalten Mosbach, gratulierte den Absolventen zu ihrer staatlichen Anerkennung und beleuchtete die aktuellen Rahmenbedingungen der Behindertenhilfe in Deutschland. Sie seien geprägt zum einen durch steigende Fallzahlen und sich ändernde Ansprüche behinderter Menschen an ihre Wohn- und Lebensqualität mit einem rasanten Trend weg von der Heimunterbringung; zum anderen von der Regionalisierung der Eingliederungshilfe, welche diese vor neue Konkurrenzsituationen stelle.

Dr. Vater ging aktuell auf eine bayrische Gesetzesinitiative ein, welche die Einführung einer so genannten Finanzkraftklausel vorsieht, nach der alle sozialen Leistungen von der finanziellen Leistungsfähigkeit der öffentlichen Träger abhängig gemacht werden. Die Dachverbände der Behindertenhilfe haben bereits Alarm geschlagen.

Zum Dritten stelle das nach wie vor vergebliche Bemühen um die Anerkennung des Heilerziehungspflegers als Pflegefachkraft ein Problem dar, was sich insbesondere bei der Finanzierung von Leistungen auf Grundlage des Pflegeversicherungsgesetzes nachteilig auswirkt.

Ungeachtet all dieser Widrigkeiten beglückwünschte Dr. Vater die Absolventen zu ihrer Entscheidung, einen Beruf gewählt zu haben, der nicht nur zukunftsorientiert sei, sondern vor allem in der tagtäglichen Praxis im Umgang mit behinderten Menschen immer wieder Bestätigung und Anerkennung bringe.

Für den Berufsverband Heilerziehungspflege wünschte Klaus-Peter Helmling den staatlich anerkannten Fachkräften auch für die Zukunft viel Solidarität untereinander. Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von Philipp Guldner und Julia Fuchs am Klavier.

Ihre Staatliche Anerkennung haben erhalten:

Heilerziehungspflege: Melanie Askani, Ute Breunig, Ulrich Friz, Andrea Hellmuth, Caterina Hudl, Thorsten Hüttner, Katja Maurer, Melitta Möhrke, Isabell Nagl, Sonja Prus, Bärbel Schneider, Marc Simpfendörfer, Markus Unzeitig, Stefanie Walter, Nadja Wohlfart, Pascal Zimprich (alle Oberkurs A).

Lutz Agena, Danny Baer, Jens Bauer, Ulrike Belzner, Susanne Böhm, Nina Jebram, Melanie Klimmek, Natalie Lackner, Till Maushake, Rainer Neuhäuser, Johannes Schmehl, Luisa Schmidt, Julia Stahlke, Janina Christina Stech, Sarah Straub, Jan van Dijk, Martin Voss, Sabine Wagner-Borner, Nadine Wehner (alle Oberkurs B).

Christina Marianne Bingel-Erlenmeyer, Barbara Bruder, Oliver Martin Butzke, Hans-Jürgen Dahl, Kathrin Däubel, Sven Eberle, Thorsten Hensel, Eva Kammerknecht, Brigitte Oeschler, Tanja Plamitzer, Markus Roth, Jan Scheidel, Carmen Schuch, Stefanie Seyboth, Marina Uhrig, Anna Vetter, Tobias Wunder (alle Oberkurs C).

Heilerziehungshilfe: Claudia Birkholz, Sebastian Fertig, Meike Freimann, Siegrid Hihn, Ute Huwer, Sabrina Kraus, Ninia Martin Antoranz, Silke Schuller, Ellen Seidler, Jens Weisbrod, Sharmane Wilson.

Mit einem Preis für hervorragende schulische Leistungen wurden ausgezeichnet:

Heilerziehungspflege: Ute Breunig, Isabell Nagl, Sonja Prus, Lutz Agena, Sabine Wagner-Borner, Barbara Bruder, Martin Butzke, Kathrin Däubel, Brigitte Öschler.

Heilerziehungshilfe: Claudia Birkholz.


