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im Sommer des Jahres 1880: Mehrere kirchlich und sozial engagierte
Bürger sowie Geistliche gründeten eine "Anstalt für
schwachsinnige Kinder". Sie kauften dafür das "Bruckmann'sche
Anwesen" in Mosbach im damaligen Großherzogtum Baden;
es ist heute unser Haus Elz. Mit 16 Mädchen und Jungen begann
die Arbeit. Damit gehört die Johannes-Diakonie Mosbach zu
den ältesten Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
in Südwestdeutschland.
Von Anfang an war die Einrichtung ein Erfolg. Schon 1883 machte der rege Zulauf einen Neubau nötig, und zehn Jahre später wurden bereits 116 Mädchen und Jungen betreut.
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veranlasste die großherzogliche Regierung den Bau eines Krankenhaus
und eines Pflegeheims für Erwachsene. Inzwischen hatte die
Einrichtung auch einen neuen Namen erhalten: "Erziehungs- und
Pflegeanstalt für Geistesschwache". Die Zahl der "Pfleglinge"
in der nun wesentlich vergrößerten Anstalt wuchs rasch
auf über 200.
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waren auch für die Anstalt eine harte Zeit. Von den 21 männlichen
Angestellten wurden zwölf eingezogen. Mit einem Schlag fehlten
die meisten Lehrer, Handwerker und Pfleger. Dazu kam der im Laufe
des Krieges immer fühlbarere Mangel an Lebensmitteln, Kohlen
und Wäsche. Und bald nach Kriegsende kam mit der Inflation
erneut eine schwere Herausforderung.
... war im Juli 1930 Anlass für eine große Feier. Die Anstalt wurden dafür gründlich renoviert. Ständig wuchs die Zahl der Bewohner und damit der Platzbedarf. Zum Glück konnte die Anstalt 1936 den "Schwarzacher Hof" in Schwarzach übernehmen. Bis Kriegsbeginn stieg die Zahl der in Mosbach und Schwarzach untergebrachten geistig Behinderten auf 506.
... dass geistig Schwerbehinderte nach Ansicht der Nazi-Ideologen in Deutschland keinen Platz haben sollten. Die nationalsozialistische Regierung erließ ein Euthanasieprogramm, und dessen Auswirkungen trafen auch die Anstalt: Im September 1940 und im Juli 1944 wurden insgesamt 262 Heimbewohner gewaltsam aus Mosbach und Schwarzach abgeholt. Die Versuche von Anstaltsleiter Pfarrer Wilckens, die Todestransporte zu verhindern, waren vergebens.
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konnte die Anstalt in Mosbach ihre Arbeit wieder aufnehmen, und
über zwei Jahre später auch auf dem Schwarzacher Hof.
Der Verwaltungsrat beschloss im Juli 1949, der Anstalt den Namen
"Johannes-Anstalten der Inneren Mission" zu geben. Seit
1964 trug sie den Namen "Johannes-Anstalten Mosbach"; im Februar 2010 wurde sie zur "Johannes-Diakonie Mosbach".
... lebten 1964 in Mosbach und Schwarzach, und stetig stieg die Zahl der Aufnahmegesuche. Deshalb beschloss der Verwaltungsrat in jenem Jahr umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen, um dem gewaltig steigenden Bedarf gerecht zu werden. Im Grunde hat sich bis heute an der Situation nichts geändert: Immer noch ist, mit Unterbrechungen, rege Bautätigkeit zu verzeichnen.
Geändert
aber hat sich seit Mitte der sechziger Jahre die Orientierung der
Einrichtung. Von einer einfachen Pflegeanstalt entwickelte sie sich
systematisch zu einem modernen Rehabilitationszentrum für geistig
und mehrfachbehinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, in dem
heute etwa 2.900 Menschen mit Behinderungen leben.
In den kommenden Jahren wird die Johannes-Diakonie Mosbach vor allem weitere neue wohnortnahe bzw. gemeindenahe Wohnangebote (Wohnstätten, Außenwohngruppen und Wohngemeinschaften) und ambulante Wohnformen entwickeln.