Johannes-Diakonie Mosbach

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PRESSEINFORMATION vom 31. März 2009

Kirchendienerin will ehrenamtlich weitermachen

Johannesgemeinde bereitete Bärbel Backfisch einen herzlichen Abschied, der nicht von Dauer ist

Mosbach. 28 Jahre ist die Johanneskirche der Johannes-Anstalten Mosbach alt. Noch vier Jahre länger liegt der Dienstantritt von Bärbel Backfisch als Kirchendienerin der Johannesgemeinde zurück, die sich damals noch mit einem Andachtsraum im „Haus im Tal“ bescheiden musste. Am Dienstag bereitete die Gemeinde ihrer guten Seele einen überaus herzlichen Abschied, der allerdings nicht von Dauer ist.

Auf dem Papier endete die Dienstzeit von Bärbel Backfisch zum 31. März mit dem Eintritt in die so genannte Ruhephase der Altersteilzeit. Doch die sympathische, stets freundliche und hilfsbereite Frau bleibt der Johannesgemeinde erhalten. Sie wird weiterhin sonntags für die Johanneskirche und die Gemeinde da sein – ehrenamtlich, so wie das heute in vielen Kirchengemeinden üblich ist. Und wie bisher wird sie auch die eine oder andere Tagesandacht gestalten.

„Bärbel Backfisch hat mit ihrer Tätigkeit als Kirchendienerin in der Johanneskirche ein sehr glaubwürdiges, freundliches, die Herzen der Menschen gewinnendes und gastfreundliches Zeugnis unseres christlichen Glaubens gegeben“, sagte Pfarrer Richard Lallathin im Abschiedsgottesdienst, den viele Weggefährten der Kirchendienerin mit gestalteten. Die Schülerinnen und Schüler, Bewohnerinnen und Bewohner der Johannes-Anstalten seien ihr dabei ganz besonders am Herzen gelegen.

Reinhard Adler, Geschäftsführer der Johannes-Anstalten Mosbach, nannte Bärbel Backfisch den „Inbegriff einer dienenden Person in der Diakonie“ und bedankte sich mit herzlichen Worten. Diakon Dieter Denz erinnerte sich an die Anfänge im alten Andachtssaal; auch dort habe es die Kirchendienerin geschafft, in einem Mehrzweckraum gottesdienstliche Atmosphäre zu verbreiten. „Sie waren die Visitenkarte und haben die Johanneskirche zur ersten Adresse am Platz gemacht“, umriss er ihre späteren Verdienste. Dass alle genannten Leistungen und Persönlichkeitsmerkmale über Konfessionsgrenzen hinweg wirkten, bekräftigte Stefan Eckert, katholischer Seelsorger in den Johannes-Anstalten.

Die Johanneskirche sei ihre zweite Heimat gewesen, und das Abschiednehmen falle sehr schwer, sagte Bärbel Backfisch, die sich vor allem bei ihrem Mann und ihrer Mutter – beide bei der Feier persönlich anwesend – für das langjährige „Rücken freihalten“ bedankte. Viele kleine und große Symbole der Wertschätzung und der Dankbarkeit durfte sie im Verlauf des Gottesdienstes entgegennehmen. Die Chöre HarmoNixen und Troubadix, das Bläser- und Paukenensemble der Johannes-Anstalten Mosbach, verstärkt durch einige Mitglieder des Bezirksbläserensembles, die Schulband der Johannesberg Schule und natürlich „ihr“ Singkreis mit Orffgruppe, in dem sie selbst begeistert mitwirkte, verabschiedeten sich auf musikalische Art. Viele Schülerinnen und Schüler hatten sich kreative Ideen einfallen lassen. Der Clou war aber sicherlich das Erinnerungsbuch, das Pfarrer Richard Lallathin ihr überreichte und in dem sich viele Weggefährten verewigt haben. Auf Seite 1: ein Grußwort von Landesbischof Dr. Ulrich Fischer.

Die Hauptperson selbst hatte anstelle von Geschenken für Spenden zugunsten der Tobi-Schule in Hyderabad/Indien, mit der die Johannesgemeinde partnerschaftliche Beziehungen pflegt, und der Kosovo-Hilfe gebeten – eine Bitte, der viele Gäste gerne nachkamen.

Ein herzliches Willkommen galt Doris Ulrich, die während der Woche als Kirchendienerin in der Johanneskirche in Mosbach tätig ist und sonntags den bisher nicht geregelten Kirchendienst auf dem Schwarzacher Hof der Johannes-Anstalten Mosbach übernimmt.

Die Mitglieder des Singkreises und der Orffgruppe verabschiedeten sich mit Rosen von Kirchendienerin Bärbel Backfisch.Schüler gestalteten ein Regenbogenbild - jede Farbe eine Charaktereigenschaft.

Die Wunschzweige werden bestauntMan saß noch lange in gemütlicher Runde zusammen.