Pressemitteilung vom 30.11.2004

Gedränge schon beim Auftakt

Weihnachtsmarkt in den Johannes-Anstalten Mosbach wieder ein Publikumsmagnet

Mosbach. Schon bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes in den Johannes-Anstalten Mosbach herrschte dichtes Gedränge an den liebevoll geschmückten Verkaufsständen und Buden in der Turnhalle der Sonderschule. Werkstätten, Wohngruppen, Berufsbildungswerk, Sonderschule und Kliniken boten kreative Produkte, Weihnachtsartikel, Spiel- und Bastelsachen sowie Weihnachtsleckereien an.

Am Nachmittag freuten sich vor allem die Kinder über das unterhaltsame Angebot. Am Samstag wurde das Märchenstück „Die freundlichen Leute von Swabedo“ der Theatergruppe „Haus Wachtbuckel“ aufgeführt, und am Sonntag lüftete die Guckloch-Theatergruppe das Geheimnis „Wo die wilden Monster hausen“.

Das Fest wurde musikalisch bereichert vom Bläser- und Paukenensemble der Johannes-Anstalten Mosbach und vom Posaunenchor Mosbach. Den Festgottesdienst am Sonntag gestalten die Chöre HarmoNixen und Troubadix sowie der Singkreis und die Orffgruppe der Johannesgemeinde.

Ein Flohmarktstand zugunsten des Projekts „Cards“ in Indien und ein Bücherstand der Mosbacher Stadtmission mit christlicher Literatur im Foyer der Johanneskirche rundeten das Angebot ab. Auch für das leibliche Wohl war gut gesorgt.


Pressemitteilung vom 17.11.2004

An stürmischer Entwicklung maßgeblich beteiligt

Dr. Burkhard Lang, langjähriger Oberarzt an der Neurologisch-Psychiatrischen Klinik der Johannes-Anstalten Mosbach, zum Chefarzt ernannt
 

Mosbach. Die Neurologisch-Psychiatrische Klinik der Johannes-Anstalten Mosbach hat einen neuen Chefarzt, doch mit Dr. Burkhard Lang steht kein Neuling an der Spitze. „Sie waren maßgeblich an der Weiterentwicklung Ihrer Klinik beteiligt“, bescheinigte Geschäftsführer Reinhard Adler dem neuen Leiter, der sechs Jahre lang Oberarzt an der Neuropsychiatrie war und nun die Nachfolge des langjährigen Chefarztes Dr. Jürgen Kunath antritt. Dieser ist im Sommer in den Ruhestand getreten.

Während seiner Zeit als Oberarzt habe sich Dr. Lang, der Medizin in Mainz und Valencia studierte, bei allen Beteiligten ein hohes Maß an Anerkennung erworben, stellte Dr. Alexander Vater, Leiter des Geschäftsbereichs Beschäftigung und Gesundheit, bei der Amtseinführung des neuen Chefarztes am vergangenen Montag fest. Der Mediziner begann seine Laufbahn als Grundwehrdienstleistender Truppenarzt, weitere Stationen waren das St. Nikolaus-Hospital in Kalkar, das Alexianer-Krankenhaus Münster, das Universitätsklinikum Kaiserslautern und schließlich die Psychiatrische Uniklinik Homburg/Saar, bevor er am 1. April 1998 nach Mosbach kam.

Die zunehmende Öffnung der Klinik nach außen sei von ihm tatkräftig unterstützt worden, resümierte Dr. Vater im Hinblick auf die Eröffnung einer Tagesklinik und der jüngst eingeweihten psychiatrischen Institutsambulanz. Im Verbund mit den Beschäftigungsangeboten der Neckar-Odenwald-Werkstätten und in konstruktiver Zusammenarbeit mit den im sozialpsychiatrischen Arbeitskreis zusammengeschlossenen Institutionen sei die Klinik gut etabliert. Nun komme es darauf an, das aufgebaute Vertrauen zu erhalten und das bestehende Angebot weiter zu entwickeln.

Auch Geschäftsführer Reinhard Adler sah die Klinik mit der Neuorientierung der psychiatrischen Angebote für Kunden in der Region, aber auch für kranke Menschen, die bei den Johannes-Anstalten wohnen, arbeiten oder zur Schule gehen, bestens positioniert. Er wünschte Dr. Lang für seine erweiterte Fach- und Führungsaufgabe viel Erfolg und Gottes Segen, aber auch Mut und Kraft, neue Wege einzuschlagen und Bewährtes zum Wohle der Patienten weiterzuentwickeln.

Wie nah Geistlichkeit und Medizin zusammen liegen, belegte Pfarrerin Birgit Lallathin anhand eindrücklicher Bibelstellen.

Dr. Burkhard Lang bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen und die Unterstützung. Er übernehme ein gut geführtes Haus, das zuletzt eine stürmische, teils durch äußere Bedingungen geforderte Entwicklung genommen habe. Auch für die nächste Zukunft sah der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie noch viel Arbeit auf die Klinik zukommen, um sich auf einem von zunehmender Konkurrenz geprägten Markt behaupten zu können.


Pressemitteilung vom 11.11.2004

Unterschrift besiegelt den Kauf

Johannes-Anstalten Mosbach übernehmen Rhein-Neckar-Werkstätten gGmbH von der Heidelberger SRH Holding
 

Mosbach/Heidelberg. Jetzt ist es amtlich: Die Johannes-Anstalten Mosbach sind neue Gesellschafterin der gemeinnützigen Rhein-Neckar-Werkstätten GmbH (RNW), vormals ein Unternehmen der Heidelberger SRH Holding. Per Unterschrift besiegeln heute (Donnerstag, 11. November) Reinhard Adler, Geschäftsführer der Johannes-Anstalten Mosbach, und SRH-Vorstandsvorsitzender Klaus Hekking den Kauf. Geschäftsführer der RNW, deren Sitz in Heidelberg-Rohrbach ist, bleibt Joachim Schleicher.

Auf der Suche nach einer zukunftsfähigen Lösung für die Rhein-Neckar-Werkstätten hat die SRH Holding mit den Johannes-Anstalten Mosbach einen neuen Träger mit weit reichender Werkstattkompetenz gefunden. Sie unterhalten bereits sieben Beschäftigungseinrichtungen für behinderte bzw. psychisch beeinträchtigte Menschen an sechs Standorten mit insgesamt knapp 1.800 Plätzen.

Die Tochtergesellschaft Avance Service gGmbH Catering, Teil der bisherigen Rhein-Neckar-Werkstätten und Service gGmbH, wird nicht von den Johannes-Anstalten übernommen, sondern verbleibt in der SRH-Gruppe.

Im südlichen Rhein-Neckar-Kreis sind die Rhein-Neckar-Werkstätten, zu denen zurzeit 53 Mitarbeitende zählen, die einzige anerkannte Werkstatt für psychisch kranke Menschen. Die 142 Beschäftigten sind dort in einem arbeitnehmerähnlichen Vertragsverhältnis tätig. Ihre wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden. Sie erhalten für ihre Tätigkeit einen Werkstattlohn, der aus einem Grundlohn und einer leistungsorientierten Komponente besteht.

Jeden Morgen kommen sie selbstständig zur Arbeit und haben dadurch einen geregelten Tagesablauf. Auf Leistungsschwankungen, die durch medikamentöse Behandlung oder aktuelle psychische Befindlichkeiten bedingt sind, wird Rücksicht genommen. In der Regel arbeiten sie dauerhaft in den RNW. „Durch die heutige Arbeitsmarksituation gelingt es leider immer seltener, die Betroffenen wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern, was unser primäres Ziel ist", bedauert Geschäftsführer Joachim Schleicher.

Die Rhein-Neckar-Werkstätten begannen 1979 mit rund 15 Beschäftigten und einfachsten Montage- und Schreinerarbeiten. Heute erbringen dort Teams von behinderten und nicht behinderten Menschen ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen für Industrie und Wirtschaft in den Geschäftsfeldern Elektro, Montage und Schreinerei. Kunden sind namhafte Unternehmen wie Lamy, Mann Mobilia, Prominent und Tyco. Zurzeit besteht eine Warteliste von 20 bis 30 Personen, die auf Aufnahme in die RNW hoffen.


PRESSEINFORMATION, 11. Oktober 2004

Haus Tannenburg wird eingeweiht

Johannes-Anstalten Mosbach feiern Eröffnung ihres Neubaus am 14. Oktober – Sozialministerin Gönner hält Festvortrag

Mosbach/Simmersfeld. Es war ein langer Weg von den ersten Planungen bis zum Abschluss der Bauarbeiten. Nun aber ist es geschafft: Die Johannes-Anstalten Mosbach feiern am Donnerstag, 14. Oktober, 11 Uhr, die Einweihung ihres neuen Hauses "Tannenburg" in Simmersfeld. Den Festvortrag wird Tanja Gönner, Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg, halten.

Die ersten Planungen datieren aus dem Jahr 1988. Zunächst dachte man an einen Um-, dann an einen Erweiterungsbau. Schließlich stand fest, dass ein Neubau unumgänglich ist. Vom ersten Spatenstich im März 2003 an gingen die Bauarbeiten aber zügig voran. Mitte September 2004 sind die Bewohnerinnen und Bewohner in ihr neues Domizil umgezogen, und termingerecht kann nun die Einweihung gefeiert werden.

Haus "Tannenburg" ist ein Wohn-Pflege-Heim mit Plätzen für 48 Menschen mit Schwer- und Mehrfachbehinderungen, zwei Kurzzeitplätzen und tagesstrukturierenden Angeboten. Es ist weitgehend eingeschossig gebaut und gliedert sich in drei Einheiten – Wohnbereich, Förderbereich (Tagesstruktur) und Logistikbereich –, die durch eine zentrale Erschließungsstraße verbunden sind. Der Wohnbereich ist in fünf Baukörper unterteilt für je zehn Bewohner.

Pro Wohngruppe gibt es acht Einzel- und ein Doppelzimmer sowie drei Bäder, einen Wohn- und Essbereich und eine Verteilerküche. Dank der eingeschossigen Bauweise besteht von jeder Wohngruppe aus ein direkter Zugang ins Freie. Die Architektur trägt der Tatsache Rechnung, dass die Wohngestaltung für Menschen mit geistiger Behinderung eine besonders große Bedeutung hat und ihre Lebensqualität ganz entscheidend beeinflusst.

Die Baukosten summieren sich auf knapp 5,7 Millionen Euro; neben Eigenmitteln der Johannes-Anstalten fließen Zuschüsse vom Landeswohlfahrtsverband Baden und des Landes Baden-Württemberg. Auch von der "Aktion Mensch" gab es eine Finanzspritze für die Tagesstruktur.

Für die Einweihungsfeier ist folgendes Programm vorgesehen:

Heimleiterin Christine Waidelich wird die Gäste begrüßen, Pfarrerin Birgit Lallathin hält eine kurze Besinnung. Worte zur Einweihung spricht Reinhard Adler, Geschäftsführer der Johannes-Anstalten Mosbach. Die Entwicklung des Hauses beleuchtet Dr. Peter Rösinger, Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen. Es folgt der Festvortrag von Sozialministerin Tanja Gönner.

Grußworte sprechen: Hans-Werner Köblitz, Landrat des Landkreises Calw, Gerhard Feeß, Bürgermeister der Gemeinde Simmersfeld, Dekan Albrecht Becker vom Evangelischen Kirchenbezirk Nagold, Ulrike Kayser, Leiterin des Sozialamtes beim Landeswohlfahrtsverband Baden, Heimfürsprecher Dieter Milenz u.a. Die Schlüsselübergabe erfolgt durch Peter Reinhart vom Architekturbüro Fiala-Reichert-Reinhart. Die musikalische Umrahmung kommt vom Bläser- und Paukenensemble der Johannes-Anstalten Mosbach unter der Leitung von Hubert Schäfer.

Nach dem offiziellen Teil gibt es ein Mittagessen, danach kann auf Wunsch der Gäste das Haus besichtigt werden.

Das alte Haus "Tannenburg" soll im November abgerissen werden. Die frei werdende Fläche wird rekultiviert und steht den Bewohnerinnen und Bewohnern dann als zusätzlicher Erholungsraum zur Verfügung.


PRESSEINFORMATION, 4. Oktober 2004

Erntedank- und Herbstfest auf dem Schwarzacher Hof: Von der Sonne verwöhnt

Schwarzach, 3. Oktober 2004. Bei bestem Wetter feierte der Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach am Tag der deutschen Einheit das traditionelle Erntedank- und Herbstfest. Ein abwechslungsreiches Programm mit Spiel, Spaß und Unterhaltung war geboten.

Eine besondere Bereicherung erfuhr das diesjährige Fest durch die Einweihung der neuen Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehren Schwarzach, Aglasterhausen und Neunkirchen. Diese war u.a. mit einer finanziellen Beteiligung der Johannes-Anstalten angeschafft worden, weil sie die baulichen Umstände auf dem Schwarzacher Hof besonders berücksichtigt. Gäste aus nah und fern waren zur Einweihung gekommen.

Das Fest begann mit dem Erntedank-Gottesdienst im festlich geschmückten Luthersaal des Schwarzacher Hofes, der von Pfarrer Eckhard Weißenberger, mit reger Beteiligung einiger Bewohnerinnen und Bewohner, festlich gestaltet wurde. Er erinnerte in seiner Predigt er an die reichen Gaben, die Gott für alle habe wachsen lassen. Er sei auch dankbar für alle materiellen Güter, die allen zugute kamen, für die Gelder, die den weiteren Ausbau neuer Wohnungen ermöglichten, für die vielen gute Worte und Taten unserer Mitmenschen und insbesondere für das warmherzige Lächeln, mit dem uns viele schwer behinderte Menschen täglich reich beschenkten. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor Aglasterhausen-Unterschwarzach unter der Leitung von Frieder Wittmann.

Nach dem Gottesdienst waren alle Stände geöffnet. Das Kunst-Werk-Haus präsentierte neue Kunstkalender für 2005. Im Sinnesgarten konnten die Gäste ihre Sinne erfahren, und am Nachmittag waren Führungen durch die zahlreichen Erlebnisstationen angesagt. Warteschlangen gab es beim Kinderreiten in der Reithalle, wo alle Kinder einige Runden auf einem Pferderücken genießen durften.

In der Aula der Sonderschule präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Sonderschule "getanzte Bilder" nach Exponaten der Künstler des Schwarzacher Hofes, moderiert von Annemarie Leitz. Danach erfreute eine Gastgruppe aus Tschechien mit Volkstanz die Gäste.

Im Infozelt konnte sich die Gäste über Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in den Johannes-Anstalten Mosbach sowie über die Geschichte der letzten 124 Jahre seit ihrer Gründung informieren. Führungen in den Schwarzacher Werkstätten und Besuche in Wohngruppen ermöglichten einen Einblick in den Alltag der Bewohner.

Großes Interesse fanden die Produkte der Werkstätten, des Farmprojekts und der Flohmärkte. Die Westerneisenbahn und die Kutsche brachten die Gäste von der Feststraße zum Sinnesgarten, zum Kunst-Werk-Haus, zur Reithalle und wieder zurück. Auch die zahlreichen Musikfreunde kamen auf ihre Rechnung mit der Fanfarengilde Bad Rappenau, der SF-Band Schwarzach und dem Musikverein Waibstadt. Für den Verkehr und die Parkregelungen sorgte vorbildlich die örtliche Feuerwehr. Allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helferinnen, ohne die solch ein Fest nicht möglich wäre, sei herzlich gedankt.